Papst prangert vor dem US-Kongress Waffenlieferungen an

Dieser Papst macht mich fassungslos. Ich bin kurz davor der Katholischen Kirche beizutreten. Allerdings wurde ich von meinen Eltern evangelisch getauft. Franziskus wird in die Geschichte eingehen, so wie sein großes Vorbild Franz von Assisi. Hoffentlich bleibt er noch lange am Leben. …

Heute am 24.09.2015 hat Papst Franziskus eine große Rede vor dem US-Kongress gehalten. Wir können nur hoffen, dass er nicht auf taube Ohren gestoßen ist. Hinsichtlich der Flüchtlingskrise forderte er: Eine menschliche, gerechte und brüderliche Reaktion auf die Flüchtlingskrise. „Wir dürfen nicht über ihre Anzahl aus der Fassung geraten, sondern müssen sie vielmehr als Personen sehen, ihnen ins Gesicht schauen“.

Noch viel radikaler ist seine Anprangerung des Blutgeldes, dass an den Händen der Waffenlieferanten klebe, die zuvörderst in den USA beheimatet sind.
Scharf kritisierte der Papst Waffenlieferungen in Krisen- und Konfliktgebiete. Der Export von Waffen an Akteure, die planten, „Einzelnen und Gesellschaften unsägliches Leid zuzufügen“, geschehe „einfach um des Geldes willen.… Für Geld, das von Blut – oft unschuldigem Blut – trieft

Die USA sind der weltweit führende Exporteur von Waffen. Franziskus forderte, das „beschämende und schuldhafte Schweigen“ über Waffenlieferungen zu beenden. Es sei eine „Pflicht, dem Problem entgegenzutreten und den Waffenhandel zu stoppen.“

Deutschland ist mit 10,6% der drittgrößte Waffenexporteur der Welt. Frankreich mit 7,1%, an 4.Stelle liegend, hat jetzt seine 2 Mistral Flugzeugträger wegen des Russlandembargos an Ägypten verkauft. Darüber freuen sich die Russen, weil sie von Ägypten einen Anschlußauftrag für über 50 Kampfhubschrauber Ka-52″ Alligator“ im Werte von über 2 Milliarden Dollar erhalten haben, die vermutlich auf den Mistral-Schiffen stationiert werden. Finanziert wir das Ganze wohl von Saudi Arabien. Denkt da einer an den Jemen?

Der Aufruf Franziskus zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Aufnahme der lateinamerikanischen Einwanderer ist dem gegenüber schon fast Folklore, jedenfalls hat das Unterstützung von Barack Obama.

Wir sind gespannt, welche Rede Franziskus morgen vor der UN-Vollversammlung in New York hält.

Hartmut Dold

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Geld das vor Blut trieft

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