Die satanischen Verse des Mauerparks

In Sure 53, Vers 19f des Korans verläßt angeblich der Religionstifter des Islams unter dem Druck seines Stammes, der Koreisch, kurzzeitig seinen monotheistischen Alleinstellungsanspruch, um im Schrein des schwarzen Steins der Kaaba neben einem Gott, weitere drei weibliche Untergottheiten („die erhabenen Kraniche“) aus der vorislamischen Zeit zuzulassen, deren „Vergötterung“ für den Stamm eine Geldquelle durch die Pilger war.

Das hat er dann umgehend berichtigt, indem er aufschreiben lies: Diese Verse hätte ihm der Satan eingeflüstert. Irgendwie haben es die Verse in die historische Überlieferung geschafft ( Al-Tabari) und ein Schriftsteller hat dies zum Thema eines zu Recht umstrittenen Romanes gemacht.

Welcher Satan dem Senat und dem Stadtbezirk Mitte den „Mauerparkvertrag“ eingeflüstert hat, bleibt noch ein offenes Geheimnis. Ein Widerruf ist derzeit leider nicht zu erwarten. Aber vielleicht ist es auch nur Bequemlichkeit der Behörden, wenn der Investor die Bebauungspläne selber schreibt. Leider leisten dem diverse Novellierungen der Baugesetzgebung seit 1990 erheblichen Vorschub.

Fakt ist: Die Vergötterung vermeintlicher Investoren in Berlin durch Verantwortungsträger im Senat nimmt langsam quasi religiöse Züge an. Der neue monotheistische Gott heißt: Das Land Berlin braucht neue Wohnungen. Dagegen will ja keiner etwas einwenden. Aber wo, unter welchen Bedingungen und mit welchen Zielen, mit welchen Wirkungen für die Umwelt und für die Geschichte der Stadt,  und zu welchen Mietpreisen gebaut wird – darüber möchten die Bürger Bescheid wissen.

Im Falle Mauerpark wird getäuscht, getrickst und gemauert, wie auch auf anderen Großbaustellen in Berlin.

Das hat der Religionstifter den Berliner Entscheidern voraus. Er hat seine teuflischen Einflüsterer besiegt und sich nicht beugen lassen. Dafür mußte er Mekka verlassen und von Medina aus die Revolution organisieren. Davon ist Berlin weit entfernt – zeitlich und inhaltlich. Auch von Potsdam ist nichts zu erwarten und Medina ist weit weg.

Hartmut Dold

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Der Mauerparkvertrag – eine historische Replik
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