NAW: Saisonausklang 2010

Zwischen Gleimstraße
und Millionenbrücke

Mit einem Urberliner und Hörfunkmacher unterwegs


Am einstigen „Boulevard des Nordens“ und „der“ Einkaufsstraße der DDR schlechthin beginnt diese Tour. Vieles gibt es zu erzählen, über die U-Bahn, das einstige Pferdebahndepot, die Ring- und Nordbahn, das Umspannwerk, die Schule, den Mauerpark, über Exklaven, Millionen und Billiarden…

In Berlin überlagern sich wie in keiner anderen Stadt der Welt die vielen Reste weltgeschichtlicher Momente in den Bauten nur eines Jahrhunderts. Darum geht’s in der Tour. Der Brückenschlag, im wahrsten Sinne des Wortes, vom Deutschen Kaiserreich bis ins 21. Jahrhundert. (NAW)

Termin:
Sa, den 30. Oktober 2010,
um 14 Uhr

Treffpunkt:
Gleimstraße / Schönhauser Allee vor dem Kino Collosseum

Dauer: 2,5 h

Tourguide: Rolf Gänsrich

Kosten: 5 € (ermäßigt 3 €)

Die Tour findet zu Fuß statt.

Anmeldung erbeten: topkappi(at)web.de oder 030 – 44 82 266

Besuchen Sie unsere Website.

***

“Der innerstädtische Tourismus lebt!”:
Die weiteren Ausfahrten in und um Wedding


_____

Forum Mauerpark: Aufruf zur Diskussion

Ein zu hoher Preis

Für einen Mauerpark ohne Wenn und Aber

Die Diskussion um die Bebauung des Mauerparks und aktuell das Protokoll des 2. Treffens der Bürgerwerkstatt bringt uns dazu, als Anwohner und Mitglieder des Bürgervereins Gleimviertel hier einmal Stellung zu nehmen.

Grafik "Der traurige Park" von Jutta Stern

Wir kennen die bewegende Geschichte der letzten 20 Jahre, in denen sich die Anwohner für die Fertigstellung des Mauerparks eingesetzt und gegen verschiedene Bebauungspläne erfolgreich zur Wehr gesetzt haben. Seit wir hier wohnen (seit 2006) haben wir uns selbst an solchen Aktionen beteiligt. Die Pläne des Baustadtrats Mitte, Ephraim Gothe, Land für die Bebauung gegen Parkfläche zu tauschen, verfolgen wir mit wachsender Anspannung.

Ganz besonderes Unbehagen verursacht uns die Entwicklung in der Bürgerwerkstatt. Wenn man das Protokoll der 2. Sitzung liest, bekommt man den Eindruck, dass die Teilbebauung des Mauerparks schon beschlossene Sache ist und es nur noch darum geht, diese möglichst „bürgernah“ zu gestalten. Deshalb sind wir gegen die Teilnahme an dieser Bürgerwerkstatt. Da es dazu unterschiedliche Auffassungen gibt, denken wir, es sollte ein Meinungsbild hergestellt werden.

Hier ist unsere Sicht der Dinge:

Selbst wenn der Mauerpark heute in seiner ursprünglich geplanten Größe (Prof. Lange) fertiggestellt wäre, hätte das Gleimviertel im Vergleich zu anderen Stadtvierteln immer noch sehr wenig Grünfläche pro Einwohner in Haustürnähe.

Nun ist da die Rede von 600 Wohneinheiten, die nördlich des Gleimtunnels auf Weddinger Seite errichtet werden sollen. Damit würden dann ca. 1500 oder noch mehr neue direkte Anlieger (mit ihren Hunden und Autos) hinzukommen. Das bedeutet eine völlige Überlastung für den ganzen Bereich Schwedter Straße, Korsörer Straße und Kopenhagener Straße und damit die Zerstörung der beschaulichen Kiezszene, die diesen Teil des Gleimviertels auszeichnet. Und wie ein Jugendbauernhof mit Tieren im Schatten von 6-stöckigen Häusern weiter existieren soll, ist uns auch völlig schleierhaft.

Spielplätze, Falkplatz, Mauerpark (auch wenn er dann im Sinne von Herrn Gothe um 6 ha erweitert wäre) wären ebenso einer steigenden Belastung ausgesetzt, ganz zu schweigen vom zunehmenden Durchgangsverkehr in der Gleimstraße, in der das vorgeschriebene Tempo 30 sowieso schon längst zur Farce geworden ist.

Wir fordern daher die Fertigstellung des Mauerparks ohne Wenn und Aber. Wenn der Preis dafür jedoch die Bebauung im Norden und Süden des ursprünglich einmal im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesenen Areals sein soll, dann ist uns dieser Preis entschieden zu hoch. Dann ist es immer noch besser, wenn alles so bleibt wie es ist.

Wir freuen uns über weitere Beiträge, Stellungnahmen oder Kommentare.

Jutta und Rainer Stern,
Mitglieder im Bürgerverein Gleimviertel,
20. Oktober 2010

Grafik: Jutta Stern, “Der traurige Park”

Zum Thema:

Fotoprotokoll der Bürgerwerkstatt Mauerpark am 6.10.2010 (pdf, 2.17 MB)

Bericht der Freunde des Mauerparks zur Bürgerwerkstatt vom 6.10.2010

Stellungnahme des Baustadtrats in Mitte zur Planung, 14.10.2010 (pdf, 203 KB)

Forum – Diskutieren Sie mit!

Kommentare können an dieser Stelle wie immer direkt abgegeben werden. Um als Artikel in das Forum aufgenommen zu werden, ist der Beitrag namentlich zu kennzeichnen und an email hidden; JavaScript is required zu senden.

_____

Gleimtunnel-Party 2010

2. Oktober 2010
19:00bis23:59

Gleimtunnel-Party am 2. Oktober 2010

grenzenlos, leuchtend,
kulturvoll und umsonst

19 – 24 Uhr

Am Vorabend des Tages der Deutschen Einheit wird das Brunnen- und Gleimviertel erneut zusammen tanzen und feiern. Im ersten Jahr 2007 waren 600 Menschen dabei und in den vergangenen drei Jahren wurden es immer mehr. Eine Party im Gleimtunnel zwischen zwei Stadtteilen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Ab 19 Uhr wird der Gleimtunnel für den Autoverkehr gesperrt sein, damit die alljährliche Party als Symbol der guten Nachbarschaft und Grenzüberschreitung stattfinden kann.

Unter dem Motto: “Ost meets West / Wedding trifft Prenzelberg“ erklingen wieder heiße Tanzrhythmen zum Auftanken und Durchstarten in den Feiertag. Für Unterhaltung sorgen DJ Sonnenburg und DJ Ipek an den Turntables. An Musik erwarten euch somit Electro und Oriental-Beats, um euch eine heiße Oktobernacht zu bescheren. An Bands treten “Digital Heaven” und “The Mint” live auf der Bühne auf.

In diesem Jahr findet die Gleimtunnel-Party unter der Schirmherrschaft des Bezirksbürgermeisters von Mitte Dr. Christian Hanke statt. (Veranstalter)

Gleimtunnel-Party Blog

_____