Die Groth-Gruppe stellt ihre Pläne vor

Wer dreht am kleinem Rad, wer am Großen? Die „Bürgerwerkstatt und alle, die sich eingebildet hatten, Einfluß nehmen zu können, wenn die Dreher am Großen Rad ernst machen und wenn es um kalte Unternehmerinteressen und Millionen Gewinne geht, mußten klein beigeben.

Aber hatten sie sich nicht schon vorher freiwillig davon verabschiedet in die Planung der Nordbebauung des Mauerparks einbezogen zu werden? Es war doch eh schon allen klar, dass die „Bürgerwerkstatt“ nur Feigenblattfunktion hatte.

Nun ist der Kaiser nackt und schämt sich. Weil er keine Kleider mehr hat protestiert er  und zieht sich von den Bebauungsplänen zurück, um von seiner Blöße abzulenken. Geschenkt!

Am 15.02.2013 hat die Groth-Gruppe ihre Pläne für die Bebauung des Nordfeldes des Mauerparks im Bezirksamt Wedding vorgestellt. Es sollen 520 bis 530 Wohnungen mit einer Brutogeschoßfläche von 54.000  Quadratmetern entstehen.

Das ist der Plan. In der Realität dürfen’s auch gerne einige Wohneinheiten mehr sein. Wer zählt nach?.

Die Durchschnittsmiete soll bei neun Euro Netto-kalt liegen, der Kaufpreis bei mindestens 3.500 Euro pro Quadratmeter.
„Je die Hälfte der Wohnungen sind als Mietwohnungen an der Nord- bzw. Eigentumswohnungen an der Südseite des neuen Stadtquartiers vorgesehen.“

Ende 2017 soll das neue Quartier stehen.

Jetzt kommen wir zum Thema soziale Durchmischung.

Wohnungsgesellschaften und Baugruppen, genossenschaftliche Wohnungen. So hatten die SPD-Abgeordneten in der BVV-Mitte im Juli vergangenen Jahres  ihre Befürwortung des Projekkts begründet.

Klaus Groth sagt dazu: Kein Problem , sie sind eingeladen, wenn sie vom Land Berlin die nötigen Fördermittel mitbringen. Dreh- und Angelpunkt sei aber die öffentliche Förderung. „Ohne die geht es nicht.“

Da kennt er sich aus! Das ist sein Geschäftsmodel! Die zuständige Investitionsbank  Berlin-Brandenburg wurde schon genannt. Ermitteln da nicht gerade Staatsanwälte wegen Subventionsbetrug in einem anderen Fall?

Was sieht der Plan der Groth-Gruppe noch vor?

Zum Beispiel  ein Heranrücken an den Kinderbauernhof auf 25 Meter. Damit ist die Idee vom „Grünen Band“ obsolet.

Erschlossen werden soll das neue Wohnquartier allein über die Gleimstraße. „Sie werde auf sechs Meter Fahrspur und zwei Fußwege ausgeweitet und eine Ampel soll die Zufahrt regeln. Mehr Verkehr entstünde nicht, so Klaus Groth

„Das neue Wohnquartier wird für den Fahrzeugverkehr ausschließlich über eine neue Straße von der Gleimstraße erschlossen.“ Für Radfahrer und Fußgänger soll es einen Aufzug geben. „Die Unterhaltung und Pflege des Quartiers erfolgt durch eine gemeinsame Dachgesellschaft, an der alle künftigen Eigentümer beteiligt werden. Dadurch wird nachhaltig die Qualität der Gesamtanlage gesichert.“

Träum weiter Klaus Groth mit samt Deiner Gruppe. Das kann so nicht ernst gemeint sein! Ist es wohl auch nicht, oder?

Hartmut Dold

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Das Große und das kleine Rad

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