Stiftung “Welt-Bürger-Park” geplant

Chancen zwischen Traum und Wirklichkeit

Der Mauerpark als „Welt-Bürger-Park“

Wenn es um die Zukunft des Mauerparks geht, sind seit langem zahlreiche kreative Bürgerinnen und Bürger motiviert, Lösungen zu erdenken. Lösungen dafür, dass der Mauerpark als natürlicher und kultureller Freiraum sowie historisches Erbe erhalten bleibt und eine noch größere räumliche und belebte Bedeutung erhält. Die vor einigen Monaten geborene Idee, einen „Welt-Bürger-Park“ ins Leben zu rufen, könnte eine spannende Entwicklungsperspektive sein.

Bürger aus Berlin und aller Welt sollen sich in einer Bürgerstiftung zusammenfinden, die den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung des Mauerparks zu ihrem Gründungsziel hat. Im Idealfall könnte es gelingen, „auf gemeinnütziger Basis Spenden von ‚Welt-Bürgern’ aus dem In- und Ausland zu sammeln, um damit von Bebauung bedrohte Flächen zu erwerben“ – wie es in der Präambel des Satzungsentwurfs heißt.

Doch auch ein bescheidener Anfang hätte seinen Reiz, wenn seriöse und durchsetzungsstarke Akteure ins Boot der Stiftung geholt werden könnten. Beispielsweise der BUND, der auf diesem berlinerischen Stück deutsch-deutscher Grenze unter dem Label “Grünes Band“ ein interessantes Projekt starten könnte. Oder, wenn Jugendorganisationen aus aller Welt gleichsam Aktien am Mauerpark erwürben, die materiell das Gedeihen und die Organisation kultureller und der Völkerverständigung dienender Begegnungen ermöglichen würde.

Gründungsversammlug im Oktober 2010

Vor zu kühnen Träumen, was sich denn alles auf der Bühne eines „Welt-Bürger-Parks“ entwickeln könnte, steht der Schweiß der konkreten Gründung der Stiftung. Derzeit spiegelt sich das in der Ausarbeitung einer Stiftungssatzung wider. Zahlreiche interessierte Menschen und Initiativen stricken an diesem Muster mit: Aktive Gegner jeglicher Bebauung des Mauerparks, aber auch kompromissbereite Akteure, die mit einer Randbebauung leben könnten, Idealisten und Realisten als Anwohner, Initiativen und mit Institutionen oder Gewerbe am Mauerpark Beheimatete und solche aus weiterer berlinischer Nachbarschaft.

Die letzte Diskussionsrunde am 9. Juli 2010 in der Freien Schule am Mauerpark war sehr konstruktiv und hat den Satzungsentwurf so weit vorangebracht, dass am 5. August eine letzte redaktionelle Zusammenkunft und am 1. Oktober die Gründungsversammlung abgehalten werden kann.
Der Bürgerverein Gleimviertel ist konstruktiv am Gründungsprozess beteiligt. Mitstreiterinnen und Mitstreiter am Projekt „Welt-Bürger-Park“ sind herzlich willkommen.

Rainer Krüger, 23.07.10

Grafik: Mario Rieger

Feierliche Unterzeichnung der Satzung
am Mi, den 1. Oktober 2010, um (?) Uhr
in der Freien Schule am Mauerpark, Wolliner Str. 25/26

Mauerparkfertigstellung ohne Bebauung:
Aktionswebsite “Welt-Bürger-Park”

Wer sich für den Satzungsentwurf interessiert, kann unter email hidden; JavaScript is required entsprechende Antwort erhalten.

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Mauerpark: Start der Bürgerbeteiligung am 07.07.2010

Mauerparkentwicklung und Bürgerbeteiligung –
ein weites Feld

Auftaktveranstaltung zeigt offene Fragen auf

Am 07. Juli 2010 war es so weit: Auf Einladung der Bezirke Mitte und Pankow, unter Federführung der Grün Berlin GmbH, sollte nach dem Wunsch des Bezirksstadtrats Mitte, Ephraim Gothe, das Bürgerbeteiligungsverfahren zur „Erweiterungsplanung“ des Mauerparks – so die Einladung – eingeläutet werden.

Enger Zeitplan

Die Veranstaltung im Olof-Palme-Jugendzentrum war gut besucht. Zusammen gekommen war ein Querschnitt interessierter Bürger und Initiativen aus Prenzlauer Berg und Wedding. Mehrheitlich – und vorzugsweise von Pankower Seite – Protagonisten, die eine Bebauung am Mauerpark ablehnen, aber auch Initiativen und Bewohner, die sich eine „parkverträgliche“ Randbebebauung im Süden vorstellen können. Leider konnte kein Vertreter des Bezirksamts Pankow teilnehmen, da zeitgleich die Bezirksverordnetenversammlung in Pankow tagte.Link zum Fotoprotokoll der Bürgerwerkstatt Mauerpark 7.7.10

Das von Grün Berlin beauftragte Moderatorenteam Seebauer, Wefers und Partner hatte keinen leichten Stand. Sie stellten ein zeitlich sehr gestrafftes Beteiligungsverfahren vor, das in vier Werkstattsitzungen bis Ende Oktober den Beteiligungsprozess abarbeiten und mit einer Abschlusssitzung Mitte November zum guten Ende führen soll.

Das Ganze sehen

In einer ausführlichen und sehr lebendigen Diskussion wurde deutlich, dass man sich mit einem solchen Eilverfahren bei der Bürgerbeteiligung übernehmen würde. Zu komplex ist der Gesamtzusammenhang einer Entwicklungsperspektive für den Mauerpark. Der größte Widerstand vieler Anwesender richtete sich gegen eine isolierte Bürgerbeteiligung nur zum zu beplanenden Freiraum (Grünfläche). Denn die Wechselwirkungen zwischen bebauten und grün genutzten Flächen, das Problem einer Verkehrserschließung und damit zusammenhängend die Zukunft des Gleimtunnels sind von erheblicher Tragweite. Deshalb darf es nicht sein, dass Anwohner, betroffene Initiativen und gewerbliche Anlieger zu diesem Gesamtzusammenhang kein Gehör finden. Äußerungen wie „das Ganze zu sehen muss zwingend sein“, „die Vernetzungen sind entscheidend“ oder „keine unverbundene parallele Bebauungs- und Freiraumplanung“ gaben die Stimmungslage der Mehrheit der Anwesenden wieder.

Es wird eine politischen Entscheidung der Träger der Mauerparkplanung geben müssen, ob – wie gefordert – das Bürgerbeteiligungsverfahren auf den Gesamtbereich der Mauerparkgestaltung (inklusive gewollter Bebauungsplanung) ausgedehnt wird oder nicht. Der von Gothe angekündigte Architektenwettbewerb im Rahmen des städtebaulichen Gutachterverfahrens würde Stoff genug zur Teilhabe eines interessierten Publikums bieten.

Zusammensetzung der Arbeitsgruppen umstritten

Angesprochen wurde auch die kontroverse Einschätzung, ob zum Bebauungsplanverfahren nicht eine Änderung des Flächennutzungsplans vorab oder parallel gehört.

Als unklar wurde die Situation empfunden, dass es bislang keine Auskunft darüber gibt, wer bei den Werkstattgesprächen und wahrscheinlich einer koordinierenden Arbeitsgruppe beteiligt wird. „Wer entscheidet über die Zusammensetzung des Gremiums?“ – das war eine viele Teilnehmer interessierende Frage. Nicht leicht zu lösen, weil – wie die Veranstaltung zeigte – besonders engagierte Bürger und Bürgerinnen in großer Zahl vertreten waren, die sogenannte „schweigende Mehrheit“ jedoch kaum. Die Moderatoren können sich zuzüglich zu der Werkstattbeteiligung eine repräsentative Befragung der Anwohner um den Mauerpark herum vorstellen. Es bleibt also offen, ob und wie die Bürgerbeteiligung konkret wird.

Für den Bürgerverein Gleimviertel, der einer Bebauung des Mauerparks ablehnend gegenüber steht und vielmehr dessen „Fertigstellung“ fordert, kann eine konstruktive Mitarbeit in der Bürgerbeteiligung sinnvoll sein, wenn sie auf den Gesamtzusammenhang der Mauerparkgestaltung, also nicht nur die Freiraumplanung, bezogen ist.

Rainer Krüger, Juli 2010

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Bürgervereinsfest am 02.07.2010

Für ein gutes Miteinander

Sommerfest des Bürgervereins Gleimviertel

Einen besseren Termin für das Sommerfest des Bürgervereins Gleimviertel als den 2. Juli dieses Jahres hätte es nicht geben können: Traumhafte Temperaturen und die Menschen im Fußball-Fieber. Die ersten Besucher saßen schon um 16 Uhr – eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung – nahe an der Leinwand mit Beamer, die Karsten Gloger und Roman Szewczuk vorbereitet hatten. Und die WM-Spiele waren an diesem Tag voller Dramatik. Das Ende: Brasilien weinte und Ghana auch.

Kinderprogramm mit Dieter BogsUnsere Gäste entspannten sich bei guten Gesprächen unter freiem Himmel, Bäumen und Pavillons. Für das leibliche Wohl gab es leckere Würstchen, marinierte Steaks und vegetarische Spieße. Gekühlte Getränke wie Saft, Wasser, Wein und Bier fanden reichlich Absatz.

Rahmenprogramm

Neben den beiden Fußball-Begegnungen konnte das Rahmenprogramm punkten. Dieter Bog`s Mitmach-Show, das von Michael Haufe und Partner erdachte und vorgestellte “Skach” – eine Spielkombination aus Skat und Schach – und der Auftritt des Kiez-Chors, welcher am darauffolgenden Tag sein Auftritt des Kiezchorsdreijähriges Jubiläum feiern durfte, fanden beim Publikum großen Anklang und sorgten für Unterhaltung.

Zum Höhepunkt des Programms entwickelte sich das Quiz rund ums Gleimviertel von Jutta Stern. Vierzig interessante und manchmal knifflige Fragen zum Kiez waren zu beantworten, frei nach dem Leitgedanken: Die Geschichte kennen, um die Gegenwart zu gestalten und die Zukunft zu planen. Für jede richtige Antwort gab es einen Bierdeckel. Am Ende wurden drei stolze Gewinner mit schönen Preisen belohnt.

Gern gesehen: Gäste!

KiezquizOb Mitglieder, Nachbarn oder Freunde, alle waren herzlich eingeladen. Insgesamt konnten auf dem Sommerfest 150 Gäste begrüßt werden. Unter ihnen Andreas Otto, Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin für die Grünen, und Alexander Götz, Kreisvorsitzender der SPD Pankow, die für anregende Diskussionen zu aktuellen Themen wie Fertigstellung des Mauerparks, Parkraumbewirtschaftung und Hundekotbeseitigung auf dem Falkplatz zur Verfügung standen.

Dank allen Helfern

Marina Pechardscheck und Udo Lüttger, die Organisatoren des Festes, freuten sich sehr über die Bereitschaft zur Unterstützung durch Nachbarn und Freunde. Allen Beteiligten ein großes Dankeschön!

Den Grillmeistern Charly (Friedrich Wilhelm Karl Herberg) und Lars Gatschke hier ein besonderer Dank! Sie harrten in der Hitze und nah an der Glut beim “Brutzeln” stundenlang aus. Respekt! Ebenso Dank den Helfern am Getränkestand! Eine zusätzliche Getränke-Kühlung war nur durch die Hilfe des “Fischladens” Sommerfest-Ansicht mit Pavillonsin der Schönhauser Allee 129 möglich. Dessen Eigentümer überließ uns seinen Getränke-Kühlschrank unentgeltlich zur Nutzung: “Für das Sommerfest des Bürgervereins jederzeit gern” – schöne Worte vom Chef!

Spenden für Kinder in Not

Die Kinder hatten viel Freude beim Malen mit Wasserfarben sowie beim Singen und Tanzen mit Dieter Bogs und seiner Gitarre. Badminton, Seilspringen, Tischtennis Stand mit frisch gepressten Zitrusfrüchtenund Fußball sorgten für Bewegung, Sport und Spaß. Und da es bei tropischen Temperaturen nichts Schöneres gibt, als im Wasser zu toben, stand auch ein Planschbecken bereit! Das Wasser musste öfter nachgefüllt werden.
Ein 9-jähriges Mädchen hatte eine besonders schöne Idee: “Wir machen etwas für die Kinder in Not in Afrika.” Zusammen mit ihren beiden Freundinnen setzte sie ihren Plan kurzfristig und engagiert in die Tat um: Einen Stand mit frisch gepressten Zitrusfrüchten und selbst gebackenen Keksen. Der Erlös wird für den guten Zweck gependet.

Wieder einmal Kiez-Disco

Im Anschluss an das Sommerfest begann um 22.30 Uhr „DJ Krüger“ seine Musik aufzulegen. Er ließ keine Müdigkeit aufkommen. Die beste Kiez-Disco seit langer Zeit, so wurde gemunkelt. Man tanzte in den Morgen. Eine Dame soll in dieser Nacht sogar einen Heiratsantrag bekommen haben. Ich werde da noch mal recherchieren; vielleicht gibt es ja demnächst eine Kiez-Hochzeit.

Das Beste zum Schluss: Das Aufräumen klappte prima. Der Schulhof wurde gereinigt, der Kieztreff gefegt, die Einsatzbereitschaft der Grills wiederhergestellt und der Transporter zur Abfahrt am Vormittag gefüllt. Super Leistung von fünf Leuten um fünf Uhr morgens! Gemeinsam ging es leicht. Gegen 8.30 Uhr waren alle Spuren des Sommerfestes mit anschließender Kiez-Disco beseitigt.

Auf meinem Weg nach Hause hatte ich nur einen Gedanken: Dieses erste sollte nicht das letzte Sommerfest gewesen sein!

Marina Pechardscheck, Juli 2010

Fotos: Roman Szewczuk

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Nächste Ausfahrt Wedding am 03.07.2010

3. Juli 2010
13:00bis15:30

Nächste Ausfahrt Wedding, Grafik

 

 

“Und die Quell` ist nicht verwaist,
da ihr Hort Luise heißt.”

Luisenbad-Tauffest-Gedenktour

Um 13.00h starten wir unweit des Rosenthaler Tors (Brunnenstr. / Veteranenstr.) und begeben uns mit Bezirksbürgermeister Christian Hanke in der Rikscha-Kutsche – vorbei an Feldern, Kartoffeläckern und Kolonistenhäusern – auf die Reise zum Gesundbrunnen hin.

Unterwegs liest Holger Tegtmeyer kurze Texte rund um die Brunnen- und die Badstraße aus verschiedenen Zeiten. Thomas Gärtner und Marlies Mäder erzählen vor Ort die Legende von der Gesundbrunnenquelle und geben uns einen Einblick in die wechselvolle Geschichte des Luisenbads. Holde Müllerinnen reichen uns zum Ausklang einen erfrischenden Trunk.

Die Veranstaltung endet gegen 15 / 15.30 Uhr, so dass alle noch gemütlich den heimischen Fernseher oder das nächste Public Viewing erreichen werden! (NAW)

Termin: Sa, den 3. Juli 2010, von 13.00 Uhr bis max. 15.30 Uhr

Treffpunkt: Brunnenstr. / Veteranenstr. (am Volkspark am Weinbergsweg)

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Kosten: 5 € (ermäßigt 3 €)

Bitte bringen Sie Ihr Fahrrad mit.

Anmeldung erbeten: email hidden; JavaScript is required oder 030 – 44 82 266

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“Der innerstädtische Tourismus lebt!”:
Die weiteren Ausfahrten in und um Wedding

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