Wie kann die Parkkultur geschützt werden?

Auf Einladung der Kulturgemeinschaft Mauerpark, zur der sich die Freunde des Mauerparks e.V. und die Betreiber von „Mauersegler“, Flohmarkt und „Schönwetter“ zusammengeschlossen haben, trafen sich am 18. September all diejenigen Multiplikatoren, die mit dem vielfältigen Treiben im Mauerpark in Beruf und Engagement befasst sind. Dies führte eine bunte Mischung in den Räumen des Mauerseglers zusammen: neben den Einladern Vertreter verschiedener Behörden (Umweltamt, Ordnungsamt, Grünflächenamt) und des Polizeiabschnitts 15, der BSR und der Grün Berlin (die die Reinigung des Mauerparks unternehmen), Vertreter der Straßenmusiker (deren Darbietungen im Mauerpark als Lärmbelästigung den Widerstreit von Anwohnern hervorrufen) und  der Berliner Wasserbetriebe (die die Baustelle für einen Stauraumkanal unter dem Mauerpark betreiben) sowie Bezirksverordnete aus der BVV Pankow und Mitglieder des Berliner Abgeordnetenhauses. Bei dieser Runde durfte natürlich auch unser Bürgerverein Gleimviertel e.V. nicht fehlen.

Nach einer Vorstellungsrunde wurden die aktuellen Probleme des Mauerparks erörtert. Hierbei wurde schnell klar, dass es verschiedene Oberthemen gibt, die im Zusammenhang mit dem Mauerpark diskutiert werden müssen. Diese lassen sich unter den Schlagwörtern „Lärm“, „Müll“, „Grünflächenpflege“, „illegaler Handel“ sowie „Nutzungskonflikte im Mauerpark und unterschiedliche Interessenlagen zwischen Anwohnern und  Parkbesuchern“ zusammenfassen. Dabei waren sich die Anwesenden einig, dass der so warme und lange andauernde Sommer die teilweise bereits in den vergangenen Jahren aufgetretenen Probleme verschärft hat, insbesondere was die Abnutzung der Rasenfläche sowie die Nutzungshäufigkeit bis spät in den Abend hinein betrifft. Auch hat die große Baustelle zum Stauraumkanal zu einer veränderten Parksituation geführt, so dass es bei steigenden Nutzungszahlen zu einer Verknappung der Flächen kam. Auch wenn nach Abschluss der Bauarbeiten und der Inbetriebnahme der Erweiterungsfläche wieder viel mehr Parkfläche zur Nutzung zur Verfügung stehen wird, werden diese Probleme und Konflikte fortbestehen und zu bearbeiten sein.

Der begonnene Dialog wird zeitnah fortgesetzt. Der zweite Runde Tisch soll nach den Herbstferien stattfinden und wird sich vor allem mit der Lärm-Problematik befassen. Dazu sollen die unmittelbar betroffenen Anwohner  eingeladen werden, um im Gespräch mit Behörden, Musikern, Gastronomie-Betreibern und Nutzern und Freunden des Mauerparks Lösungen zu finden, die allen Interessen gerecht werden. Auch wir als Bürgerverein wollen wieder eine starke Stimme aus dem Gleimkiez sein. Wer sich hieran beteiligen möchte, kann sich gerne schon jetzt per Mail unter email hidden; JavaScript is required melden!

Anna Steinfort (BV Gleimviertel)

Fotos: Harmut Dold

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Runder Tisch zum Mauerpark