Auf Windows 10 updaten?

Für alle, die schon per Update-Funktion auf Windows 10 umgestiegen sind, erübrigt sich dieser Beitrag. Denjenigen, die noch zögern, möchten wir unsere eigenen Eindrücke an die Hand geben. Die sind nicht nur positiv.

In der endgültigen Beurteilung des neuen Betriebssystems von Microsoft sollte man sich noch etwas Zeit lassen. Das galt aber auch für alle Vorgängerversionen von Windows. Meistens wurden sie in der Anfangsphase von erheblichen Bugs begleitet, die erst nach und nach ausgemerzt wurden. In der Regel wurden die Neuanwender als Beta-Tester missbraucht. Aber eigentlich weiß man das vorab.

Bis auf Windows Vista, „hasta la vista“, hatten wir alle Windows-Systeme in Benutzung. Von Windows 3.1 bis Windows 8.1. Letzteres haben wir auf 2 Computern installiert. Dazu kommt ein All in One Computer mit Windows 7 sowie 2 XP-PC mit LAN Verbindung, um alte Spiele nutzen zu können.

Windows 7 hat sich dabei am Stabilsten erwiesen (4 Jahre mit nur einem Softwarecrash), wobei wir auch der Ehrlichkeit halber sagen müssen, dass die Kacheln von Windows 8.1. nach knapp 2 Jahren auch noch nicht abgestürzt sind.

Leider ist das Windows Problem der Vermüllung und Verlangsamung des Systems nach wie vor nicht gelöst. Das war unter dem alten, hardwarenah entwickelten DOS um 1990 herum, noch anders. Zugegebener Maße aber auch durch diverse Abstürze und von einer bedienerunfreundlichen Oberfläche begleitet.

Seit dem eine Internetverbindung als Quasi-Standard Voraussetzung ist, sind wir Objekt der Überwachung und des Datenhandels. Insofern folgt Windows 10 dieser Linie. Aber es gibt eine neue Qualität.

„Überwachung bis zum letzten Klick ?“

Wie jetzt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz festzustellen glaubt, ist mit Windows 10 „ein Betriebssystem auf dem Markt, das den PC in eine Art private Abhöranlage verwandelt.“

„Wer die Datenschutzbestimmungen des neuen Windows akzeptiert, willigt in eine umfassende Ausforschung der Nutzung ein. Microsoft wertet nicht nur den Namen, die Postadresse, Alter, Geschlecht und die Telefonnummer aus, sondern zum Beispiel auch den jeweiligen Standort des Gerätes, die in den unternehmenseigenen Apps und Diensten aufgerufenen Web-Seitenadressen, eingegebene Suchbegriffe, Kontakte zu anderen Personen und die gekauften Artikel, also vor allem Musik oder Filme.“

Windows 10 gibt dem Rechner sogar eine eindeutige Identifikationsnummer zur Verwendung durch App-Entwickler und Werbenetzwerke.

Sicher, man kann die umfassende Ausforschung scheinbar minimieren, indem man statt Express-Update auf erweiter klickt, oder sich im Nachhinein in die Tiefen des Betriebssystems begibt, um die kritischen Punkte abzuschalten.

Ob das dann tatsächlich passiert, oder nur vorgegaukelt wird – wer weiß das schon?

Eröffnet man, wie vorgeschlagen, ein Benutzerkonto bei Microsoft, ist man automatisch auch in der Cloud der Firma. Dort werden vermutlich auch die Sprachaufzeichnungen abgelegt die über „Cortana“ abgeschnüffelt werden.

Die meisten neuen PC oder Laptops verfügen über Webcam und Fingerabdruck Scanner. Willkommen in der Totalüberwachung und Ausforschung. Fehlt nur noch die Schnüffelprobe bei USA-Reisen.

Es gibt viele Leute, die sich dafür nicht interessieren, weil sie ja nichts zu verbergen haben. Das ist ihr gutes Recht. Wir wollen sie nicht verächtlich machen.

Updateprobleme

Verschiedene Computermagazine haben herausgefunden, dass Windows 10 langsamer startet als die älteren Versionen. Das kann an Treiberproblemen liegen, sollte aber all jenen zu Denken geben, die sich eine bessere Performance erhoffen.

Auch wurde von Updateproblemen berichtet, wonach sich der Computer danach in einer Endlosschleife befand. Andere berichten davon, dass gerade bei den neuen i5 oder i7 Computern, Prozessor und Lüfter ständig rotierten. Bei anderen funktionierte die Lautstärkefunktion nicht mehr und CD/DVD waren nicht mehr abspielbar.

Konnte man in Windows XP, Vista, 7, 8 und 8.1 die Update-Funktion deaktivieren, ist dies bei Windows 10 ohne Tricksereien unmöglich. Selektiv per Häkchen auszuwählen, welche Verbesserungen man installieren will, kann man nicht mehr.

Für ein „neues Betriebssystem“ sind das die üblichen Probleme. Aber stimmt das?

Funktionalität

Nach der Installation zeigt sich, dass einige Funktionen dem Rotstift zum Opfer gefallen sind: Microsoft erachtet bestimmte Mini-Anwendungen, die CD/DVD-Wiedergabe, das Ändern der Suchmaschine des Standard-Browsers und das gewohnte Media-Center und einiges mehr offenbar nicht mehr als notwendig. Auch einige Funktionen des Mediaplayers wurden eingeschränkt.

Was spricht für Windows 10?

Konnten wir noch nicht so richtig erkennen. Aber vielleicht berichten uns Updater aus ihren Erfahrungen.

Hartmut Dold

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