Kiez-Atelier im Wedding

Gemeinsam kreativ arbeiten

Kiez-Atelierräume am S-Bahnhof Wedding

In die Initiative Kiez-Atelier vom November 2008 ist wieder Bewegung gekommen. Sie scheiterte damals an der Raumsuche im Gleim- und Brunnenviertel. Diesmal ist es umgekehrt: Eine große und bezahlbare Atelierwohnung ist vorhanden. Sie liegt direkt am S-Bahnhof Wedding, vom Gleimviertel in wenigen Minuten per Bahn (zwei Stationen) oder Fahrrad zu erreichen. Deshalb heißt es wieder:

Künstlerinnen, Künstler und kreativ Schaffende gesucht!

Kiez-Atelier, Grafik 2Auf der Suche nach einem neuen Atelier kam mir der Gedanke: Wie wäre es mit einem Kiez-Atelier, das von Künstlern aus anderen Stadtteilen und kreativ Schaffenden aus der Nachbarschaft genutzt wird? Darunter können auch Leute sein, die schon immer gerne einmal bildhauern oder malen wollten, vielleicht auch Kunsttherapeuten oder Erzieher, die einen Arbeitsraum für Workshops oder andere künstlerische Aktivitäten mit Kindern oder Erwachsenen suchen.

Arbeitsplatz und Treffpunkt

Das Kiez-Atelier soll Arbeitsplatz für Kreative und von Zeit zu Zeit Treffpunkt für Neugierige und Interessierte sein. Auch wenig Geübte dürfen sich hier trauen, in der Gesellschaft von Gleichgesinnten und Künstlern kreativ zu arbeiten. Die Geschäftigkeit anderer Künstler wirkt inspirierend auf jeden Einzelnen. Es kommt zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen verschiedenen Kulturen. Daraus können sich neue Ideen und Initiativen entwickeln. In regelmäßigen Abständen wird das Kiez-Atelier bei Ausstellungen oder Festen zum kulturellen Treffpunkt.

Anmietung einzelner Räume möglich

Der Mietpreis pro Quadratmeter Atelierfläche beträgt 6,50 Euro warm mit Strom und Wasser in einer großen und hellen Ladenwohnung im Parterre. Noch können auch ganze Räume angemietet werden. Eventuell kommt das Projekt Kiez-Atelier sogar in den Genuss einer Förderung durch das lokale Quartiersmanagement.

Zunächst aber müssen schnell genügend Interessenten zusammenkommen, damit die Miete für mindestens ein halbes Jahr gesichert ist. Dann müsste geklärt werden, welche Personen das Atelier verantwortlich betreuen. Ich wäre dabei.

Wer hätte Lust, sich am Kiez-Atelier im Wedding zu beteiligen? Bitte meldet Euch so schnell wie möglich!

Jutta Stern, 18.11.2009

Grafik: Jutta Stern/mr

Kontakt:

Jutta Stern
E-Mail: email hidden; JavaScript is required

www.jutta-stern.de

Zum Thema:

KünstlerInnen gesucht: Ein Kiez-Atelier für Brunnen- und Gleimviertel

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Pressemitteilung der Bürgerinitiativen vom 16.11.09

Ein Brief an Wowereit: Keine Bebauung des Mauerparks

Große Demonstration zum Roten Rathaus

Mauerpark-Demo, 14.11.09, 1Am 14.11.09, ab 15.00 Uhr, demonstrierten 2500 Menschen, darunter Abgeordnete des Bundestags, des Abgeordnetenhauses von Berlin und Bezirksverordnete von Pankow und Mitte, gegen die Bebauung und für die Fertigstellung des Mauerparks. Die Demonstration zog mit Pauken und Trompeten, mit bunten Kostümen und Kunstaktionen vom Mauerpark zum Roten Rathaus.

Aufgerufen zu dieser Demonstration hatten unter anderem die folgenden Initiativen, Vereine und Parteien:

MAUERPARK FERTIGSTELLEN, DIE LANDNAHME, BIN BERLIN,
BÜRGERVEREIN GLEIMVIERTEL, DIE ANTIFA, MEDIASPREE VERSENKEN,
FREUNDE DES MAUERPARKS, DIE PIRATEN, DIE LINKE, DIE GRÜNEN.

Alle Sprecher der Initiativen und Parteien forderten in ihren Reden die Verantwortlichen in Senat und Bezirksamt Mitte auf, den Park fertigzustellen und keine Grundstücksgeschäfte zu Lasten des Parks zu tätigen.

Es wurde unisono auf die besondere Qualität und Kreativität des Parklebens hingewiesen und auf die Unvereinbarkeit einer Bebauung des westlichen Mauerparks mit der Urbanität dieses Parks.

Mauerpark-Demo, 14.11.09, 2Speziell die Verantwortlichen in der SPD wurden aufgefordert, auf die jahrelangen Proteste der Berliner Bürger einzugehen. Außerdem solle die SPD auf die Ablehnung des Koalitionspartners DIE LINKE eingehen, die Bebauungspläne in den Ausschüssen von drei Parlamenten (Abgeordnetenhaus, Mitte, Pankow) seit zwei Legislaturperioden deutlich zurückgewiesen hat.

Die Sozialdemokraten wurden aufgefordert, den Passus im Senatskoalitionsvertrag von SPD und DIE LINKE zum Mauerpark endlich ernst zu nehmen und entsprechend umzusetzen.

Es wurde auf die virulente Debatte zum Mauerpark auf dem Landesparteitag der Berliner SPD hingewiesen, die deutlich gezeigt habe, dass viele SPD-Abteilungen und die Jugendorganisation JUSOS mehrheitlich die Bebauungspläne ablehnen.

Auch DIE GRÜNEN lehnen, in drei Parlamenten, die Bebauung des Parks seit zwei Legislaturen ab.

Umgehung des Flächennutzungsplans unzulässig

An die Adresse von Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer und Bezirksstadtrat Gothe gerichtet, kündigte Heiner Funken, Vorstand des Bürgervereins Gleimviertel, an: “Für den Fall, dass versucht wird, die Bebauung ohne Änderung des Flächennutzungsplans durchzuziehen, werden wir vor Gericht Klage einreichen. Wir werden in einer Allianz mit Abgeordneten des Abgeordnetenhauses von Berlin sowie Bezirksverordneten aus Mitte und Pankow gegen die unrechtmäßige Beschneidung der Rechte und Pflichten des Abgeordnetenhauses Logos BI von Berlin klagen.

Wir weisen den Versuch, eine missliebige Parlamentsentscheidung zu umgehen, als demokratisch unzulässig zurück.“

Bürgerinitiative „Mauerpark Fertigstellen“
Bürgerverein Gleimviertel

Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, den 16.11.2009

Fotos: Mario Rieger

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Pressemitteilung zum Mauerpark vom 30.10.09

Berliner Parteien für die Fertigstellung des Mauerparks

Anhörung im Berliner Abgeordnetenhaus am 9. November 2009

Die Bürgerinitiativen, die sich seit Jahren für die Fertigstellung des Mauerparks einsetzen, werden offensiv und fraktionsübergreifend von den Berliner Parteien unterstützt:
Auf Antrag aller Fraktionen des Abgeordnetenhauses kommt es am 20. Jahrestag des Mauerfalls, dem 9. November 2009, 10.00 Uhr, zu einer Anhörung „Konzepte für die Zukunft des Mauerparks“ im Stadtentwicklungsausschuss des Abgeordnetenhauses von Berlin.
Eingeladen sind:

  • Herr Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung im Bezirk Mitte,
  • Herr Dr. Michail Nelken, Bezirksstadtrat im Bezirk Pankow und Leiter der Abteilung Kultur, Wirtschaft und Stadtentwicklung,
  • Herr Heiner Funken, Vorstand Bürgerverein Gleimviertel e.V.

Fertigstellung ohne Wenn und Aber!Mauerpark, FNP 2004, klein

Seit Jahren kämpft der Bürgerverein Gleimviertel für die Fertigstellung des Mauerparks ohne Wenn und Aber. Nach dem Flächennutzungsplan (FNP) des Landes Berlin ist das Gebiet zwischen Bernauer Straße und Gleimtunnel, auf dem noch vor 20 Jahren die Berliner Mauer verlief, für die Entwicklung eines verbindenden Grünzuges als Park und Freizeitfläche zwischen den Bezirken Mitte (Wedding) und Pankow (Prenzlauer Berg) festgelegt. Doch bis heute ist der Park nur auf der östlichen zu Prenzlauer Berg gehörenden Seite umgesetzt und deshalb erst halb fertig. Er stellt eine überaus stark genutzte Freizeit- und Erholungsfläche dar, die dringend einer Vergrößerung bedarf. Angesichts drohender Bebauungspläne vom Bezirk Mitte fordern die Bürger und Parkanlieger von beiden Seiten seit Jahren, dass das Land Berlin zu seinem Versprechen steht und den Mauerpark als Ganzes endlich fertigstellt. Die vom Bürgerverein Gleimviertel unterstützte Initiative „Mauerpark Fertigstellen“ hat in diesem Sommer mehrere tausend Mitstreiter gewinnen können. Zu einem Protestfest gegen die Bebauungspläne am 27. 9. 09 kamen ca. 9000 Besucher in den Mauerpark. Am 14. November 09 findet eine große Demonstration zum Roten Rathaus statt. Die Bürger machen Druck.

Kein Handel „Grün für Baurecht“!

Der Baustadtrat von Mitte, Ephraim Gothe, versucht ein Tauschgeschäft mit den Eigentümern der westlichen Seite der Mauerparkfertigstellungsfläche, indem er Baurechte für eine massive Wohnbebauung gegen Restflächen für eine Erweiterung des Mauerparks einhandeln will. Dagegen sind zahlreiche Bürgerinitiativen und der Bürgerverein Gleimviertel sturmgelaufen. Nun haben die Bürger Rückenwind von der Bezirksverordnetenversammlung Pankow und der Berliner Landes-SPD. Auf Antrag der Fraktionen SPD, Linke und Bündnis 90 / Die Grünen hat die BVV Pankow am 14.10.09 mehrheitlich gegen die Bebauungspläne von Mitte und für die Fertigstellung das Mauerparks gestimmt. Auf dem Berliner Landesparteitag der SPD am 10. 10. 09 bekennt sich die Berliner Landes-SPD zur Vollendung des Mauerparks in vorgesehener Form und sieht in einer Bebauung der westlichen Seite eine Bedrohung des „urbanen Lebensgefühls“ im Mauerpark. Auch die Berliner Linke fordert erneut, die Fertigstellung des Mauerparks in der vorgesehenen Größe von 14 ha. Sie kritisiert die von Baustadtrat Gothe beabsichtigte Umgehung des Flächennutzungsplans und stellt klar, dass dessen Bebauungspläne einer Änderung des FNP bedürfen. Ohne eine mehrheitliche Zustimmung Logos BI im Berliner Abgeordnetenhaus ist eine solche Änderung jedoch nicht machbar. Die Linksfraktion hat bereits mehrfach öffentlich erklärt, einer Änderung des FNP nicht zuzustimmen.

Bürgerinitiative Mauerpark Fertigstellen
Bürgerverein Gleimviertel
Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin, den 30. Oktober 2009

 

Grafik: Mario Rieger
(Grundlage: Flächennutzungsplan Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin)

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