Vom Weihnachtsmann beschenkt?

Bereits am 20.12.2012, quasi im Weihnachtseinkaufsrausch und von den meisten Medien unbemerkt, ist der nördliche Teil des Mauerparks von der Immo AG an die Groth Gruppe verkauft worden. Nicht das erste Geschäft zwischen beiden Partner. Man kennt sich und auch die politisch Handelnden. Hoffentlich geht die Bebauung des südlichen Teils des Mauerparks ebenso forsch voran.

Wer sich schon jetzt eine bildliche Vorstellung von dem zukünftigen Neubaugebiet im nördlichen Teil des Mauerparks machen will, sollte die Webseite der Groth Gruppe besuchen. Hier finden sich unter der Rubrik Referenzen/Stadtquartiere Bilder vom Kirchsteigfeld in Potsdam, vom Wohngebiet Neu-Karow und vom Köbis Dreieck gegenüber dem Tiergarten, die erahnen lassen, wohin die architektonische Reise geht.

Klaus Groth selbst hat sich dahingegend geäußert, dass die Planung auf den, wegen seiner dichten Bebauung kritisierten, Lorentzen Entwurf zurückgeht und qualitative Verbesserungen erfolgen sollen. 150 Mio Euro werden investiert. Geplant ist, davon 600 Wohungen in 5 bis 6-geschossiger Bauweise als Eigentums- und Mietwohnungen zu bauen. Für die Mietwohnungen würden Nettokaltmieten von 7 bis 8,50 Euro angepeilt. Allerdings müßten dazu die Deckenhöhen abgesengt und auf Ausstattungsmerkmale wie Fußbodenheizung verzichtet werden. Auch der Erhalt eines „Grünen Bandes“ könnte knapp werden.

Der Investor beabsichtigt, die Bürger im Rahmen eines runden Tisches in die Planung mit einzubeziehen. Die Bürgerwerkstatt will Ende Januar zu einem Info Abend einladen zu dem auch Nichtmitgleider gebeten werden.

Bedenklich stimmt, dass die Groth Gruppe bisher vor allem im Luxusbereich unterwegs war. Beispielsweise beim Projekt Villensiedlung Arkadia, der ersten „Gated Community“, also einem Wohnpark, wo nur Berechtigte zutritt haben. Im sozialen Wohnungsbau war man allerdings auch aktiv, vor allem dann, wenn  genügend Fördermittel zu vergeben waren. Über andere Involviertheiten wurde bereits berechtigt oder unberechtigt berichtet.

Aber: Die Zukunft ist offen und öffentlich. Die Fakten müssen ja im B-Planverfahren auf den Tisch. Auch das Problem der Zuwegung über den Gleimtunnel und die Infrastrukturanbindung von der Schwedter Straße aus ist noch offen.

Man wird sehen.

Hartmut Dold

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Nördlicher Teil des Mauerparks an die Groth Gruppe verkauft

Ein Gedanke zu „Nördlicher Teil des Mauerparks an die Groth Gruppe verkauft

  • 13. Januar 2014 um 04:26
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