Buchtipp

Jeder, der nicht nur aus spekulativen Gründen im Gleimviertel wohnt, sollte sich der zeitgeschichtlichen Bedeutung seines Wohnsitzes bewusst sein. Wer sich dafür interessiert muss unbedingt die „Geschichte der Gleimstraße in Berlin“ lesen. …

Ich hab mich schon vor etlichen Jahren damit beschäftigt, bin aber immer wieder, auch aus aktuellem Anlass ( Gleimtunnel) zu der wunderbaren Studie „Grenzgänger Wunderheiler, Pflastersteine“ unter der Leitung von Anett Gröschner, erschienen im Basisdruckverlag Berlin*, zurückgekehrt.

Wer ein Gefühl für die Jahre zwischen und nach dem Mauerbau und die Anfänge im vereinigten Berlin bekommen möchte, braucht sich nur die Fotos vom Falkplatz, dem Gleimtunnel und der Schwedter Straße zu den unterschiedlichen Jahreszahlen betrachten. Die Geschichten der betroffenen Bürger sprechen Bände.

Sehr aktuell: „Rettet den Gleimtunnel“, Seite 140ff, und das Kapitel: „Wie geht’s, Ihr Ostsäcke?“, Seite 223 ff. Auch wichtig: Die Fluchtgeschichten und die mit ihnen verbundenen Schicksale nach dem 13. August 1961 ab Seite 373 ff.

Über andere Zeiten und Geschichten habe ich schon berichtet, wenn auch nur bruchstückweise.

Wahrscheinlich bin ich aus der Zeit gefallen, weil mir so etwas wichtig ist. Aber irgendwie müssen wir uns doch von Termiten, Ameisen oder anderen staatenbildenden Insekten unterscheiden oder?

*Basisdruckverlag GMBH, ISBN 3-86163-091-5

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Geschichte

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