Der Moritzhof im Mauerpark

Weil die Jugendfarm-Moritzhof eine eigene Webseite hat, ist es uns bisher nicht eingefallen, explizit darüber zu berichten. 2013 hatten wir ein gemeinsames Hoffest mit großem Erfolg. Regelmäßig schau’n wir mal vorbei und machen Fotos. Auffällig ist jedes mal das Erstaunen ausländischer Touristen, die so etwas aus ihrer Großstadt nicht kennen und oft mit very nice Kommentaren begleiten. Jetzt droht große Gefahr aus dem Westen…

Die Kinder des Moritzhofes wissen es sowie ihre Betreuer: Wenn die 5-bis 7-geschossigen Neubauten in unmittelbarer Nähe heranwachsen droht Gefahr und Verschattung. Zukünftige Eigentumsbewohner, die ihr Quartier für teures Geld gekauft haben, könnten sich belästigt fühlen und klagen.

Bei den Gutachten zur Lärm-und Geruchsbelastung wurde geschlampt. Nicht einmal die Zahl und Art der Tiere wurde korrekt ermittelt. Eine von vielen Einwendungen gegen die geplante Mauerparkbebauung, die aber die handelnde Politik nicht interessieren.

Die BVV-Mitte mit der Zählgemeinschaft SPD/CDU hat sich jedenfalls auch davon nicht beeindrucken lassen und der Übertragung des B-Planverfahrens I-64a VE an den Senat zugestimmt. Der will die Bebauung mit allen Mittel durchdrücken. Städtebauliche oder ökologische Aspekte interessieren nicht. Bürger werden gegeneinander ausgespielt.

Bisher war die Pankower SPD und CDU dagegen. Auf unsere Anfragen und Bitten um eine Stellungnahme haben wir bisher keine Antwort erhalten.

Für die Kinder des Moritzhofes und der freien Schule am Mauerpark, die am 16.03.2015 die 39.000 Einwendungen an den Baustadtrat von Mitte, Carsten Spallek übergeben haben, ist das sicher ihre erste Demokratieerfahrung. Hoffentlich erklärt man ihnen das richtig.

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Kommentar

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