Tag der offenen Tür

Musikschule Malenki

Am Dienstag, den 13.12.20011, veranstaltet die Musikschule Malenki einen “Tag der offenen Tür” im Kieztreff des Bürgervereins Gleimviertel, Kopenhagener Straße 50. Es findet das große Jahresabschlußkonzert statt – Essen gibt es kostenlos, nebst einigen Überraschungen.

Beginn: 16 Uhr – open End.

Der Eintritt ist kostenfrei!

neue Beschlüsse zum Mauerpark?

Kooperationsvereieinbarung zwischen SPD Berlin-NordOst und Bündnis 90/Grüne Pankow vom 25.10.2011

Fertigstellung Mauerpark

In einem 10 Punkte umfassenden Koalitionspapier zur Wahl des Bezirksbürgermeisters und der Stadträte am 27.10. haben SPD und Grüne in Pankow auch zum Mauerpark Stellung bezogen.

In Kapitel III der gemeinsamen Erklärung heißt es:

“SPD und Bündnis 90/Die Grünen Pankow streben an, den Mauerpark in einer größtmöglichen Ausdehnung fertig zu stellen. Dieses Ziel schließt auch die Fläche nördlich der Gleimstraße und westlich der Jugendfarm Moritzhof ein. Außerdem streben beide Parteien eine zügige Festsetzung des Bebauungsplans IV-45 an.

Die Mitglieder des Bezirksamtes und die beiden Fraktionen werden eine enge Abstimmung mit Bezirksamt und BVV Mitte suchen, um das Parkvorhaben mit dem Nachbarbezirk gemeinsam umzusetzen.

SPD und Bündnis 90/Die Grünen setzen sich dafür ein, die Einwerbung von Spenden im Rahmen eines transparenten überparteilichen Engagements der Stiftung Weltbürgerpark zu unterstützen. Bis Ende 2012 soll geprüft werden, inwieweit und in welcher Höhe, diese und ähnliche Initiativen zur Finanzierung des Flächenkaufs beitragen können.

Um den Prozess des Grunderwerbs zu beschleunigen und das Ziel eines größtmöglichen Mauerparks zu erreichen, soll das Land Berlin die entsprechende Fläche (ca. 10 Hektar) zunächst vollständig von der CA Immo erwerben.

Dies verbindet sich mit dem Anspruch, den aufzuwendenden Kaufpreis soweit als möglich für das Land zu refinanzieren. Neben Spenden soll das über Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung (etwa für das parkverträgliche Gewerbe im Süden) erfolgen.

Beide Parteien unterstützen den Abschluss der begonnenen Planungsarbeit der Bürgerwerkstatt „Mauerpark fertig stellen“.

SPD und Bündnis 90/Die Grünen setzen sich zum Ziel, den bereits heute vorhandenen Park instandzusetzen und nachhaltig in seinem Bestand zu sichern.”

HD

Haus der Sinne

“Opera al dente

Premiere im Haus der Sinne: „Opera al dente“ – ein Operndinner rund um die Liebe

Am 17.11.2011 lädt das Haus der Sinne zu einem sinnlichen Rundumschlag: Zu einem Abend gefüllt mit berauschendem Operngesang, heiterer Lyrik, komödiantischer Unterhaltung und einem live zubereiteten Drei-Gänge-Menü. Der italienische Koch Riccardo Barsottelli bereitet inmitten der Gäste eine geschmackvolle Melange aus Antipasti, Hauptgang und Dessert. Eingebettet ist der kulinarische Streifzug durch Italien in einen Abend kurzweiliger und unterhaltsamer gesanglicher, literarischer und schauspielerischer Darbietungen der Märchenhaften Operncompagnie, einem von der französischen Sopranistin Marie Giroux im Jahr 2008 gegründeten Zusammenschluss von hochkarätigen Sängern und Künstlern. Die Operncompagnie gastiert seitdem unter der Regie von Gunda Aurich erfolgreich europaweit, unter anderem auch mit der Kinderoper Hänsel und Gretel, und verfolgt das Ziel, die Opernkunst der schweren Rokoko-Kostüme zu entkleiden und ihr den Hauch des Elitären zu nehmen. Die moderne Opernkunst soll für jedermann sein, leicht, spielerisch, unterhaltsam und modern.

Nun gastiert sie mit drei Sängern und einer Schauspielerin zum ersten Mal im Haus der Sinne und präsentiert ein Operndinner rund das Thema Liebe. Ein Erzähler führt durch den Abend. Vor, zwischen und nach den Mahlzeiten gibt es schmackhafte und kurzweilige Gesangshäppchen aus der Welt der Oper, von Mozart, Verdi und Offenbach bis Strauss, Bizet und Puccini; zwischendurch erheiternde Sketche von Tucholsky bis Loriot, gespickt mit Poesie von Eichendorff, Heine, Rimbaud, Brecht und Weill. Die Phasen und Facetten der Liebe werden über die verschiedenen künstlerischen Darbietungen ausgelotet, von der Verliebtheit und dem Gefühl der Glückseligkeit über die alltäglichen Herausforderungen bis hin zum Ende der Liebe. Durch die italienische Feinkost zwischendurch kann sich der Gast stärken und sich die dargebotene Kunst noch mal auf der Zunge zergehen lassen.

Das Operndinner „Opera al dente“ ist eine leichtfüßige Hommage an die Liebe auf allen Sinneskanälen. Freuen Sie sich auf musikalisch überschäumende Lebensfreude und romantische Leichtigkeit in Liedern wie „Nur nicht aus Liebe weinen“ oder „Haben Sie schon mal im Dunkeln geküsst?“.

Mitwirkende sind: Gunda Aurich (Regie, Schauspiel), Marie Giroux (Mezzosopran), Norina Kutz (Sopran), Frank Asmis (Pianist) und Joseph Schnurr (Tenor). Als Gastgeber durch den Abend führt Thomas Henschel.

Beginn der Vorstellung ist 19 Uhr. Der Abend kostet inklusive Drei-Gänge-Menü 45,- € (zzgl. Getränke). Wir bitten um Vorbestellungen und nehmen Ihre verbindlichen Reservierungen gern entgegen unter: 030 440 491 55.

Veranstaltungsort:
Haus der Sinne
Ystader Str. 10
10437 Berlin-Prenzlauer Berg
www.hausdersinneberlin.de
www.operncompagnie.com

Ansprechpartner:
Thomas Henschel (künstlerischer Leiter)
Juliane Hanisch-Berndt (PR & Öffentlichkeitsarbeit)

das Gleimviertel – ein Update 2.0.6

Das Gleimviertel – ein Update 2.0.5

der Falkplatz Geschichte und Gegenwart

Erst 1908 beginnt die Umgestaltung des Platzes N1, ab 1906 „Falkplatz“genannt, als „Schmuckplatz, weil bis dahin die OHG Simon&Bloch, die das Areal ein Jahr zuvor gewinnbringend an die Stadt verkauft hatte, bis 1908 Pachtverträge mit verschiedenen Pächtern besaß.
Sein weiteres Schicksal ist ein typisches Stück Berliner Geschichte zwischen 2 Weltkriegen, der Teilung der Stadt, dem Mauerbau und der Wiedervereinigung.
Es soll hier nicht wiederholt werden, was schon ausführlich und und mit wissenschaftlicher Kompetenz in Buch und Schriftform vorliegt.*
Deshalb hier nur ein kurzer Abriss zur Einstimmung auf das Update 2.0.6.“Falkplatz und Mauerpark in der Gegenwart“.
Seit seiner Fertigstellung als Schmuckplatz mit abgezirkelten Wegen und Blumenrabatten, mit einer Steintreppe aus Strieganer Granit – aber auch mit einem Planschbecken und Buddelkästen für Kinder, diente er rund 50 Jahre lang den Anwohnern als urbaner Raum, der sehr gerne angenommen wurde, wie Zeitzeugen zu berichten wußten.
Dann begann das Naziregim den 2.Weltkrieg und 1945 war nichts mehr wie vorher.
Am Ende der „Schlacht um Berlin“ durchzogen Splittergräben den Platz, ein Feuerlöschteich gegen Brandbomben diente, nach Ausfall der Wasserversorgung als Trinkwasserreservoir mit zweifelhafter Qualität. Auf dem Exer und auf dem Kohlenplatz Gaudy/Ecke Gleimstrasse standen Flakbatterien. Das Gebiet war „HKL“, Hauptkampflinie geworden, mit den enprechenden Folgen für Mensch und Stadt. Auf dem Gelände des „Kohlenplatzes“ ging ein Munitionsdepot der SS in die Luft – heute ist es Teil der Kita „die Gleimstrolche“.
Auf dem Falkplatz wurden in langen Reihen die toten Russen und Deutsche zwecks Identifikation aufgebahrt und an gleicher Stelle provisorisch beerdigt – ein trauriger Tiefpunkt des Platzes.
Da es im Nachkriegberlin kaum ewas zu essen gab, besannen sich die Anwohner einer alten Tradition des Areals und bauten wieder etwas Essbares an; die Laubenpieper waren zurück!
Anfang der 50-er Jahre bereitete sich Ostberlin auf die III.Weltfestspiele der Jugend und Studenten vor. Im Rahmen des NAW, des Nationalen Aufbauwerks“ wurde unter mehr oder weniger freiwilliger Hilfe der Berliner, also ohne Bezahlung, der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark erbaut und in diesem Rahmen der Falkplatz wieder begrünt.
Am 17.Juni1953 standen erneut sowjetische Panzer vor dem Gleimtunnel.
1956 begann die 2.Ausbauphase, in der auch das „Planschbecken“ mit der „wasserspeienden Robbe“ und einer Rutsche und einem Kinderspielplatz wieder entstanden.
Allerdings gab es auch Proteste der Anwohner, da sich die Baumaßnahmen ewig hinzogen.
Doch schon 1961 war Schluss mit einer unbeschwerten Benutzung.Die Wächter kamen wieder, nur trugen sie jetzt Uniform und hatten Maschinenpistolen, sie hießen jetzt „Grenzer“.
Der Gleimtunnel wurde zugemauert, ein Postenturm am Falkplatz errichtet.“Die Böschung des Stadions wurde abgeholzt und der Falkplatz erhielt drei Meter von der Bordsteinkannte an der Schwedter Sraße einen Stacheldrahtzaun. Die Bäume bis zur ersten großen Baumreihe wurden gefällt. Das war auch das Ende der Treppe aus Strieganer Granit.“*
1963 fanden weitere Verschärfungen statt. Die Schwedter Strasse wurde durch einen Sperrgraben ersetzt, der Falkplatz mit Panzersperren aus Bahnschienen „verziert“.Auch Hunde durften wieder laufen, allerdings als Wachhunde in einer Zwingeranlage, die von der Gleimstrasse bis zum Stadion reichte. 1979 wurde zwei neue Hundelaufanlagen installert.Die Kosten dafür mußte das Bezirksamt, damals „Rat des Stadtbezirks“ tragen.
Als am 9.November 1989 die Mauer fiel, bekamen die „Gleimviertler“ ihren Platz wieder zurück. 1990 beschloß die Bezirksversammlung die Errichtung eines Mauerparks und Kinderbauerhofs auf dem Gelände der ehemaligen Grenzanlagen.
Im Zuge der Olympiabewerbung Berlins wurde auch der Falkplatz in die Planungen und Wettbewerbsentwürfe mit aufgenommen.
Wie die Geschichte weitergeht, wird im nächsten Beitrag thematisiert.

das Gleimviertel – ein Update 2.0.6.

Das Gleimviertel

Falkplatz III und Mauerpark in der Gegenwart

Lange Zeit hatte sich Berlin eingebildet, treu dem Satz Ernst Reuters „Völker der Welt schaut auf diese Stadt“ aus der jahrzehntelangen Teilung, sportpolitisches Kapital zu schlagen und die Olympischen Spiele im Jahre 2000 nach Berlin zu holen.
Doch das Olympische Komitee handelte schon damals, wie heute verstärkt, nach fiskalischen und geopolitischen Interessen und vergab die Spiele nach Sydney/Australien.
Das konnte Berlin 1990, dem Zeitpunkt der Bewerbung, noch nicht wissen. Aus dem Architekturwettbewerb, der ausgelobt wurde und eine Umgestaltung des Jahn-Sportparks, einschließlich des Falkplatzes und den Bau einer Boxsporthalle vor sah, ging 1992 ein Entwurf von Prof. Lange aus Hamburg hervor. Hier meldete sich erstmals eine Bügerinitiative zu Wort, die eine möglichst große Schonung des Falkplatzes einforderte und eine Umfunktionierung des Platzes als Vorplatz der späteren Max-Schmeling-Halle als bloßen betonierten Platz ablehnte.
Aus dieser Bewegung und aus Sorge um den Erhalt der bestehenden Einwohnerstruktur, ging der Bürgerverein Gleimviertel“ hervor, der sich seit dieser Zeit für bürgernahes Leben, mehr Stadtgrün, eine moderne Schulpolitik und gegen  Gentrifizierung einsetz.
Was ist seit dieser Zeit Neues passiert. Sind die alten Fragen und Probleme teilweise oder endgültig gelöst? Wie ist der heutige Stand?

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Die Max-Schmeling-Halle wurde gebaut. Befürchtungen der Anwohner wegen der Verkehrsströme und dem Lärm, haben sich wohl relativiert. Der Mauerpark wurde in Teilen gestaltet, der Moritzhof erbaut und erfolgreich verteidigt.
Die Diskussionen der letzten Jahre, mit Schwerpunkt Mauerpark, Stadtgrün, Vekehrssituation kann man der Website des „Bürgervereins Gleimviertel“ oder den Publikationen und Internetaktivitäten anderer Akteure und Betroffener entnehmen.
Die Probleme des Mauerparks sind seit den frühen 90-er Jahren hinsichtlich seiner Gesamtsituation nicht gelöst. Aber es gab Fortschritte durch die Einrichtung eines „Amphitheaters“, seit einigen Jahren die KaraokeszeneBerlins, durch Baumbepflanzungen, durch die Möglichkeit Basketball zu spielen  und durch eine Neugestaltung des Falkplatzes an einigen Ecken.

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Seit dem Ende der Bügerwerkstatt im März dieses Jahres gibt es ein politisches Patt, und alle warten auf den Ausgang der politischen Neuausrichtung sowohl in den BVV Pankow und Mitte sowie des Senats. Es ist kaum zu erwarten, dass vor Ende dieses Jahres Beschlüsse fallen. Das hat wohl „gute Tradition“. Immerhin waren sich alle politischen Bewerber, die sich am 15. September den Bewohnern des Gleimviertels als ihre Direktkandidaten vorstellten, einig, dass der Mauerpark bedingungslos, also ohne Randbebauung fertiggestellt werden sollte. Am Gothe-Plan hielt lediglich die SPD fest. Immerhin haben es 2 Kandidaten bis in den Senat geschafft, Philipp Magalski von den Piraten und  Andreas Otto von den Grünen.
Am 26.10. 2011 konstituiert sich die BVV Pankow neu – wir werden abwarten.

weiter

HD

Das Gleimviertel – ein Update 2.0.5

Das Gleimviertel

der Falkplatz II Geschichte bis zur Gegenwart

Erst 1908 beginnt die Umgestaltung des Platzes N1, ab 1906 „Falkplatz“ genannt, als „Schmuckplatz”, weil bis dahin die OHG Simon&Bloch, die das Areal ein Jahr zuvor gewinnbringend an die Stadt verkauft hatte, bis 1908 Pachtverträge mit verschiedenen Pächtern besaß.

Sein weiteres Schicksal ist ein typisches Stück berliner Geschichte zwischen 2 Weltkriegen, der Teilung der Stadt, dem Mauerbau und der Wiedervereinigung.

Es soll hier nicht wiederholt werden, was schon ausführlich und und mit wissenschaftlicher Kompetenz in Buch und Schriftform vorliegt.*

Deshalb hier nur ein kurzer Abriss zur Einstimmung auf das

Update 2.0.6.“Falkplatz III und Mauerpark  in der Gegenwart“.

Seit seiner Fertigstellung als “Schmuckplatz” mit abgezirkelten Wegen und Blumenrabatten, mit einer Steintreppe aus Strieganer Granit – aber auch mit einem Planschbecken und Buddelkästen für Kinder, diente er rund 50 Jahre lang den Anwohnern als urbaner Raum, der sehr gerne angenommen wurde, wie Zeitzeugen zu berichten wußten.

Dann begann das Naziregim den 2.Weltkrieg und 1945 war nichts mehr wie vorher. Am Ende der Schlacht um Berlin durchzogen Splittergräben den Platz. Ein Feuerlöschteich gegen Brandbomben, diente, nach Ausfall der Wasserversorgung, als Trinkwasserreservoir mit zweifelhafter Qualität. Auf dem Exer und auf dem Kohlenplatz Sonneburger/Ecke Gleimstrasse standen Flakbatterien. Das Gebiet war „HKL“, Hauptkampflinie geworden, mit den entprechenden Folgen für Mensch und Stadt. Auf dem Gelände des „Kohlenplatzes“ ging ein Munitionsdepot der SS in die Luft – heute ist es Teil der Kita „die Gleimstrolche“.

Auf dem Falkplatz wurden in langen Reihen die toten Russen und Deutschen zwecks Identifikation aufgebahrt und an gleicher Stelle provisorisch beerdigt – ein trauriger Tiefpunkt des Platzes als Friedhof.

Da es im Nachkriegberlin kaum ewas zu essen gab, besannen sich die Anwohner einer alten Tradition des Areals und bauten wieder etwas Essbares an; die Laubenpieper waren zurück!

Anfang der 50-er Jahre bereitete sich Ostberlin auf die III.Weltfestspiele der Jugend und Studenten vor. Im Rahmen des NAW, des “Nationalen Aufbauwerks“ wurde unter mehr oder weniger freiwilliger Hilfe der Berliner, also ohne Bezahlung, der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark erbaut und in diesem Rahmen der Falkplatz wieder begrünt.

Am 17.Juni 1953 standen erneut sowjetische Panzer vor dem Gleimtunnel.

1956 begann die 2.Ausbauphase, in der auch dasPlanschbecken“ mit der „wasserspeienden Robbe“ und einer Rutsche und einem Kinderspielplatz wieder entstanden. Allerdings gab es auch Proteste der Anwohner, da sich die Baumaßnahmen ewig hinzogen.

Doch schon 1961 war Schluss mit einer unbeschwerten Benutzung. Die Wächter kamen wieder, nur trugen sie jetzt Uniform und hatten Maschinenpistolen, sie hießen jetzt „Grenzer“.

Der Gleimtunnel wurde zugemauert, ein Postenturm am Falkplatz errichtet. “Die Böschung des Stadions wurde abgeholzt und der Falkplatz erhielt drei Meter von der Bordsteinkannte an der Schwedter Sraße einen Stacheldrahtzaun. Die Bäume bis zur ersten großen Baumreihe wurden gefällt. Das war auch das Ende der Treppe aus Strieganer Granit.“*

1963 fanden weitere Verschärfungen statt. Die Schwedter Strasse wurde durch einen Sperrgraben ersetzt, der Falkplatz mit Panzersperren aus Bahnschienen „verziert“. Auch Hunde durften wieder laufen, allerdings als Wachhunde in einer Zwingeranlage, die von der Gleimstrasse bis zum Stadion reichte. Es wurde eine Passagierscheinregelung eingeführt, die  alle Häuser bis 100 Meter zur Grenze betraf. 1979 wurde zwei neue Hundelaufanlagen installiert.Die Kosten dafür mußte das Bezirksamt, damals „Rat des Stadtbezirks“ tragen.

Als am 9.November 1989 die Mauer fiel, bekamen die „Gleimviertler“ ihren Platz wieder zurück. 1990 beschloß die Bezirksversammlung die Errichtung eines Mauerparks und Kinderbauerhofs auf dem Gelände der ehemaligen Grenzanlagen.

Im Zuge der Olympiabewerbung Berlins wurde auch der Falkplatz in die Planungen und Wettbewerbsentwürfe mit aufgenommen.

Wie die Geschichte weitergeht, wird im nächsten Beitrag thematisiert.

HD

*zitiert aus:” Grenzgänger.Wunderheiler.Pflastersteine.Die Geschichte der Gleimstraße in Berlin”. BasisDruck-Verlag GmbH, ISBN 3-86163-091-5

Das Gleimviertel – ein Update 2.0.4

Das Gleimviertel

wohnen und leben heute

Steht eine „Location“ erst mal in den internationalen Reiseführern, wie der Mauerpark und die Gleimstrasse, so kann sich im Zeitalter von „Billigfliegern“, wo ein Flug nach Berlin schon mal unter 50 Euro kostet, der Charakter einer Strasse oder eines Kiezes rasch ändern.
So ist nicht verwunderlich, dass sich im unteren Teil der Gleimstrasse, zwischen U-Bahn Brücke und Falkplatz Restaurant an Restaurant reiht, Tendenz zunehmend.
Was haben die Bewohner davon?
Gut, die Touris geben Geld aus, machen aber auch Lärm und Dreck. Aber der Bezirk, das Viertel, die Strasse ist „angesagt“ – das merken auch andere, Vermieter, Eigentümer, Investoren.
Die Dachgeschosse und Lücken aus dem 2.Weltkrieg werden zu Eigentumswohnungen  ausgebaut. “Priviligierte Mieter/Eigentümer“ fahren in ihren eigenen Fahrstühlen in ihre Lofts und Atelierwohnungen. Der Druck auf die Mieten wächst und sie steigen.

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So liegt gegenwärtig die durchschnittliche Nettokaltmiete im Gleimkiez laut immobilienscout 24, südlich der Kopenhagener bis Korsörer-, Ystader-, Gaudystrasse und im Dreieck Cantian-, Milastrasse und Schönhauser Allee  zwischen 6,6 bis 8,0 Euro Nettokalt pro qm.
Der verbliebene Teil des Gleimviertels nördlich der Kopenhagener und am Falkplatz wird mit 8,1 bis 10,0 Euro bewertet. Die Website weist eine Mietsteigerungen von 2009 zu 2010  um 10 bis 20% aus.
Dem gegenüber sind Mieten nördlich des Gleimtunnels, im Wedding ,von 4,1 bis 5,5 Euro pro qm deutlich günstiger.
Inzwischen sind nur noch bei drei Häuser in der gesamten Gleimstrasse die Fassaden unrenoviert.
Bauarbeiten gibt es im Gleimviertel gegenwärtig an der Ecke Rhinower Strasse/Gleimstrasse, , in der Schwedter Strasse , der Kopenhagener-und der Korsörerstrasse.
Das Bild des Kiezes in der letzten Dekade mitverändert,  hat der Bau der Max-Schmeling-Halle und die Umgestaltung des Mauerparks. Der Falkplatz ist wieder kleiner geworden. Der bei Kindern beliebte Rodelberg an der Stelle der „Mehrzweckhalle“ existiert nicht mehr. Dafür gibt es einen schönen Kinderspielplatz und eine Robbenskulptur, die an der Stelle des früheren Planschbecken steht. Selbiges, sowie die zwei Buddelkästen für Kinder, an die sich einige noch erinnern, sind nicht mehr da.

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Es ist sicher zeitgemäß und heute selbstverständlich, das Falkplatz und Mauerpark Teile des öffentlichen Raumes sind und von allen genutzt und „benutzt“ werden können.

Die Zeiten, als ein Aufseher, wie in den 20-er und 30-er Jahren, die Kinder vom Rasen trieb und  seinen Knüppel schwang, und der Falkplatz ein „Schmuckplatz“ war, sind endgültig vorbei.

Das könnte sich die Stadt auch nicht mehr leisten.

HD

Das Gleimviertel – ein Update 2.0.3

Das Gleimviertel

Falkplatz I, Geschichte wiederholt sich – oder nicht?

Ein Beitrag aus historischer Sicht zum Mauerpark

Als die OHG Simon&Bloch 1904 den südlichen, etwa 5 Hektar großen Teil des Platzes N an die Stadt verkaufte, konnte sie sich die Hände reiben, sie hatte ein Schnäppchen gemacht!
Bis dahin hatte sie sich,  durch die Parzellierung und Verpachtung, des ihnen gehörigen Geländes, rings um den Platz N,  sowieso schon ein beträchtliches Vermögen verdient.
Allerdings warf ein städtischer Platz, wie im Bebauungsplan vorgesehen, dummerweise keine Rendite ab. Deshalb feilschten Simon&Bloch mehrere Jahre mit der Stadt. Solange wurde das Gelände eben verpachtet, wenn auch ohne Gewinn. Um wenigstens einen Teil gewinnbringend zu vermarkten, bot die Offene Handelgesellschaft der Stadt an, ca 2/3 des Patzes in öffentliche Hand zu geben. Die Stadt ging darauf ein – Rest siehe oben.

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So wurde der Platz N eben der Platz N1 “Falkplatz”, seiner Fläche um mindestens 1/3 beraubt, zugunsten privater Spekulanten und ihrer Gewinne.
Zu fragen ist, ob sich Ähnliches nicht heute wiederholt?
Es geht um den Mauerpark und um die Verwertung eines Teils durch die Vivico.

Der historische Kompromiss von 1904 ähnelt irgendwie dem Vorschlag des Stadtradts Gothe und der Bürgerwerkstatt.
Muss man sich immer über den Tisch ziehen lassen, gibt es keine Lehren aus der Geschichte?

P.S. Übrigens ging die OHG Simon&Bloch nach dem erfogreichen Deal in Liquidation. Die Vivico ist  seit 2007  an die CA Immo AG Wien für 1.03 Mrd Euro verkauft worden.

HD

Das Gleimviertel – ein Update 2.0.2

Das Gleimviertel

Der „Exer“ – Geschichte, die Geschichten schrieb!

Es ist heute wenig bekannt, dass die Geschichte von Herta BSC eng mit dem Gleimviertel verbunden ist. Sie ist auch ein gutes Beispiel für Gemeinsames zwischen dem Wedding und Prenzlauer Berg ,das, zuerst durch den Bau des Bahndamms der Nordbahn 1877, und fast ein Jahrhundert später, 1961, durch die Errichtung der brutalen „Berliner Mauer“, mehr und mehr verlorenging.
Es waren Berliner Jungs aus der Stralsunderstraße im Wedding, dem alten Arbeiterbezirk aus dem Nord-Osten, die 1892 den Fußsballverein Herta BSC 1892 gründeten.
Ihre erste Spielstätte war der „Exer“, das Gelände, dass seit 1925 vom Kaiserlichen Alexanderregiment zum Exerzieren genutz wurde, in den 90-er Jahren des 19.Jahrhunderts aber eine Umwidmung zur Erholungs- und Sportstätte erfuhr.Erst 1904 wurde der Umzug nach Wedding vollzogen.

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Ironischerweise  wurde dieses, ab den 50-er Jahren mehrfach zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark umgebaute Areal, in den 80-er Jahren ausgerechnet vom BFC Dynamo, 10-facher Meister der „DDR-Oberliga“, und Vorzeigeclub von Erich Mielke, Chef der Stasi, bei Spielen als Sportstätte genutzt.
Der Verfasser war zugegen, als besagter Fussballclub, trotz überragener Spieler, wie Thomas Doll, Andreas Thom und Rainer Ernst, alles spätere „gesamtdeutsche Nationalspieler“, 1985/86 im Europapokal der Landesmeister gegen Austria Wien von Toni Poster im Alleingang erledigt wurde und 0:2 verlor.
Heute vollzieht sich hier auch nicht immer Rühmliches.
Bekannt sind die Krawalle, wenn hier der heutige BFC Dynamo, mittlerweile in der Oberliga Nordost beheimatet, im Rahmen von Pokalwettbewerben auf  lokale oder nationale Konkurrenz trifft.
Trauriger Höhepunkt war das DFB Pokalspiel im Sommer dieses Jahres zwischen dem BFC und dem 1. FC Kaiserslautern, als BFC-Anhänger, nach dem 0:3 verlorenen Spiel, den Gästeblock stürmten und auf die „gegnerischen Fans“ einprügelten.
Auch über den „Exer“, dem früheren „Platz an der einsamen Pappel“ gab es in der Historie nicht nur Positives zu vermelden. So erschoss sich dort 1897 der Kaufmannslehrling W. aus der Bernauerstraße beim Schiebenschießen aus versehen.
Von den Polizeirevieren eher gemieden, sprach sich die Gegend bei den „Gestrandeten“ und „Neuankömmlingen“, der rasch wachsenden Stadt, schnell herum.
Es ist ein „Dorado für Vogelfänger, Obdachlose, Liebespaare und Selbstmörder“, weiß die „Quelle“, die Ortszeitung seiner Zeit, zu berichten.
So heißt es beipielsweise am 14.Oktober 1893:
„Eine umfangreiche Razzia hat in der vergangenen Nacht im Norden und Nordwesten Berlins stattgefunden. Besonders abgesucht wurden die Terrains an der Schönhauser Allee und die Umgebung am Exerzierplatz zur einsamen Pappel. Außer einigen nachtwandelnden harmlosen Liebespärchen, die sich über ihre Personalien ausweisen konnten, wurden 5 von den Behörden längst wegen Begleichung eines Strafkontos gesuchte Subjekte erwischt, darunter auch ein wilder Mann, welcher erst kurz aus einer Heilanstalt entflohen ist.“*
Bei der nächsten Razzia wurde neben einer Bande von Feldfrüchtedieben auch ein flüchtiger Vereinskassierer aus Breslau gefasst, der mit der Vereinskasse von 300 RM durchgebrannt war.

Zu denken geben muss auch das Schicksal des Schlossermeisters B, der sich am 8.Dezember 1894 auf dem „Exer“ erschoss. Der Mann hatte bei Schwindelbauten ein kleines Vermögen verdient, sich dann aber verspekuliert.„Verluste an Schwindelbauten waren um diese Zeit nicht selten. Mit der Bebauung dieses Viertels trieb die Spekulation Blüten.“*.Für die Terraingesellschaften war es ein risikoloses Geschäft.Sie verkauften den Handwerksmeistern die Grundstücke, die diese bebauten.Konnten die Häuser nicht gewinnbringend verkauft werden waren sie pleite.

HD

*Zitiert aus: „Grenzgänger.Wunderheiler.Pflastersteine.Die Geschichte der Gleimstraße in Berlin”, BasisDruck Verlag GmbH, ISBN 3-86163-091-5

AntonTschechow

8. Oktober 2011
17:00bis19:00

Theaterstück in einem Akt

in russischer Sprache

A.P. Tschechow (1860–1904) gehört zu den meistgeschätzten Dramatikern der Welt. Seine Stücke „Kirschgarten“, „Drei Schwestern“, „Onkel Wanja“ findet man im Repertoire vieler Theater. Aber in seiner Heimat ist er nicht nur durch diese „ernsten“ Dramen bekannt, sondern auch durch kleine Komödien, deren Genre er selbst als „Scherz in einem Akt“ kennzeichnet. Zu ihnen zählen „Der Bär“ und „Heiratsantrag“.

In diesen vom Umfang her bescheidenen Stücken offenbart sich das Wesen des Tschechowschen Schaffens. Hinter der Fassade scherzhaften Treibens errät man den Traum vom Glück, den Wunsch, der Einsamkeit zu entfliehen, die Hoffnung, innere Qualen zu überwinden, die aus mangelndem Verständnis der Menschen füreinander entstehen. Und ist heute die Lebenswirklichkeit auch eine andere als zu Tschechows Zeiten, so wirken doch die kleinen scherzhaften Stücke noch immer frisch und anziehend, weil wir uns in ihren Charakteren wiedererkennen, ihr wohlwollender Humor uns besticht und es um ein ewiges Thema geht – die Liebe.

Die Rollen werden gespielt von:

W. Strunkow, E. Meller, A. Gitin, W. Gitina, M. Milmeyster

Regisseur: M. Milmeyster

In den Stücken wird Musik von A. Joys, H. Rosas , F. Mendelssohn-Bartholdy und O. Strok gespielt.

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А. П. Чехов(1860–1904) – один из самых почитаемых в мире драматургов. Его пьесы «Вишневый сад», «Три сестры», «Дядя Ваня» входят в репертуар множества театров. Но у себя на родине он известен не только этими «серьезными» драматическими произведениями, но и небольшими комедийными пьесами, жанр которых он определял просто: «шутка в одном действии». К их числу относятся «Медведь» и «Предложение».

В этих скромных по объему пьесах отразились главные качества Чехова-писателя. За фасадом веселья угадывается мечта о счастье, желание уйти от одиночества, терзания из-за отсутствия взаимопонимания между людьми. И пусть жизненные реалии с чеховских времен изменились – его, казалось бы, шуточные пьесы выгладят свежо и привлекательно и сейчас – благодаря узнаваемости характеров, доброму юмору и вечной теме любви.

Роли исполняют:

В. Струнков, Е. Меллер, А. Гитин, В. Гитина, М. Мильмейстер

Режиссер – М. Мильмейстер

В спектакле использована музыка А. Джойса, Х. Росаса, О. Строка, Ф. Мендельсона.

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