Sonntagsreden, Glühwein und Winterwetter

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… das Winterwetter verhinderte den symbolischen Spatenstich. So wurde lediglich ein ebenfalls symbolisches Bauschild aufgestellt, um gegenüber der Allianzstiftung zu singnalisieren „seht her es geht los, euer Geld muß nicht verfallen“. Dass die Bagger noch in diesem Jahr rollen ist nicht vorgesehen.

Auch das provisorisch geöffnete Tor von der Lortzingstraße im Wedding wird wieder bis zum Frühjahr geschlossen werden und die, den zukünftigen Weg markierenden rotweißen Stangen, werden wohl wieder entfernt. Ca. 60 Bürger wollten sich das Schauspiel antun, die meisten davon Politiker und Medienvertreter.

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Bis auf wenige Ausnahmen war man unter sich, also unter den Anhängern der Erweiterung und Bebauung des Mauerparks. Immerhin durften alle ohne Ansehen oder Einladung  vom Cateringangebot profitiieren und sich mit warmer Suppe, Glühwein und Kuchen versorgen.

Für die Sonntagsreden nach dem Motto: „nach 20 langen Jahren wird nun alles gut und neben dem erweiterten Park bekommt ihr auch noch Wohnungen geschenkt“, gab´s dann auch artigen Beifall. Das führte unter den anwesenden und vortragenden Politikern wie Müller, Gaebler und Spallek (alle SPD) zu zufriedenen Gesichtern.

Carsten Spallek nutzte die Gelegenheit, um gleich den Ton für den erweiterten Mauerpark vorzugeben: „Unter meiner Ägide wird im Park nicht gegrillt!“ Darüber müsse man sich eben mit den östlichen Nachbarn  in einer Parknutzungsordung verständigen oder streiten.

Fehlt nur noch eine Treppe aus „Strieganer Granit“, wie im Falkplatz im frühen vorigen Jahrhundert.

Natürlich haben sich auch die Herren von der „Allianzstiftung“ und der Immo AG bedankt. Ersterer weil, endlich das Geld der Stiftung seinem Verwendungszweck zugeführt werden konnte. Das ist nachzuvollziehen und verdient Respekt. Letzterer, weil die Bebauung im Nordteil  seiner Firma Millionen in die Tasche spült.

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Unvermeitlich Herr Krüger von der „Bürgerwerkstatt“. Er verwies auf seine Bedenken wegen des „grünen Bandes“, der dichten Bebauung, den Kosten für die Steuerzahler und, dass eigentlich gar nichts geschenkt würde.

Da sind aber schon andere draufgekommen!

Und selbst in der bereitwillig verteilten Presseerklärung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt(SenStadt) wird, nach dem erst erklärt wurde, die Übertragung der Grundstücke erfolge kostenfrei, ausgeführt:“ Darüber hinaus übernimmt das Land Berlin einen Teil des wirtschaftlichen Schadens, der der Eigentümerin während des langen Planungszeitraums entstanden ist. insgesamt belaufen sich die von Berlin zu zahlenden Kosten auf 6,29 Mio Euro.“

Man möchte hinzufügen vorläufig, denn Risiken und Nebenwirkungen sind nicht ausgeschlossen und dafür haftet ausschließlich Berlin.

Und was ist mit dem wirtschaftlichen Gewinn Der Immo AG?

Hartmut Dold

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Spatenstich zur Erweiterung und Bebauung des Mauerparks

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