Widerspruch durch die Linksfraktion der BVV

In einer Erklärung der Fraktion der Linken in der BVV Pankow wird der Entwicklung von Standorten für große Wohnungsneubauvorhaben privater und öffentlicher Investoren widersprochen. Sie stünden im Gegensatz zu den Interessen der Anwohnerschaft. Es geht um die Michelangelostraße und den Thälmannpark.

Argumente

„Der Senat von Berlin hat in Abstimmung mit dem Bezirksamt Pankow Flächen an der Michelangelostraße und am Thälmannpark als Stadtorte für große Wohnungsneubauvorhaben privater und öffentlicher Investoren auserkoren.

Diese Pläne stoßen auf vielfältigen Widerspruch im Bezirk – insbesondere auf den von der Anwohnerschaft im Umfeld. Dabei geht es um das Stadtklima, um Grün- und Freiflächendefizite im Ortsteil Prenzlauer Berg, um Verkehrsfragen, um nachhaltigen Städtebau und um die Gefährdung der Lebens- und Wohnqualität in den gewachsenen Stadtquartieren.“

Senats- und Bezirksverwaltung agierten hilflos und verweigerten die Diskussion um die von den Bürgern aufgeworfenen Probleme. Stattdessen unterstellen sie den Kritikern niedere, egoistische Motive und wiederholen das Mantra, dass die wachsende Stadt mehr Wohnungen bräuchte.

„Obwohl den Planungen in öffentlichen Veranstaltungen heftig und mit vielen fundierten Argumenten widersprochen wurde, treiben die Behörden diese weiter voran. Machbarkeitsstudien und Bebauungspläne befinden sich in der Erarbeitung“, heißt es weiter.

Udo Wolf, Vorsitzender der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus  und der Bezirksverordnete Dr. Michail Nelken wollen sich bei einem Rundgang vor Ort im Dialog mit Interessierten über die widerstreitenden Argumente austauschen.

Der Stadtrundgang endet im ehemaligen Sanierungsgebiet Helmholtzplatz. Dort will man die Probleme um Nachverdichtung, Wohnungsneubau und sozialer Segregation mit interessierten Anwohnern und Teilnehmern am Stadtspaziergang diskutieren.

Treffpunkt ist der 4. August um 10 Uhr, Ecke Greifswalder / Michelangelostraße.

Hartmut Dold

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Wohnungsneubau in Pankow um jeden Preis?

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