Aktiv, Initiativ, Kooperativ

Jahresversammlung des Bürgervereins Gleimviertel am 13. Februar 2009

Immer zum Winterausklang treffen sich die Mitglieder des Bürgervereins Gleimviertel zu ihrer öffentlichen Jahresversammlung. Am 13. Februar 2009 war es wieder soweit. Mit dabei: Zwei neue, im Vormonat aufgenommene Anwohner. Und noch während der Veranstaltung im Kieztreff Gleimviertel gab es einen weiteren Beitritt. Ein gutes Zeichen für die Vereinstätigkeit in diesem Jahr.

Positives vom Kieztreff

Doch zunächst standen naturgemäß die vergangenen Monate auf der Tagesordnung. Vereinsvorsitzende Jacqueline Röber konnte eine ausgesprochen positive Bilanz für 2008 vorlegen. Eine positive Entwicklung nahm der Kieztreff in der Kopenhagener Straße 50. Nicht nur kann er nunmehr eine breite und vielfältige Nutzerbasis vorweisen. Er steht auch finanziell – bezogen auf die Objektbetriebskosten einschließlich einer Rücklage für Reparaturen – auf soliden Füßen. Darüber hinaus ist es mit Hilfe einer Förderung gelungen, seit Juni 2008 für zwei Jahre feste Öffnungs- und Sprechzeiten an drei Wochentagen einzurichten. Eine neue Broschüre sowie die jetzt wieder aktuelle Internetberichterstattung sorgen dafür, dass der Kieztreff allgemein wahrgenommen wird.

Offene Versicherungsfragen beim Kiezpool

Im Kieztreff ist zudem der Kiezpool mit Veranstaltungstechnik und -mobiliar sowie anderen Gegenständen angesiedelt. Jacqueline Röber machte in diesem Zusammenhang auf das Problem der Versicherbarkeit bei Herausgabe aufmerksam. Da Verluste kaum – weder von den Nutzern noch vom Verein – kompensiert werden können, ist diese Frage von großer Bedeutung. Zugleich gibt es keine einfache Lösung. Auf der Sitzung kamen dennoch neue Vorschläge zur Sprache. Alle waren sich einig, dass so schnell wie möglich ein Ergebnis erreicht und dann entsprechend bekannt gemacht werden muss.

Bürgervereinstreffen, 13.02.09

Stadtgrün bleibt Schwerpunkt

Die bedeutendste Initiative des Bürgervereins im Jahr 2008 war die Fortsetzung des Widerstands gegen die Serienfällungen von Traubenkirschenbäumen in Pankow. Baumpflanzungen im Rahmen des „Pankower Wegs“ sowie die Arbeit im Pankower Baumgremium in Zusammenarbeit mit den Bremer-Höhe-Aktiven (Bürgerinitiative „Rettet die Straßenbäume“) und anderen Gruppen geben die Richtung für die nächste Zeit an.

Zu den Erfolgen zählen schließlich das Podium im Mauerpark im Juni 2008, das sowohl die klare Positionierung der Bürger für die Fertigstellung des Parks einmal mehr bestätigte als auch den politischen Rückhalt dafür festigte, sowie die begonnene Neuaufstellung des Kiezportals www.gleimviertel.de. Das Kiezfest und die Herausgabe des Falkblatts konnten dagegen nicht realisiert werden.

Nach der Entlastung des Vorstands stimmten die Mitglieder der Wahl einer neuen Beisitzerin des Vorstands zu. Die Kandidatin Marina Pechardscheck hatte in ihrer detaillierten Vorstellungsrede eine Reihe von konkreten Zielen ihrer Arbeit vorgestellt. Unter anderem steht sie für ein vertieftes Miteinander und umfassende Transparenz als Leitlinien des Vereins ein.

Arbeitsgruppe Mauerpark. Neuauflage der Kiezkonferenz?

Die diesjährigen Vorhaben waren traditionell Thema der anschließenden Diskussion. Hier die wichtigsten Ergebnisse:

  • Die Nutzung der – inzwischen fertig gestellten – Töpferwerkstatt in der Schule muss so sichergestellt werden, wie sie seinerzeit vom Vergabebeirat finanziell und inhaltlich bewilligt worden ist. Hier soll vor allem der Vorsitz des ehemaligen Vergabebeirats informiert und um Aktivität gebeten werden.
  • Im Frühjahr werden die Baumscheiben der Neupflanzungen begrünt.
  • Im Herbst wird eine weitere Baumpflanzaktion angestrebt.
  • Eine Arbeitsgruppe „Mauerpark“ entwickelt angesichts der auslaufenden Fristsetzung durch die Allianz-Umweltstiftung Aktionen für die Fertigstellung des Parks. Ansprechpartner ist Christian Rippel; Kontakt: email hidden; JavaScript is required.
  • Es soll wieder – in Anlehnung an die frühere Kiezkonferenz – ein regelmäßiges Forum der Akteure im Kiez organisiert werden. Es geht um Austausch, Vernetzung und Planung gemeinsamer Aktivitäten. Die Möglichkeiten dafür werden sondiert.
  • Im Juni kommen Mitglieder und Freunde des Vereins zu einem Sommerfest zusammen.

Lebhaft debattiert wurde außerdem über das Für und Wider der Parkraumbewirtschaftung. Bis auf weiteres gibt es hier im Ergebnis keine Position des Bürgervereins Gleimviertel. Informationen und BürgervereinslogoVeranstaltungen dazu sollen gleichwohl verfolgt und verbreitet werden.

Nicht zuletzt stellte sich die Mitgliederversammlung die Frage: „Ist der Bürgerverein Plattform für Bürgerinitiativen oder selbst initiativ?“. Antwort: Ein deutliches „Sowohl als auch!“

mr, 16.02.09

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Jahrestreffen des Bürgervereins Gleimviertel am 13.02.09

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