Elefantenjagd am Orontes

Zu Zeiten der ägyptischen Pharaonen des Neuen Reiches gabt es Elefantenjagden bei Qatna in den Sümpfen des Orontes. Der liegt in Syrien zwischen Damaskus und Aleppo. Heute finden dort andere Jagden statt. …

Auf einer Stehle im Karnak Tempel in Luxor wird von den Elefantenjagden berichtet. Der ägyptische Pharao Thutmosis III. (1476-1425 v.Chr.) prahlt dort damit 120 Tiere erlegt zu haben. Sein Sohn Amenophis II. toppte die Zahl auf 200 während seines Syrienfeldzuges wenige Jahre später.

Die assyrischen Eroberer Tiglat-Pilesar I. (1117–1077 v. Chr.) und  Assurnasipal II. (883– 859 v. Chr.) brüsteten sich noch mit ihren Jagden. Kurze Zeit später waren die syrischen Elefanten ausgerottet.

Gegenwart

Heute droht die Ausrottung religiöser Minderheiten in Syrien. Die Zahlen sprechen für sich: Lebten vor Ausbruch des Krieges nach Angaben von „Kirche in Not“ noch 2,5 Millionen Christen in Syrien, sind inzwischen mehr als ein Fünftel von ihnen vertrieben oder getötet worden oder geflüchtet. Andere Hilfsorganisationen sprechen von 700.000 Christen, die das Land verlassen haben.

Ein ähnliches Schicksal traf die Christen im Irak. Vor der Invasion der USA gab es im Irak ungefähr 1,5 Millionen Christen, heute sind es nicht mehr als 300.000.

Immer noch aktuell und unvergessen ist das Schicksal der Jesiden um Sindschar im Irak. Kämpfer der YPG haben dem Elend ein Ende gesetzt. Das sind die kurdischen Kämpfer, die jetzt von der Türkei bombardiert werden.

Besonders schmerzhaft ist es für die Christen der Region, dass sie heute behandelt würden, als seien sie keine Bürger dieser Länder mehr. Die Tradition der Christen in Syrien und im Irak reicht 2000 Jahre zurück. Heute sagt man ihnen: „Ihr gehört nicht mehr hierher.“

Das gilt auch für andere religiöse Minderheiten wie Drusen, Jeziden und Juden.

Der Staatspräsident Syriens, Assad, gehört der muslimischen Minderheit der Alawiten an. Syrien war bis zum Regime-Chance in religiösen Fragen tolerant. Der Staat war gut organisiert und Assad ein üblicher Diktator im arabischen Stil.

Schande über Alle, die die islamistischen Terroristen unterstützen!

Siehe auch: https://www.gfbv.de/de/news/chronik-christen-verfolgung-syrien-7926/

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Kommentar

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