Der Jahn-Sportpark

Die Posse der Schildaer mit ihrem Rathaus war ja nicht die einzigste Anekdote, die überliefert wurde. Da wollen die Pankower sich wahrscheinlich nicht lumpen lassen, (oder war es der Senat?), und liefern ein neues Meisterstück ihrer planerischen Fähigkeiten. Diesmal im Gleimviertel. …

Wie die Berliner Zeitung berichtet, geht es um den neu verlegten Kunstrasen im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark an der Cantianstraße. Seit November vergangen Jahres wurde der ehemalige Platz für Fußball- und Hockeyspieler renoviert. Seitdem ruht der Spielbetrieb für die Spieler des SV Empor Berlin.

Grüner Teppich mit bunten Linien

„Der grüne Teppich liegt inzwischen seit über vier Wochen. Weiße Linien markieren das große Fußballfeld, gelbe den Bereich für die Hockeyspieler von Rotation Prenzlauer Berg, die den Platz ebenfalls nutzen (sollten). Über die gesamte Breite des Platzes sind auch rote Linien aufgetragen, damit die jüngeren Fußballer ein ordentliches Spielfeld haben und die Begrenzungen nicht immer mit Kegeln markiert werden müssen. Sieht alles nett aus, wenn man den Kunstrasen flüchtig betrachtet. Nur: Die Maße und Linien stimmen hinten und vorne nicht. Sie sind sogar regelwidrig auf den Kunststoffbelag aufgetragen. Wo nach den Markierungen Tore aufgestellt werden müssten, können sie nicht im Boden verankert werden.“

Dafür liegen die Verankerungen für Eckfahnen knapp hinter der Grundlinie und 30 Zentimeter außerhalb des Spielfeldes. Auch mal was Neues.

Wer trägt die Verantwortung?

Der Jahn-Sportpark wird vom Senat verwaltet (Innensenator). Die Sportverwaltung bestätigte die Mängel. Natürlich müsse die Ursache der Fehlplanung erst einmal mal geklärt werden. Die beauftragte Firma soll nicht schuld sein und der Planungsfehler außerhalb der Verwaltung gelegen haben.

Ja wo denn? Vermutlich hat sich irgendwo ein „Schildbürger“ eingeschlichen und sich getarnt. Ist es der selbe wie beim BER, der Staatsoper oder der Museumsinsel? Vom Desaster um die Friedrichswerdersche Kirche ganz zu schweigen.

Ein regulärer Trainings-und Wettkampfbetrieb kann vorerst jedenfalls nicht stattfinden. Der Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark soll ab 2018 für rund 150 Millionen Euro umstrukturiert werden, davon sind 98 Millionen Euro für den Neubau des Stadions erforderlich. Es soll eine Kapazität von 20.000 Plätzen haben und zweitligatauglich sein.

Wir haben darüber berichtet

Mir schwant Schlimmes!

Hartmut Dold

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Posse in Pankow (2)

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