Initiative „Kiez-Atelier“

Künstlerinnen und Künstler gesucht

Ein Kiez-Atelier für Brunnen- und Gleimviertel

Ich bin Bildhauerin und arbeite in Innenräumen vorwiegend mit Ton. Auf der Suche nach einem neuen Atelier kam mir ein Gedanke, der manchen Kiezbewohnern im Gleim- und im Brunnenviertel auch gefallen könnte: Wie wäre es mit einem gemeinsamen Kiez-Atelier?

Staffelei mit Aufschrift Das stelle ich mir so vor: Ein Teil des Ateliers würde ich fest anmieten. Die weiteren Arbeitsplätze könnten von Menschen, die gerne einen Atelierplatz außerhalb ihrer Wohnung hätten, für ein halbes Jahr oder auch dauerhaft gemietet werden. Das können Künstler sein, aber auch Leute, die schon immer gerne einmal künstlerisch arbeiten wollten, vielleicht auch Kunsttherapeuten oder Erzieher, die einen Arbeitsraum für Workshops oder andere künstlerische Aktivitäten mit Kindern oder Erwachsenen suchen.

Den Gleimtunnel überwinden

Im Brunnenviertel könnte das Projekt „Kiez-Atelier“ sogar in den Genuss der Förderung durch das Quartiersmanagement kommen. Das bedeutet: Eine bezahlbare Miete und ausreichend große Räumlichkeiten im Parterre.

Ein gemeinsames Atelier von Bürgern aus dem Brunnen- und Gleimviertel wäre vielleicht ein Beitrag, endlich den Tunnel, der beide Viertel trennt, zu überwinden.

Was wären die Vorteile eines Kiez-Ateliers?

Das Kiez-Atelier ist Arbeitsplatz für kreativ arbeitende Leute und außerdem Treffpunkt für Neugierige und Interessierte. Auch wenig Geübte dürfen sich hier trauen, in der Gesellschaft von Gleichgesinnten und Künstlern kreativ zu arbeiten. Die Geschäftigkeit anderer Künstler wirkt inspirierend auf jeden Einzelnen. Es kommt zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch. Daraus können sich neue Ideen und Initiativen entwickeln. In regelmäßigen Abständen wird das Kiez-Atelier bei Ausstellungen oder Festen zum kulturellen Treffpunkt insbesondere für die Bürger der beiden Viertel.

Welche Voraussetzungen müssen erst erfüllt werden?

Zunächst müssen genügend Interessenten zusammenkommen, damit die Miete für mindestens ein halbes Jahr gesichert ist. Deshalb muss die Idee erst einmal publik gemacht werden. Aber ich glaube, wir könnten dafür sowohl im Gleimviertel als auch im Brunnenviertel genügend Künstlerpotential gewinnen. Dann müsste geklärt werden, welche Personen das Atelier verantwortlich betreuen. Ich wäre dabei.

Bitte meldet euch!

Wer hätte Lust, sich am Kiez-Atelier zu beteiligen?

Wer wäre an einem Atelier im Brunnen- oder Gleimviertel interessiert?

Jutta Stern, November 2008

Grafik: Jutta Stern

Kontakt:

Jutta Stern
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www.jutta-stern.de

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BI “StoppAtom” Monatstreffen

Neumond am Ginkgoumgekipptes Atomfass

Monatliches Treffen der Bürgerinitiative „StoppAtom“ *

Unser Ginkgo-Baum ist gut gediehen in seinem ersten Sommer. Ausruhen wollen wir uns darauf aber nicht. Denn der Atomausstieg ist noch nicht geschafft. Leider.

Darum treffen wir uns jeden Monat zum Neumond um 17 Uhr am StoppAtom-Ginkgo auf dem Falkplatz. Wenn es möglich ist, entzünden wir dann ein kleines Neumondfeuer.*

Zuletzt haben uns vor allem die Geschehnisse rund um das Lager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall Asse II in Niedersachsen bewegt. Wir unterstützen den Kampf der örtlichen Bürgerinitiative gegen den Betrieb dieses Pannenlagers. Unsere Spende von 52 Euro habe ich auf einem Symposium des Bundesumweltministeriums zu Fragen des Atommülls an Udo Dettmann vom Koordinationskreis Asse II gegen Quittung übergeben. Der Koordinationskreis wird dieses Geld u.a. für die gerichtliche Auseinandersetzung um die Grundwassergefährdung durch den Wassereintrag in einigen der Stollen des Lagers verwenden.

Nur Pro Atom im Physikunterricht?

Daneben geht es uns wie schon in der Vergangenheit um Aufklärung und Bildung. Wir wollen das Thema Atomausstieg nicht nur unter uns besprechen, sondern auch in der Öffentlichkeit mehr Menschen zum Nachdenken anregen. Es ist uns zum Beispiel gelungen, das Landesamt für politische Bildung für eine Veranstaltung zur Problematik zu gewinnen.

Ich persönlich suche Kollegen aus der Pädagogik, die mit mir der Frage genauer nachgehen, was den Abiturienten in den Schulen in Sachen Atomenergie vermittelt wird. Ich begann mich damit zu beschäftigen, als ich kürzlich beim Ginkgo mit zwei Schülern vom Rosa-Luxemburg-Gymnasium in der Kissingenstraße ins Gespräch kam. Ihr Physikunterricht brachte Ihnen das Betreiben von Kernanlagen als unproblematische Energieerzeugung nahe. Ich bemühe mich deshalb zur Zeit um einen Kontakt zu den Physiklehrern dieser Schule. Die Schüler, die ich sprach, hatten Interesse, sich selbst auch mit gestalterischen Mitteln mit dem Atomausstieg auseinanderzusetzen.

Wer mit uns gemeinsam etwas tun möchte, besuche unser monatliches Treffen* oder melde sich bei Heike Maaz, Gaudystr. 13, 10437 Berlin.

Heike Maaz, Bürgerinitiative „StoppAtom“, Nov. 2008

* Nachtrag
Im März 2010 fand das vorerst letzte Monatstreffen am Ginkgo statt. Am Thema Interessierte können weiterhin mit Heike Maaz, Gaudystr. 13, 10437 Berlin, Kontakt aufnehmen. (mr)

 

Zum Thema:

Verantwortung für die Erde: Denksteine gegen Atomstrom

Viele kleine Schritte gegen die Schutzlosigkeit:
Warum am Falkplatz jetzt ein Ginkgo-Baum wächst

Weder umweltfreundlich noch billig noch sicher:
Atomkraft-Vortrag von Ulrich Uffrecht im Kieztreff Gleimviertel

 

Links:

Flashmobs und Infostände: AktionsnetzwerkAnti Atom Berlin

Informationen zum Asse-II-Widerstand: Homepage des Koordinationskreises

Aktuelles und Hintergründiges rund um den Widerstand gegen die Atomkraft

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