Neues vom Stauraumkanal

Von außen sieht man es der Baustelle an der Bernauer Strasse gar nicht an. Wer aber eine Weile über den Holzzaun blickt, sieht, wie in regelmäßigen Abständen einer der beiden Kräne eine Lore aus der Tiefe hebt und den Abraum der Tunnelbohrmaschine „Kerstin“ auf den Lagerplatz lädt. Die Tunnelbohrmaschine arbeitet Tag und Nacht, um nicht festzufahren. Und da der Abraum nur tagsüber weggefahren werden darf, ist nachts ein Bagger damit beschäftigt, den Abraum platzsparend für den nächsten Tag zu verteilen.

Von den großen Rohren mit 3.80 Meter Durchmesser befinden sich immer möglichst viele auf der Baustelle. Da diese wegen ihrer Größe nur nachts angeliefert werden können, ist hier einiges an Logistik notwendig, um zügig voranzukommen und die Bohrmaschine nicht stillstehen zu lassen.

Interessante Informationen zum Bau und dessen Fortschritt finden sich nicht nur außen am Zaun, sondern auch auf der Website der Berliner Wasserbetriebe.

Laut dem Pressesprecher der Berliner Wasserbetriebe, Stephan Natz, liegen die Bauarbeiten im Plan und in der ersten Oktoberhälfte könnte die Tunnelbohrmaschine nach 654 Meter in der Zielbaugrube in der Gleimstrasse ankommen.

Während der Bauarbeiten wurden bislang auch historische Funde zu Tage gefördert: Eine Panzersperre als Teil der ehemaligen Grenzanlagen sowie ein zugeschütteter Fluchttunnel. Siehe den Bericht von Olaf Kampmann in der Prenzelberger Stimme. Diese Funde sollen in die Neugestaltung des Parkeinganges mit einfließen.

Christof Suchentrunk (Bürgerverein Gleimviertel

siehe auch –> Start: Stauraumkanal unter dem Mauerpark

  

Please follow and like us:
„Kerstin“ unter’m Mauerpark