Ein Update

Es wäre nicht glaubwürdig die Wahlplakate nur einer Partei ironisch zu hinterfragen, ohne die der anderen ebenfalls unter die Lupe zu nehmen. Der politische Nonsens kennt scheinbar keine Scham, Hauptsache auffallen.

„Dein Gott? Dein Sex? Dein Ding! – Alles Auf Grün“, steht ernsthaft auf einem Plakat der Grünen. Oh mein Gott! Wird mein Ding jetzt grün? Dafür möchten wir den Grünen mehr Bodenhaftung als „Freilandhaltung für Großstädter“ empfehlen. Auch so ein unterirdischer Slogan.

Die Piraten lassen sich auch nicht lumpen. Sie wissen immer noch nicht ob sie noch kiffen oder schon genießen. Wie sie zur Arbeit gehen sollen eigentlich auch nicht und fordern deshalb vorsichtshalber ein „Bedingungsloses Grundeinkommen für Alle“.

Dagegen fast schon langweilig unser Vereinsmitglied Thomas Bohla/SPD. Er wünscht einfach „Gute Nacht“, Verzeihung „ Gute Nachtbarschaft“.

Andreas Otto/Grüne, der auch in unserem Wahlkreis wirbt, gibt sich seriös. Er lässt sein Porträt sprechen und verweist auf seine Webseite.  Das Wahlplakat kennen wir schon von der Bundestagswahl. Hier scheint der ökologische Gedanke noch präsent. Das mit dem Portrait macht auch Vereinsmitglied Stefan Lenz/CDU. Kommt einen auch bekannt vor. Sonst gibt es wenig Plakate von dieser Partei.

Die LINKEN haben sich für schwarz-weiß-rot Plakate entschieden. Die Kandidaten machen darauf nicht immer eine glückliche Figur – soll wohl Bescheidenheit suggerieren. Manche Plakate werfen Fragen auf, wie das nach dem „Berliner Speed“, indem die LINKE „mehr Zug“ reinbringen will. Auf einem weiteren Plakat will „ein Rechenkünstler“ beim Durchwühlen eines Abfallbehältnisses „die Armut stoppen“.

Die Aufzählung politischer Belanglosigkeiten mit dem Implement der Lächerlichkeit lässt sich beliebig fortsetzen. Beispielsweise mit der Aufforderung von Innensenator Henkel für mehr Videotechnik. Tut mir leid Herr Henkel, hab ich schon genug zu Hause, aber ich weiß ja was Sie meinen. Werbung von Elektronikketten bekomme ich eigentlich schon genug.

Wie gesagt, besser früher als später weg mit dem Sperrmüll! Die Plakate natürlich!

Hartmut Dold

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Wahlplakate im Gleimviertel

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