Ein schönes Beispiel für generationsübergreifende Solidarität und Integration war die WBA-Demo am 22.September 2012.

Die Route führte vom U-Bahnhof Eberswalder Straße  bis zu ihrem Endpunkt am Neptunbrunnen vor dem „Roten Rathaus“.

Der Demonstrationszug bewegte sich entlang der Eberswalder Straße vorbei am Mauerpark.

Hier erfolgten erste Zugriffe der Polizei gegenüber einem Schirmträger, von dem sich offenbar die Polizei in ihrem Überwachungs-Video-Einsatz behindert fühlte. Für einen Normalbürger schwer verdaubar!

Es ist gut zu wissen, dass sich Senioren, türkische Mitbürger, in Wohnwagen gedrängte Jugendliche,  sozial engagierte Mitbürger, von Verdrängung bedrohte Familien und Hartz IV Empfänger  in dieser Demonstration vereint fühlten.

„Wir da unten gegen die da oben“!

Von dem alles will die Politik eigentlich nichts wissen, und sie ignoriert es auch wegen ihrer Klientel!

Jahrelang hat die Berliner Politik zugeschaut und auf andere deutsche Großstädte beschwichtigend verwiesen. Jetzt wird es langsam brisant!

Aus der Geschichte

„Am 09. September 1992 versammelten sich etwa 20.000 Ostberliner MieterInnen vor dem Roten Rathaus und protierten gegen steigende Mieten und eine drohende Verdrängung aus der Innenstadt.
Wie vor 20 Jahren ist auch die aktuelle Mietprotestbewegung ein Ergebnis von verfehlter Politik und der Großteil der aufrufenden Gruppen setzt wenig Hoffnung in die politischen Akteuere und Verfahren. Wir Bleiben Alle! versteht sich wie vor 20 Jahren als ein Akt der Selbstermächtigung – als Demonstration auf der Straße, als Hausgemeinschaft in konkreten Auseinandersetzungen und als ungefragtes Eindringen in die politische Arena. Wie schon Anfang der 1990-er Jahre werden die aktuellen Proteste von Basisinitiativen getragen und nicht einmal die institutionalisierten Mieterorganisationen spielen eine Rolle bei der Organisation und Ausgestaltung der Proteste.“

die Gegenwart

„Die flächendeckenden Mietsteigerungen in Berlin, die Erwartung der nächsten Mietspiegelerhöhung und der Umstand, dass selbst im Sozialen Wohnungsbau die Mieten steigen, haben 2012 eine vergleichbare Ausgangssituation wie 1992 geschaffen. Mieten und Wohnungsfragen sind keine private Angelegenheit mehr, sondern Dauerthemen in Alltagsgesprächen und der Lokalberichterstattung. Das Wohnungsthema hat sich erneut ins Zentrum der Alltagserfahrungen von vielen geschlichen und kann als Gravitationspunk der sozialen Frage angesehen werden. Auch wenn es am Samstag keine 20.000 waren, die Liste der aufrufenden Initiativen steht für das  breite Spektrum der von Mieterhöhungen Betroffenen.“(Blog :Andrej Holm)

Senioren treffen auf Azubis und Studenten, türkische Mitbewohner auf Anwohner – alle wollen bezahlbaren Wohnraum!

Fotos Hartmut Dold

Hartmut Dold

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WBA-Demo „Wir bleiben Alle“

Ein Gedanke zu „WBA-Demo „Wir bleiben Alle“

  • 13. Januar 2014 um 04:30
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