Im Verein

Neue Mitglieder – Neue Ideen

Jahresmitgliederversammlung des Bürgervereins Gleimviertel 2010

Spät und spannend wurde es am Abend des 19. März 2010 auf der Jahresmitgliederversammlung des Bürgervereins Gleimviertel. Knapp 50 Teilnehmer – mehr als je zuvor – waren in den Kieztreff Gleimviertel gekommen, unter ihnen viele Neumitglieder. 15 Aufnahmen gab es allein an diesem Tag. Ein Rekord auch das.

Wie es Tradition ist, lenkten die Versammlungsleiter Moritz Naujack und Andreas Otto die Aufmerksamkeit der Anwesenden zunächst auf den Rechenschaftsbericht für 2009. Vereinsvorsitzende Jacqueline Röber stellte wie schon im Jahr zuvor eine insgesamt gute Bilanz vor. So fanden im vorigen Jahr drei Bürgerversammlungen statt,BV Gleimviertel, Versammlung 19.3.10, I darunter eine Runde mit den Bundestags-Direktbewerbern für den Wahlkreis Prenzlauer Berg. Im Frühsommer bekräftigte der Verein seinen Einsatz für die Straßenbäume mit einer großen Baumpflanzung am Helmholtzplatz sowie einem Baumpflegetag im Gleimviertel. Dem diente ebenfalls die aktive Mitarbeit im Pankower Baumgremium.

Mauerpark im Zentrum der Aufmerksamkeit

Mit Abstand bedeutendster thematischer Schwerpunkt war 2009 der Widerstand gegen die Bebauung des Mauerparks. Der Bürgerverein Gleimviertel war wichtiger Teilnehmer der Protestaktionen und hörbare Stimme in der öffentlichen Debatte. Umfassend gestaltete sich die Unterstützung der Bürgerinitative „Mauerpark Fertigstellen“, die bei ihren Aktionen nicht nur durch vielfältige Teilnahme, Erfahrungs- und Ideenaustausch, sondern auch durch Zurverfügungstellung von Räumen im Kieztreff, Veranstaltungstechnik und Büroressourcen entscheidend gestärkt wurde. Im Ergebnis kam es zu einer bis dahin unerreichten Mobilisierung für den Mauerpark, die in diesem Jahr zu ersten Erfolgen geführt hat.

Der Kieztreff Gleimviertel in der Kopenhagener Straße hat sich als Organisationsbasis der Initiativarbeit gut bewährt und zu einem echten Nachbarschaftszentrum entwickelt. Mehr ständige Nutzer, mehr Einzelveranstaltungen, mehr Vielfalt – so lautete das Resümee der Vorsitzenden. Kontinuierliche Betreuung sicherte reguläre und stabile Öffnungszeiten; BV Gleimviertel, Versammlung 19.3.10, IIalle Objektkosten konnten durch Eigeneinnahmen gedeckt werden. Der Kieztreff ist zudem Heimat des Kiezpools, der zuletzt durch eine Vielzahl von Gartengeräten für Erwachsene und Kinder erweitert wurde.

Wahlpremieren

Unrealisiert blieb 2009 eine Baumpflanzung im Herbst. Sie soll 2010 nachgeholt werden, wie Vereinsvorstand Heiner Funken in Ergänzung des Rechenschaftsberichts ausführte. Die kurze Diskussion zum Bericht ergab Zustimmung zu einzelnen Aktionen und Zielen. Es wurde einerseits vorgetragen, dass sich der Verein als Plattform und Unterstützer für verschiedene Initiativen “nicht zwingend in allen Einzelfragen positionieren” müsse; Anklang fand andererseits der Gedanke, gegenüber anderen Gruppen „Kernkompetenzen“ zu definieren.

Es folgten die Berichte des Kassenwarts und der Finanzrevisionsgruppe. Anschließend entlasteten die Mitglieder den Vorstand für das vergangene Jahr.

Bis hierher verlief das Jahrestreffen wie gewohnt. Nun jedoch erlebten die Anwesenden bei den Wahlen zum Vereinsvorstand zwei Premieren: Zum einen verabschiedete die Versammlung eine besondere Wahlordnung. Zum anderen gab es erstmals einen Kandidatenüberhang. In einer sehr konzentrierten Atmosphäre legten die Kandidierenden ihre Vorstellungen von der Vereinsarbeit dar und hatten eine Reihe von Fragen zu beantworten.

Weitere Mitgliederversammlung geplant

Als Vorsitzende bzw. stellvertretende Vorsitzende erhielten schließlich Simone Krauskopf, Jacqueline Röber und Jörg Lehmann das Vertrauen der Abstimmenden. Zu Beisitzern im Vorstand wurden Marina Pechardscheck, Heiner Funken und Rainer Krüger gewählt. Die Versammlung sprach abschließend Mathias Kraatz und Jutta Stern, die dem Vorstand nicht mehr angehören, Dank und Anerkennung für ihren Einsatz aus.
Nunmehr hätte die Besprechung der nächsten Vorhaben angestanden, aber es war bereits deutlich nach Mitternacht, so dass sie mit Mehrheitsbeschluss vertagt werden musste. Deshalb wird in Kürze zu einer weiteren Mitgliederversammlung eingeladen werden. Sie wird sicher nicht weniger interessant, bringen doch viele neue Mitglieder auch viele neue Ideen mit.

Mario Rieger, 23.03.2010

Fotos: Mario Rieger

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Aktiv, Initiativ, Kooperativ

Jahresversammlung des Bürgervereins Gleimviertel am 13. Februar 2009

Immer zum Winterausklang treffen sich die Mitglieder des Bürgervereins Gleimviertel zu ihrer öffentlichen Jahresversammlung. Am 13. Februar 2009 war es wieder soweit. Mit dabei: Zwei neue, im Vormonat aufgenommene Anwohner. Und noch während der Veranstaltung im Kieztreff Gleimviertel gab es einen weiteren Beitritt. Ein gutes Zeichen für die Vereinstätigkeit in diesem Jahr.

Positives vom Kieztreff

Doch zunächst standen naturgemäß die vergangenen Monate auf der Tagesordnung. Vereinsvorsitzende Jacqueline Röber konnte eine ausgesprochen positive Bilanz für 2008 vorlegen. Eine positive Entwicklung nahm der Kieztreff in der Kopenhagener Straße 50. Nicht nur kann er nunmehr eine breite und vielfältige Nutzerbasis vorweisen. Er steht auch finanziell – bezogen auf die Objektbetriebskosten einschließlich einer Rücklage für Reparaturen – auf soliden Füßen. Darüber hinaus ist es mit Hilfe einer Förderung gelungen, seit Juni 2008 für zwei Jahre feste Öffnungs- und Sprechzeiten an drei Wochentagen einzurichten. Eine neue Broschüre sowie die jetzt wieder aktuelle Internetberichterstattung sorgen dafür, dass der Kieztreff allgemein wahrgenommen wird.

Offene Versicherungsfragen beim Kiezpool

Im Kieztreff ist zudem der Kiezpool mit Veranstaltungstechnik und -mobiliar sowie anderen Gegenständen angesiedelt. Jacqueline Röber machte in diesem Zusammenhang auf das Problem der Versicherbarkeit bei Herausgabe aufmerksam. Da Verluste kaum – weder von den Nutzern noch vom Verein – kompensiert werden können, ist diese Frage von großer Bedeutung. Zugleich gibt es keine einfache Lösung. Auf der Sitzung kamen dennoch neue Vorschläge zur Sprache. Alle waren sich einig, dass so schnell wie möglich ein Ergebnis erreicht und dann entsprechend bekannt gemacht werden muss.

Bürgervereinstreffen, 13.02.09

Stadtgrün bleibt Schwerpunkt

Die bedeutendste Initiative des Bürgervereins im Jahr 2008 war die Fortsetzung des Widerstands gegen die Serienfällungen von Traubenkirschenbäumen in Pankow. Baumpflanzungen im Rahmen des „Pankower Wegs” sowie die Arbeit im Pankower Baumgremium in Zusammenarbeit mit den Bremer-Höhe-Aktiven (Bürgerinitiative „Rettet die Straßenbäume”) und anderen Gruppen geben die Richtung für die nächste Zeit an.

Zu den Erfolgen zählen schließlich das Podium im Mauerpark im Juni 2008, das sowohl die klare Positionierung der Bürger für die Fertigstellung des Parks einmal mehr bestätigte als auch den politischen Rückhalt dafür festigte, sowie die begonnene Neuaufstellung des Kiezportals www.gleimviertel.de. Das Kiezfest und die Herausgabe des Falkblatts konnten dagegen nicht realisiert werden.

Nach der Entlastung des Vorstands stimmten die Mitglieder der Wahl einer neuen Beisitzerin des Vorstands zu. Die Kandidatin Marina Pechardscheck hatte in ihrer detaillierten Vorstellungsrede eine Reihe von konkreten Zielen ihrer Arbeit vorgestellt. Unter anderem steht sie für ein vertieftes Miteinander und umfassende Transparenz als Leitlinien des Vereins ein.

Arbeitsgruppe Mauerpark. Neuauflage der Kiezkonferenz?

Die diesjährigen Vorhaben waren traditionell Thema der anschließenden Diskussion. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Nutzung der – inzwischen fertig gestellten – Töpferwerkstatt in der Schule muss so sichergestellt werden, wie sie seinerzeit vom Vergabebeirat finanziell und inhaltlich bewilligt worden ist. Hier soll vor allem der Vorsitz des ehemaligen Vergabebeirats informiert und um Aktivität gebeten werden.
  • Im Frühjahr werden die Baumscheiben der Neupflanzungen begrünt.
  • Im Herbst wird eine weitere Baumpflanzaktion angestrebt.
  • Eine Arbeitsgruppe „Mauerpark” entwickelt angesichts der auslaufenden Fristsetzung durch die Allianz-Umweltstiftung Aktionen für die Fertigstellung des Parks. Ansprechpartner ist Christian Rippel; Kontakt: email hidden; JavaScript is required.
  • Es soll wieder – in Anlehnung an die frühere Kiezkonferenz – ein regelmäßiges Forum der Akteure im Kiez organisiert werden. Es geht um Austausch, Vernetzung und Planung gemeinsamer Aktivitäten. Die Möglichkeiten dafür werden sondiert.
  • Im Juni kommen Mitglieder und Freunde des Vereins zu einem Sommerfest zusammen.

Lebhaft debattiert wurde außerdem über das Für und Wider der Parkraumbewirtschaftung. Bis auf weiteres gibt es hier im Ergebnis keine Position des Bürgervereins Gleimviertel. Informationen und BürgervereinslogoVeranstaltungen dazu sollen gleichwohl verfolgt und verbreitet werden.

Nicht zuletzt stellte sich die Mitgliederversammlung die Frage: „Ist der Bürgerverein Plattform für Bürgerinitiativen oder selbst initiativ?”. Antwort: Ein deutliches „Sowohl als auch!”

Mario Rieger, 16.02.09

Zum Thema:

Aktivitäten und Zahlen: Rechenschaftsbericht 2008 des Bürgervereins Gleimviertel (pdf, 68 kb)