Schilda ist überall

Die Bürger von Schilda vergaßen in ihrem Rathaus Fenster einzubauen. Dafür bauten sie ihr Rathaus dreieckig um berühmt zu werden. Der MEB in der Hufelandstraße in Buch ist kubisch. Leider unterlief hier auch ein folgenschwerer Fehler, einer ähnlichen Posse würdig.

Was war passiert?

Vollmundig hatte das Bezirksamt Pankow auf seiner Webseite über die Einweihung des Neubaus der Hufeland-Schule in Berlin-Buch berichtet. Honoratioren wie der Staatssekretär für Bauen und Wohnen, Prof. Dr.-Ing. Engelbert Lütke Daldrup, Lioba Zürn-Kasztantowicz, Stadträtin für Soziales, Gesundheit, Schule und Sport, Christine Keil, Stadträtin für Jugend und Facility Management, sowie Jens-Holger Kirchner, Stadtrat für Stadtentwicklung waren zugegen.

Alles wunderbar?

Der dreigeschossige Schulneubau ist barrierefrei konzipiert und enthält 24 Klassen- und 12 Gruppenräume, Lehreraufenthaltsbereiche, sanitäre Anlagen und einen Aufzug. Das moderne Gebäude erfüllt den Berliner Energiestandard und unterschreitet den Referenzwert beim Primärenergiebedarf um rund 33 Prozent. Über unangenehme Geruchsbelästigungen, wie in den Vorbauten, wurde nichts erwähnt.

Sanitäre Anlagen?

Ja, aber leider hängen die Urinale und WC-Anlagen zu tief. Die beauftragte Golbeck Bau Ost GmbH hatte wie geordert eine Grundschule mit Grundschulausstattung geliefert. Gefordert wurden aber Module für eine Integrierte Sekundarschule. Dort sind die Schüler allerdings etwas größer.

Irgendwie sind wir froh, dass es nicht anderes herum kam. Traurige Knirpse und Knirpsinnen, die die Sanitäranlagen nicht erreichen und sich in die Hose machen müssen.

Im Vergleich zu anderen Berliner Schildbürgerstreichen wird die Nachrüstung relativ wenig kosten.

Aber hallo, warum können Berliner Behörden einfach nicht punktgenau planen und liefern? Was ist da los? Werden wir langsam international zum Gespött? Ich mag schon nicht mehr sagen, dass ich aus Berlin komme, weil ich mich dann für das Flughafendebakel gegenüber hart arbeitenden Steuerzahlern verantworten muss.

Apropos Schilda

Die Schildaer Bürger haben versucht die fehlenden Fenster in ihrem Rathaus dadurch zu kompensieren, dass sie Licht in Säcken hineintrugen. Sie schütteten das Licht ins Dunkel und rannten wieder auf den Markt hinaus, wo sie die leeren Säcke wieder vollschaufelten. So machten sie es bis zum Sonnenuntergang. Aber im Rathaus war es noch dunkel wie am Tag zuvor. Da liefen alle traurig wieder ins Freie.

Die Moral

Vielleicht stammt der eine oder andere Verwaltungsbürger von den Leuten aus Schilda ab? Ganz genau kann es niemand wissen. Von Leuten also, die sich dumm stellen, um glücklich zu werden oder einfach nur um bequem zu leben.

Vieles spricht dafür, dass sie damit nicht so falsch lagen. Denn heutzutage werden die Dummen berühmt und bekannt. Sie kommen zu Geld und Glück fast mehr wie die Klugen. Woran sollten also die Dummen auf unserer Erde merken, dass sie dumm sind, wenn es ihnen doch gut geht und das Geld der Maßstab der Dinge ist.

Hartmut Dold

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Posse in Pankow

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