Es ist nie zu spät den richtigen Weg einzuschlagen!

Vorbemerkung:

Politik ist oft die Kunst kleiner Kompromisse und des sich Herabbegebens der Handelnden auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Politik ist aber auch von Machtwillen und politischen und ökonomischen Interessen geprägt.

Erkennt man seine Ohnmacht diesen Mächten gegenüber rechtzeitig, muß man gegensteuern und sich einer dritten Macht bedienen: Der Presse, der Medien, dem Internet und der Mobilisierung der Öffentlichkeit. Das kann auch zu Erfolg führen, muß aber nicht immer und unbedingt.

Hilferuf – angenommen?

Die „Bürgerwerkstatt“ ist aus dem Planungsverfahren der Groth-Gruppe ausgestiegen und ruft zur Mobilisierung Gleichgesinnter auf. Angeschlagen und spät, aber nicht zu spät! Sie wird sich an Taten messen lassen müssen. Das gilt auch für alle „Fundamentalkritiker“ der Bebauung des Mauerparks. Bewegt haben sie bisher auch nichts.

Das gemeinsame Ziel eint doch eigentlich alle. Und die Wurzeln liegen im Bürgerverein Gleimviertel. Geplant ist ein gemeinsames(?) Treffen am Montag, den 18.02. um 20 Uhr im Café Niesen Schwedter Straße 78 gegenüber dem Kinderbauernhof.

Auch auf der Mitgliederversammlung des Bürgervereins am 7. März wird darüber zu reden sein.

Hinweis von politischer Brisanz

Aber noch wichtiger ist, die große Politik im Auge zu behalten. Die SPD -Spitze hat vor, alle Bauplanverfahren über 500 Wohnungseinheiten von den Bezirken weg an den Senat zu delegieren. Ein bezirkliches B-Planverfahren, dass öffentlich ausgelegt werden muß, ist dann nicht mehr nötig.
Die CDU wird dem bestimmt begeistert zustimmen. Hier muß man wachsam sein und bleiben!

Denn, dann nützen alle Grabenkämpfe und Eitelkeiten nichts mehr!

Skizze Groth Gruppe

P.S. Bisher war von einem Abstand zum Kinderbauerhof von 25 Metern die Rede. Folgt man der entsprechenden Skizze, können höchstens 5-7 Meter zur Pankower Bezirksgrenze erkannt werden.

Vorsichtshalber wurde ja schon angeboten mit dem Kinderbauernhof zu „kooperieren“. Also  eine Umsetzung in’s Nirwana  gegen Geld.

Hat Klaus Groth aber vergesssen: Das Gelände gehört Pankow  und ist auch aus Spenden und Zertifikaten der Bürger finanziert.

Pech gehabt!

Hartmut Dold

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Der richtige Weg

Ein Gedanke zu „Der richtige Weg

  • 18. Februar 2013 um 02:23
    Permalink

    Der Wunsch, dass Alle, welche eine Bebauung des MauerParks ablehnen, letztlich an einem Strang ziehen – diesen Wunsch hege ich auch.
    Allerdings ist Vertrauen verlorgen geagngen. Wir leben in einer Zeit, wo die (an sich verschuldete) Stadt bzw. die Öffentliche Hand gern InfraStrukturMaßnahhmen in Auftrag gibt; BauFirmen, LandschaftsGärtner, Architekten und nicht zuletzt noch dieser oder jener Gutachter sichern sich dadurch Arbeit und/oder Gewinne.
    Aber Jede(r) weiß, eine einmal bebaute Fläche wird nicht wieder frei (es sei denn, durch LuftAngriffe). Deswegen ist es nicht ‚radikal… und auch keine ‚FundamentalKritik, wenn man jegliche Bebauung… und insbesondere die eines möglichen Parks… verhindern möchte. Grüne unbebaute Flächen erhöhen den WohnWert in einer Stadt, ich (als nachfolgende Generation) bin früheren Generationen dankbar, für jede unbebaute Lücke, in welcher etwas Natur wachsen konnte. Kaum etwas weiß ich so gewiß: Jede nachfolgende Generation wird uns verfluchen, wenn wir es zuließen, dass der MauerPark bebaut wird.
    Diejenigen, welche eine TeilBebauung akzeptieren wollten, um Schlimmeres zu verhindern, wurden getäuscht… und sie werden für die Zukunft nicht ausschließen können, weiterhin getäuscht zu werden.
    Schade und traurig ist es, dass die SPD diese idiotische = altmodische InfraStrukturPolitik betreibt. Der MauerPark wird deutschlandweit, wird europaweit, wird weltweit genutzt, geliebt und beobachtet. Wenn die SPD die Bebauung des MauerParks durchsetzt, dann wird sie langfristig ebenso ihre Wähler verlieren, wie damls durch die Hartz_IV_Gesetzgebung – und zwar zurecht! Allein daran kann man die Verhältnismäßigkeit sehen. Nur dafür, dass ein paar Hanseln ihre Geschäfte machen können, riskiert es diese große VolksPartei auf Jahrzehnte ihren Ruf als bürgernahe Partei endgültig zu verlieren. Ich glaube, selbst CDU_Urgestein Eberhard Diepgen würde den MauerPark nicht bebauen.
    Dennoch: Was ich hier schreibe, ist nicht g e g e n irgend jemanden geschrieben, weder gegen die SPD noch gegen Diejenigen, welche gern eine ‚kleine, schicke‘ Bebauung hätten. Es ist nichts weiter, als der Versuch, die Gegenwart aus der Perspektive der Zukunft zu beleuchten. Jede(r), der sich gegen eine Bebauung eingesetzt hat… oder darauf verzichtete wird sich dafür auch noch in 50 Jahren in den Spiegel schauen können – (wenigstens dafür).
    Und Jene, welche die Bebauung wollen (selbst wenn sie ‚klein‘ anfängt, wird sie unaufhörlich weitergehen)…jene werden sich damit abfinden müssen, dass sie in der Stadt irgendwann als ‚Unerwünschte Personen‘ gelten könnten.
    Mich persönlich erschreckt die Kurzfristigkeit im politischen Denken, mir wäre es lieber, wir würden uns vertragen… und auf eine Bebauung vollständig verzichten.

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