BI “StoppAtom” Monatstreffen

Neumond am Ginkgoumgekipptes Atomfass

Monatliches Treffen der Bürgerinitiative „StoppAtom“ *

Unser Ginkgo-Baum ist gut gediehen in seinem ersten Sommer. Ausruhen wollen wir uns darauf aber nicht. Denn der Atomausstieg ist noch nicht geschafft. Leider.

Darum treffen wir uns jeden Monat zum Neumond um 17 Uhr am StoppAtom-Ginkgo auf dem Falkplatz. Wenn es möglich ist, entzünden wir dann ein kleines Neumondfeuer.*

Zuletzt haben uns vor allem die Geschehnisse rund um das Lager für schwach- und mittelradioaktiven Abfall Asse II in Niedersachsen bewegt. Wir unterstützen den Kampf der örtlichen Bürgerinitiative gegen den Betrieb dieses Pannenlagers. Unsere Spende von 52 Euro habe ich auf einem Symposium des Bundesumweltministeriums zu Fragen des Atommülls an Udo Dettmann vom Koordinationskreis Asse II gegen Quittung übergeben. Der Koordinationskreis wird dieses Geld u.a. für die gerichtliche Auseinandersetzung um die Grundwassergefährdung durch den Wassereintrag in einigen der Stollen des Lagers verwenden.

Nur Pro Atom im Physikunterricht?

Daneben geht es uns wie schon in der Vergangenheit um Aufklärung und Bildung. Wir wollen das Thema Atomausstieg nicht nur unter uns besprechen, sondern auch in der Öffentlichkeit mehr Menschen zum Nachdenken anregen. Es ist uns zum Beispiel gelungen, das Landesamt für politische Bildung für eine Veranstaltung zur Problematik zu gewinnen.

Ich persönlich suche Kollegen aus der Pädagogik, die mit mir der Frage genauer nachgehen, was den Abiturienten in den Schulen in Sachen Atomenergie vermittelt wird. Ich begann mich damit zu beschäftigen, als ich kürzlich beim Ginkgo mit zwei Schülern vom Rosa-Luxemburg-Gymnasium in der Kissingenstraße ins Gespräch kam. Ihr Physikunterricht brachte Ihnen das Betreiben von Kernanlagen als unproblematische Energieerzeugung nahe. Ich bemühe mich deshalb zur Zeit um einen Kontakt zu den Physiklehrern dieser Schule. Die Schüler, die ich sprach, hatten Interesse, sich selbst auch mit gestalterischen Mitteln mit dem Atomausstieg auseinanderzusetzen.

Wer mit uns gemeinsam etwas tun möchte, besuche unser monatliches Treffen* oder melde sich bei Heike Maaz, Gaudystr. 13, 10437 Berlin.

Heike Maaz, Bürgerinitiative „StoppAtom“, Nov. 2008

* Nachtrag
Im März 2010 fand das vorerst letzte Monatstreffen am Ginkgo statt. Am Thema Interessierte können weiterhin mit Heike Maaz, Gaudystr. 13, 10437 Berlin, Kontakt aufnehmen. (mr)

 

Zum Thema:

Verantwortung für die Erde: Denksteine gegen Atomstrom

Viele kleine Schritte gegen die Schutzlosigkeit:
Warum am Falkplatz jetzt ein Ginkgo-Baum wächst

Weder umweltfreundlich noch billig noch sicher:
Atomkraft-Vortrag von Ulrich Uffrecht im Kieztreff Gleimviertel

 

Links:

Flashmobs und Infostände: AktionsnetzwerkAnti Atom Berlin

Informationen zum Asse-II-Widerstand: Homepage des Koordinationskreises

Aktuelles und Hintergründiges rund um den Widerstand gegen die Atomkraft

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