Unsittliches Angebot der US-Botschaft?

Offenbar haben weniger Trolle den Nordatlantik durchschwommen als wir dachten. Dafür sind die wenigen in den Medien gut platziert. Das reicht offensichtlich nicht. Deshalb sucht die US-Botschaft neue Trolle, die sich gut in dem Bereich Social Media auskennen.

In der bis zum 31. August 2015 laufenden Ausschreibung, die auf der offiziellen Internetpräsenz der Botschaft verlinkt ist, heißt es:

„Die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika beabsichtigt einen Vertrag mit einem Basisjahr und vier Optionsjahren zu vergeben. Die Arbeiten beinhalten die Entwicklung von Kampagnen in den Sozialen Medien zu verschiedenen Themenbereichen sowie die Beobachtung externer Blogs und Plattformen sozialer Medien.“

Bestimmt bezahlen die Amerikaner besser als Putin. In der „Trollfabrik“ in St. Petersburg sollen ja nur Hungerlöhne bezahlt worden sein.

Kurzzeitig haben wir uns überlegt eine Bewerbung abzugeben. Haben wir dann unterschrieben wie bei der Stasi, und sind wir dann Agenten im Auftrag einer fremden Macht? Und was zahlen die überhaupt und wofür?

Dann ist uns auch noch eingefallen, dass die Dienste unsere Webseite auf US-kritische Artikel untersuchen könnten. Ihre Kriterien kennen wir nicht, glauben aber, dass die Dienste sowie alle Strukturen, die sich einer demokratischen Kontrolle entziehen, keinen Sinn für Ironie und Humor haben.

Das war’s dann wohl. Wir verabschieden uns von dem Trollprojekt und sagen Danke für das Angebot. Aber vielleicht ist das Ganze auch ein Fake der Russen?

Siehe: https://drive.google.com/file/d/0B4xHZbr3vgOmbkVIbWhPYllNVE9taVBCSXcyZlJLN2NNN0hn/view?pli=1

und: http://www.gleimviertel.de/archives/26750

Hartmut Dold

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Nordatlantiktrolle dringend gesucht!

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