Mauerpark ohne Bebauung fertig stellen
Einschätzung zum anstehenden Beschluss der BVV Mitte
Am 18.03.2010 wird die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Mitte voraussichtlich den Änderungsantrag von SPD und Bündnis90/Die Grünen zur Fertigstellung des Mauerparks beschließen. Der Beschluss fußt ausschließlich auf einer vage gehaltenen schriftlichen Begründung, die im Ausschuss für Stadtentwicklung der BVV Mitte von SPD und Grünen eingebracht und gemeinsam mit den Stimmen der FDP beschlossen wurde.
Die Pressemeldungen, die auf diesen Beschluss folgten, zeigen, dass die Deutungsmöglichkeiten so vielfältig sind, dass Klärungsbedarf bestand. Die im Nachgang geführten Gespräche mit den beteiligten Interessenvertretern, Partei- und Fraktionssprechern führten dazu, dass sich die Initiativen, Vereine sowie Partei- und Fraktionssprecher
über einen neuen Plan verständigten.
Dieser Plan sieht vor:
Keine Bebauung in den 1993 vom Senat als Mauerpark ausgelobten Flächen.
Im Süden an der Bernauer Straße wird in dem angrenzenden, außerhalb des Mauerparks gelegenen, Grundstückskeil dem Grundstückseigentümer Baurecht eingeräumt. Auf diesen Flächen sah auch der Lange–Plan eine Bebauung vor. Art und Masse der derzeitig aufgezeigten Baukörper sehen wir kritisch. Die Entwicklung dieses Bebauungsplans werden wir kritisch begleiten.
Die im Änderungsantrag vorgesehene Bebauung nördlich des Gleimtunnels sehen wir in der aufgezeigten Massivität sehr kritisch. Die Baumengen und die Zuwegung werden hier das Maß der Dinge sein.
Wir werden uns bei der Aufstellung des Bebauungsplans durch den Bezirk Mitte und der Änderung des Flächennutzungsplans durch den Senat, über die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung einbringen und den Parlamentariern der BVV Mitte und des Abgeordnetenhauses von Berlin mit Rat und Tat zur Seite stehen. 
Bürgerverein Gleimviertel
Pressemitteilung vom 24.02.2010
aktualisiert am 26.02.2010
Heiner Funken
Abb.: Mauerpark-Planskizze der Vertreter von Initiativen und Parteien, Februar 2010
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“So soll der neue Mauerpark aussehen” (Berliner Zeitung, 27.02.2010):
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/157149/157150.php
Nun also doch eine Bebauung nördlich des Gleimtunnels. Warum dann das ganze geschrei gegen die FdM???
Und wie hoch sollen die Bauten im Süden werden? Restaurants, Sportgeräteverleih u.ä. mit einem oder vielleicht sogar (absolut maximal) zwei Stockwerken würde ich ja noch für gut befinden, aber die wollen wahrscheinlich irgendein Hotel-Koloss dort stationieren – oder?
Ist eigentlich auch etwas wie ein kleiner See o.ä. in Planung (in dem man z.B. Modellsegelboote fahren lassen könnte)? Irgendwie fehlen mir im Prenzlberg Bäche, Flüsse und Seen :) *träum*