Zu anderen Zeiten wäre diese Meldung ein dickes Osterei gewesen, aber so?  Seit heute fahren wieder Autos durch den Gleimtunnel. Aber offenbar machen sich in der Bezirkspolitik 26 Jahre nach der Öffnung des Gleimtunnels für den Autoverkehr doch Zweifel breit, ob das eine gute Idee war/ist.

Dass der Straßenverkehr nicht kollabiert, wenn der Gleimtunnel zu ist, ist ja nun schon mehrfach durch dessen monatelange Totalsperrung nach der Flut 2016  und zur Errichtung des Stauraumkanals 2018/19 empirisch nachgewiesen worden.

 

Im Zusammenhang mit der Förderung des Radverkehrs in Pankow und der geplanten Fahrradstraßenzug Stargader Straße – Gleimstraße – Humboldthain gibt es offenbar Überlegungen im Bezirksamt den Gleimtunnel dauerhaft für den Autoverkehr zu schließen, um die Attraktivität dieser Fahrroute zu erhöhen. Für die Bewohner des Gleimviertels und des Brunnenviertels wäre dies eine gute Lösung. Auch wenn auf den ersten Blick für manchem Autobesitzer diese Sackgassensituation ärgerlich ist, weil sie zu Umwegen zwingt. Abgesehen davon, dass wir ja alle immer mehr Wege mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen, überwiegen die Vorteile für die Wohnqualität aller in Bewohner der benachbarten Viertel, die Mobilitätsnachteile für die Autofahrer und dem mit den längeren Fahrtwegen verbundenen Mehr an Umweltbelastung.

Bei der Abwägung zwischen Vor- und Nachteilen einer dauerhaften Schließung des Gleimtunnels für den Autoverkehr werden sicher einige Nachbarn auch zu anderen Resultaten kommen. Das ist zu respektieren.

Das Bezirksamt will jetzt erst einmal durch eine Verkehrszählung die Bedeutung des Gleimtunnels für den Fahrrad- und den Autoverkehr auf der Basis der tatsächlichen Nutzerzahlen ermitteln.

Cant || 02.04.2020

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Gleimtunnel für Autos wieder offen