Bornholmer mit Baubrache – wie lange noch?

Wer nicht 1989 am Grenzübergang Bornholmer Straße dabei war, den gleichnamigen Film nicht gesehen hat, oder sonst wo wohnt, kann das Drama um die ehemalige Fläche der Grenzübergangstelle nicht nachvollziehen.

Im Nordischen Viertel, auf dem ehemaligen Gelände der Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße liegt seit Jahren ein Gelände brach. Grund sind planerisches Desinteresse und gegenwärtig wohl der Schutt und der Supermarkt-Nachbar. Jahrelang hatte sich ein Gebrauchtwagenhandel dort eingenistet. Vor Weihnachten wurden auf dem Gelände Tannenbäume verkauft.

Für das Gelände umschlossen von Bornholmer, Malmöer und Finnländischer Straße hat ein Investor namens Gefiplan aus dem brandenburgischen Luhme eine Baugenehmigung bekommen. Der Unternehmer Steffen Kreutzer, Geschäftsführer von Gefiplan, hatte prognostiziert, dass es im August 2014 losgehen könne mit dem Bau. Daraus wurde ganz offensichtlich nichts.

Als Grund gibt Kreutzer den alten Bauschutt und Kriegstrümmer an, die erst einmal auf dem Gelände ausgehoben werden müssen. Das dürfe natürlich nicht zu Lasten des Nachbarn, eines Supermarkts, geschehen.

Nachdem der Starttermin für den Baubeginn gescheitert ist, will sich Kreutzer lieber gar nicht mehr auf ein Datum festlegen. Es könne Frühjahr 2015 werden, aber auch erst das kommende Jahr. Nach dem ersten Spatenstich könnte es dann zweieinhalb bis drei Jahre dauern, bis die ersten Mieter oder Wohnungsbesitzer einziehen können.

160 Wohnungen will die  Gefiplan bauen, sehr lange hat sie nicht mehr Zeit dafür, denn jede Baugenehmigung ist befristet.

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Nebenan

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