Meine Bewerbung für die Bundeswehr

In einem geheimen Strategiepapier fordert die Bundeswehr mehr Geld für die Abwehr von  Cyberangriffen im In- und Ausland. Herangezogen werden sollen auch notfalls Reservisten mit IT Kenntnissen. Wir haben uns darauf spontan gemeldet aber leider noch keine Antwort erhalten.

Hintergrund ist offensichtlich der erfolgreiche Hackerangriff auf das Intranet des Bundestages. Die Verteidigungsministerin leitet daraus ab, dass Deutschland für Cyberattacken nicht ausreichend gerüstet ist.

Das 20-seitige Papier hat die Verteidigungsministerin bereits am 16. April gebilligt. Darin wird gefordert, das Internet neben den klassischen Kriegsschauplätzen Land, Luft, See und Weltraum als neuen Operationsraum der Bundeswehr zu definieren.

Zu den Plänen gehören auch offensive Cyberattacken: Die Bundeswehr müsse nicht nur im Inland in der Lage sein, Cyberangriffe „aktiv abzuwehren“. Bei Missionen im Ausland soll es zum Beispiel möglich sein, die Nutzung von Internet und Mobilfunk durch den Gegner „einzuschränken, gegebenenfalls sogar auszuschalten“. Dazu müsse stets ein Lagebild über „Verwundbarkeiten“ der gegnerischen Systeme vorliegen.

Leider hat die Bundeswehr offensichtlich ein kapazitives Problem. Das betrifft IT-Spezialisten, wie Programmierer und Hacker, die in der Realwirtschaft mehr Geld verdienen.

Aber auch dafür hat Ursula von der Leyen eine Lösung: Möglicherweise könnten Reservesoldaten aus der IT-Wirtschaft „in hoheitlichem Auftrag“ zur Unterstützung im Cybernotfall herangezogen werden.

Ich melde mich freiwillig – her mit der Kohle. Ich habe diverse IT-Zertivikate und bin Reservesoldat. Obwohl –  genau betrachtet nicht mehr aktiv, schlichtweg zu alt und mit dem Makel DDR behaftet. Das war’s dann wohl. Deshalb haben die nicht mal auf meine Bewerbung geantwortet, Mist!

Gut so! Mann muss ja nicht auf allen Blödsinn reinfallen!

Quelle: Spiegel Online

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Glosse

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