Kurzer Bericht von der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses Mitte am 06.03.2013

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Warum der Ausschußvorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses Mitte, Frank Bertermann(GRÜNE), auch die Bürgerinitiativen eingeladen hatte, bleibt sein Geheimnis.

Hatt er doch am Ende der halben Stunde zum TOP Mauerpark erklärt, es gehe lediglich um eine Unterrichtung der Mitglieder des Ausschusses durch einen Vertreter der Groth-Gruppe bzw. durch Klaus Groth selbst.

Dem entsprechen wurde den Initiativen nur eine Redezeit von 2 mal 5 Minuten eingeräumt, die von R.Funken und R.Krüger genutzt wurde. Auch A.Puell von den „Freunden des Mauerparks“ durfte noch drei Sätze sagen, weil gemurrt wurde.

Klaus Groth selbst konnte nicht sprechen. Es hatte ihm die Stimme verschlagen. Das lag aber nicht am „Gegenwind“ der ihm entgegenschlug. Er hat’s mal versucht, aber die Stimme war wirklich weg.

Auf die Vorstellung der Groth Pläne einzugehen lohnt nicht. Sie waren aus der Pressekonferenz letzter Woche bereits bekannt und sind hinlänglich medial aufbereitet worden. Interessanter war es schon, Klaus Groth leibhaftig kennenzulernen. Eigentlich wirkte er wie ein freundlicher weiß-grau melierter älterer Herr mit dem man gerne einen Kaffe oder Tee trinken würde. Wenn da nicht seine Pläne wären! Und seine Geschichte als „Baulöwe“.

Für den Beobachter waren schlußendlich folgende Dinge intereressant:

„Weltbürgerparkstiftung“, „Bürgerwerkstatt“ und „Freunde des Mauerparks“ waren sich seit langem mal wieder einig in der Ablehnung der Pläne.

Das fiel sogar S.Diedrich von der Linksfraktion auf, der das mit der Bemerkung quittierte: „Jetzt spricht die Bürgerbewegung  wieder mit einer Stimme“.

Neue Argumente konnten in der Kürze der Zeit kaum vorgebracht werden. Allerdings wurden Fragen nach Plänen zu einer „Safty Ärea“ oder „Gated Community“ vorgebracht, über die wir bereits berichtet haben.

H.Funken hat man schon argumentativ stärker und engagierter gesehen. Aber es war wohl nicht das richtige Podium.

R.Krüger wirkte wie ein enttäuschter Liebhaber, der von seiner Freundin verlassen wurde. Argumentativ war er stärker. Er sprach für die Menschen des Brunnenviertels, und gegen die Bebauungspläne, sollten sie denn verwirklicht werden, nicht zu einer „sozialen Durchmischung sondern zu einer Entmischung“ führen würden.

Leider konnte wir unsere Frage nach dem historischen Hintergrund des Baugebiets und der sich daraus ergebenden Verantwortung an den Investor nicht stellen, weil nicht angemeldet. So ist das eben in der gelenkten Demokratie mit ihren Geschäftsordungsvorschriften.

Ach ja – faßt hätten wir’s vergessen. Die BVV Mitte  habe eine öffentliche Veranstaltung zum Mauerpark beschlossen, so Frank Bertermann.

Hoffentlich findet die vor Abschluß des Bebauungsplanverfahrens statt. Da drücken Bezirksamt Mitte und Senat nämlich mächtig auf’s Gas.

Hartmut Dold

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Ein Termin, den man sich schenken konnte!
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