Das Bezirksamt Pankow kündigte Baumfällungen im Jahnsportpark an. Grund sei, dass man vorgezogene Baumaßnahmen realisieren wolle. Vorgezogen gegenüber dem großen Umbau des Stadions, für den es zwar seit Jahren eine Machbarkeitsstudie gibt, dessen Realisierung aber mangels einer Finanzierung noch in den Sternen steht.  Zudem gibt es insbesondere von den Sportvereinen Bedenken gegen einen  jahrelangen Ausfall des Jahnsportparks für den Berliner Sport, da die Kapazitätsengpässe in Berlin so groß sind. Der Stadion-Umbau wird Jahre in Anspruch nehmen, weil das Hauptstadion abgerissen und komplett neu gebaut werden soll. Ohne ein bestätigtes und finanziertes Gesamtkonzept schon mal im Vorgriff was bauen und dafür 42 Bäume fällen? Das wirft Fragen auf. Wir werden nachfragen, ob das Bezirksamt Pankow und der Senat gute Antworten auf diese haben.

red.cant|12-07-17

Pressemitteilung des Bezirksamtes vom 04.08.2017

Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wird in den nächsten Jahren grundlegend umgestaltet, um den Anforderungen der Bevölkerungszunahme in Pankow gerecht zu werden. Ziel dieser Maßnahme der Senatsverwaltung für Inneres und Sport ist es, durch Nachverdichtung ein größeres Angebot an Sportanlagen auf der Bestandsfläche zu schaffen. Im Zuge der „vorgezogenen Maßnahmen der Machbarkeitsstudie; Schaffung von Basketballplätzen und Fußball-Kleinspielfeldern“ beginnen die Bauarbeiten in einem Teilgebiet (an der Topsstraße) bereits in diesem Jahr. Die Baumaßnahme erfordert leider die Fällung von 42 Bäumen der Gattungen Pappel und Ahorn. Für die zu fällenden Bäume werden Ersatzpflanzungen im Mauerpark und im umliegenden Straßenland durchgeführt. Da die Baumaßnahmen witterungsabhängig sind, müssen die Bäume im Schutzzeitraum nach dem Bundesnaturschutzgesetz § 39 gefällt werden. Die Bäume werden vor der Fällung von einem Sachkundigen begutachtet, um die Schädigung geschützter Vögel und Fledermäuse auszuschließen.

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Baumfällungen im Jahn-Sportpark
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