Vorlesetag am 18. November in Pankow

Man ist ja froh, wenn es hier und da noch öffentliche Bibliotheken gibt. Und dann gibt es Rituale, wie den jährlich Bundesweiten Vorlesetag. Zu diesem Anlass bietet die Bibliothek am Wasserturm im Kultur- und Bildungszentrums Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227, 10405 Berlin einige Vorleseaktionen für Kinder und Jugendliche an.

Der Bundesweite Vorlesetag ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung.

Der Aktionstag soll ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens setzen. Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen.

Um 9.00 Uhr startet ein literarische Spaziergang des Georg Büchner Buchladens in der Bibliothek: Schülerinnen und Schüler lesen sich gegenseitig aus ihren Lieblingsbüchern vor.

Um 10.00 Uhr wird es dann phantastisch. Jenny-Mai Nuyen, eine junge, erfolgreiche Autorin mit deutsch-vietnamesischen Wurzeln, liest aus ihrem spannenden Fantasy-Roman Nacht ohne Namen – eine magische Liebe in Berlin für zwei 8. Klassen des Heinrich- Schliemann-Gymnasiums vor.

Ebenfalls um 10.00 Uhr gibt es ein Vorleseprogramm für Kinder der 2. Klasse: Ein Schaf fürs Leben – vorgelesen von Torsten Foeste, dem bekannten Berliner Radiomoderator und Sprecher (Info-Radio und Kulturradio).

Das Sprachenkarussell, die zweisprachige Veranstaltungsreihe der Bibliothek am Wasserturm, dreht sich zum Abschluss des Tages am Nachmittag um 16:15 Uhr: Die Vorleserin Heike Toewe liest aus englisch-deutschen Bilderbüchern für Kinder von 4 bis 7 Jahren.

Ich hab mich ja schon mehrfach als Anhänger und Freund der Kinderliteratur und des Vorlesens geoutet. Also hingehen, Impulse mitnehmen und selber machen!

Das Vorlesen z.B. am Bett des Kindes ist wegen der Eltern-Kind Prägung unersetzbar. Stimmung, körperliche Nähe, Vertrauen, die Vokalität, die Nachfragen des Kindes und dessen Behütet sein beim Einschlafen.

Später ergibt sich daraus die Vorprägung auf Literatur, auf den Rhythmus von Sprache, Grammatik und Bildung. Nicht unbedingt die schlechtesten Startvoraussetzungen.

Man möchte sich wünschen, dass derartige Aktionen nicht nur im Rahmen von jährlichen Ritualen stattfinden – quasi als Deckmantel, während man andere Sachen wie Lesebusse u.ä. abgeschafft hat. Es ist ja schon wegweisend, dass hier ein Sponsoring die Grundlage bildet, während sich der Staat und die Kommunen von ihrem Bildungsauftrag immer mehr zurückziehen.

Mehr Informationen unter: http://www.vorlesetag.de/ und bei Anne Rüster, Tel.: 030 90295-3921, email hidden; JavaScript is required , http://stadtbibliothek-pankow.berlin.de

Hartmut Dold

Please follow and like us:
Gleimviertel – Kulturtipp

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.