Aus dem Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplans 1-64a

Die Baufelder C und D liegen an der Bahntrasse des Nordkreuzes. Die zulässigen Lärmpegel werden hier weitgehend überschritten. Geplant ist deshalb ein 7-geschossiger Lärmschutzriegel mit 2 Durchlässen. Hier werden vermutlich die Studentenappartments und Sozialwohnungen untergebracht.

Wir zitieren aus dem Planentwurf:

II.2.1.6  Mensch
II.2.1.6.1  Lärm
Verkehrslärm

„Das Plangebiet wird in erheblichem Maße vom Schienenverkehrslärm der Bahnanlagen beeinträchtigt, die nördlich an den Geltungsbereich angrenzen. Weil hier künftig lärmempfindliche Wohnnutzungen zugelassen werden, wurden die Schienenverkehrsgeräusche zusammen mit den Straßenverkehrsgeräuschen und  anderen möglicherweise relevanten Geräuschquellen schalltechnisch untersucht (Lärmgutachten Hoffmann-Leichter 01/2015).

Unter Verwendung der in der DIN 18005-1 angegebenen Berechnungsgrundlagen wurden die Schallemissionen des schienengebundenen Personenverkehrs (Fern-, Regional, S-Bahn), des schienengebunden Güterverkehrs und  des Straßenverkehrs ermittelt und ihre Wirkungen auf das Plangebiet und seine Umgebung berechnet.

Im Ergebnis ist festzustellen, dass tags bei einer Berechnungshöhe von 2 m über Gelände bis zu einer Entfernung von ca. 130 m von der nördlichen Geltungsbereichsgrenze die Beurteilungspegel den Orientierungswert für Wohngebiete und Parkanlagen von 55 dB(A) überchreiten. Die höchsten Belastungen werden dabei mit über 65 dB(A) an der nordwestlichen Grenze des Geltungsbereichs  erreicht.

Lediglich im Schallschatten des Bahnstromunterwerks an der nordöstlichen Grenze des Geltungsbereichs sowie im südlichen Teil des Plangebiets werden Werte von unter 55 dB(A) erreicht. Ein Beurteilungspegel von 50 dB(A) wird nirgendwo unterschritten. Der Schwellwert zur zweiten Stufe des Lärmaktionsplans wird nicht erreicht.

In Bezug auf die südlich und westlich an das Plangebiet angrenzende Wohnbebauung werden an den rückwärtigen Fassaden der Gebäude an der Ramlerstraße ebenfalls die Orientierungswerte für Wohngebiete überschritten.

Nachts werden auf Grund des erheblichen Güterverkehrsanteils … ebenfalls die Orientierungswerte für Wohngebiete überschritten.

In Folge dessen wird im gesamten Plangebiet im Nachzeitraum der Orientierungswert für Wohngebiete von 45 dB(A) mit Beurteilungspegeln von durchgehend mehr als 50 dB(A) deutlich  überschritten. In einem ca. 35 m breiten Streifen entlang der nordwestlichen Grenze des Plangebiets wird zusätzlich die Schwelle der zweiten Stufe des Lärmaktionsplans von 60 dB(A) überschritten.

Analog zur Situation im Plangebiet werden auch an allen rückwärtigen Fassaden der Bestandsbebauung an der Ramler-, Graun- und Gleimstraße Beurteilungspegel erreicht, die die Orientierungswerte für Wohngebiete überschreiten.“

Hartmut Dold

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Verkehrslärm im zukünftigen Wohngebiet

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