Insel im Schatten der ehemaligen Mauer

Ab 31. Oktober 2016 ist in der Volkshochschule Pankow die Austellung: „Die Gleimoase – Kunstwerk und Stadtnatur“ zu sehen. Sie wurde 2015 anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Gleim-Oase von den Oase-Paten in Zusammenarbeit mit dem Umweltladen Mitte erstellt. Die Gleimoase liegt gegenwärtig  im Schatten einer Baustelle….

Die Baustelle gilt der Auffahrt mit Verkehrskreisel zwischen der Gleimoase und dem bereits geschleiften Gleimtunnel. Sie soll das neue Wohngebiet nördlich des Tunnels an die Gleimstraße anbinden.

Auf 24 Schautafeln wird mittels großformatiger Fotografien sowie Karten und erläuternder Kurztexte anschaulich die Entstehung und Entwicklung der Oase dokumentiert. Auch ihre Bedeutung als Stadtnatur, Sozialraum sowie Ort für Kunst und Kultur wird hinreichend gewürdigt.

Zu Zeiten der Berliner Mauer war die Gleimstraße in Höhe des gleichnamigen Tunnels geteilt. Auf Westberliner Seite wurde 1985 eine liebevoll gestaltete Mittelinsel angelegt. Bepflanzungen, geschwungene Sitzgelegenheiten, Schachtische sowie mehrere Skulpturengruppen aus Gitterrosten luden zum Verweilen ein.

Nach der Grenzöffnung 1989 wurde die Straße zu einer wichtigen Ost-West-Verbindung. Der kleine Park geriet in Vergessenheit. Er wucherte zu und war kaum noch zu erkennen.

2010 begannen aktive Kiezläufer mit der Säuberung und dem Freischneiden der Skulpturen. Dank bürgerschaftlichem Engagement ist die Oase inzwischen wieder zu einer grünen Insel mitten in der Stadt und einem Ort der Begegnung geworden.

Ort: Kultur- und Bildungszentrum Sebastian Haffner, Prenzlauer Allee 227, 10405 Berlin, Hauptgebäude, 3. Etage

Zeitraum: 31. Oktober 2016 bis 30. Juni 2017

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 8.00 bis 21.30 Uhr, Samstag/Sonntag: 10.00 bis 18.00 Uhr

Der Eintritt ist frei. Der Zugang ist barrierefrei.

Weiteres auf: www.gleim-oase.de

Hartmut Dold

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Ausstellung über die Gleimoase

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