Aber der Reihe nach:

Moderiert wurde die Veranstaltung von den bereits aus 2011 bekannten „Mediatoren“ Seebauer und Voskamp.
Nach dem Motto „mach Du mal, nein Du“, irgendwie bekannt aus einschlägigen Fernsehsendungen“, wurde in die Veranstaltung eingeführt.

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Hauptredner war Hans Göhler von der Grün Berlin GmbH, einer landeseigenen Gesellschaft, die vom Senat den Auftrag bekommen hat, die 2 ha südlich des Gleimtunnels zu entwickeln und dafür landeseigene Mittel bereitgestellt bekommt. Ein Untertitel ist davon die Bürgerwerkstatt mit Mediatorenverfahren.

Für die infrage stehenden Flächen läge noch kein Gesamtkonzept vor. Im ersten Schritt gehe es um eine Zwischenutzung der „grünen“ Fläche, und um “verhältnismäßig einfache Maßnahmen“ für die, solange der Investor im Norden noch kein Baurecht habe und eine Rückabwicklung nicht ausgeschlossen werden könne, „erst mal nicht so viele Mittel bereit“ stünden –  so Göhler. Als Termin wurde der Juli dieses Jahres genannt. Man darf gespannt sein.

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In der sich anschließenden Frage-und Meinungsäußerungsrunde wurde klar, dass viel Verwirrung herrscht, zu der Vetreter des Bezirksamts Mitte und vom Senat letzlich nichts Erhellendes beitragen konnten. Selbst um die Nennung des Namens des Investors im Norden wurde gerungen.

Klar wurde:

1. Konkrete Termine der Entwicklungsplanung sind unklar.

2. Mit den Gewerbetreibenden im Süden wurde offiziell noch nicht gesprochen.

3. Man sprach von 2 Investoren für das Gebiet südlich des Gleimtunnels. Immo AG und Berlin?

4. Unklar oder im Vagen blieb, ob es 1 oder 2 B-Planverfahren gibt. „Muß nicht das ganze Bebauungsplanverfahren überhaupt wiederholt werden, worüber können die Bürger überhaupt reden?“(Frank Bertermann)

5. Offen: Wie wird mit den Ergebnissen aus der bisherigen Bürgerbeteiligung mit über 2500 Einsprüchen umgegangen, Fallen sie unter den Tisch?

Es war die Aufgabe der „Mediatoren“ das glattzubügeln und über kritische Anmerkungen hinwegzugehen.

Zu den Fakten! Welchen Fakten?

Die Notizen wurden ausgewrungen aber es kommt höchstens folgenden heraus:

1. Die Bürgerwerkstatt beschränkt sich auf die Vorschläge für die Gestaltung der 2 ha im Süden des Gleimtunnels. Weiter, Richtung Bernauer Straße, darf sie Vorschläge machen, die mit dem Planungsbüro von Prof. Lange abgestimmt werden sollen. Den Hut auf hat aber immernoch der gegenwärtige Eigentümer, die Immo AG.

2. Es wurden Termine für die nächste Sitzung genannt, die dann aber wieder verschoben wurden. Taktgeber ist schlußendlich  die landeseigene Grün Berlin GmbH, die die Mittel verwaltet.

3. Es wurde um eine breite Teilnahme an der Bürgerwerkstatt geworben. Eine Zahl von bisher 40 Beteiligten wurde genannt, von denen ca.ein Dutzend anwesen war. (Handzeichen)

4. Fazit: „Ich würde sagen, wir müssen jetzt konsequent nach vorne schaun“ (Krüger)

Na dann schaun wir mal genau drauf!

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Immerhin durften die überraschend vielen Besucher der Veranstaltung, ca. 80 bis 90 an der Zahl, davon zwei Drittel aus dem Brunnenviertel, (es wurde durch Handaufheben nachgefragt), die „Offiziellen“ mit eingerechnet, vom Geld der Steuerzahler oder von Grün Berlin, wie man will, Mineralwasser in den Aldi-Sorten „klassik“ oder „naturell“ trinken.

Wenigstens hier wurde gespart.

Man hätte sonst auch einen trockenen Hals bekommen.

Hartmut Dold

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Infoabend der Bürgerwerkstatt – Bürgerbeteiligung als Kaffekränzchen?

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