Wunderbare Vermehrung der geplanten Wohnungen im Mauerpark

„Wir sind zur Wahrheit verpflichtet, unsere Gegner nicht“, deutliche Worte und Unterstellungen des Projektentwicklers Thomas Groth, wenn es um die Verteidigung seiner Pläne im Mauerpark geht. Aber gehört nicht auch zur Wahrheit, dass an Stelle der ursprünglichen Planung von 560 Wohneinheiten jetzt über 700 entstehen sollen?

Man muss zu Gute halten, dass Groth öffentlich zu dem offenen Brief von M. Nelken vom Bürgerverein Gleimviertel Stellung genommen und auf der gerade aktualisierten Webseite http://update.mauerpark-im-dialog.de/ geantwortet hat. Damit sind die Standpunkte ausgetauscht und die mediale Schlacht hat begonnen.

Die Groth Gruppe startet mit einer Informationsbroschüre, die mit einer Auflage von 60.000 Exemplaren an die Haushalte am Mauerpark verteilt wurde. Da kann die Mauerparkallianz nicht mithalten.

In der Broschüre und auf der Webseite werden die bekannten Argumente vorgebracht:

  • Das Bebauungsgebiet gehöre nicht zum Mauerpark
  • Berlin braucht Wohnungen
  • Es sei ein fairer Kompromiss
  • Die Bebauungsgegner seien eine kleine, egoistische, renitent bis radikale Minderheit

Jeder kann sich inzwischen selbst ein Bild machen. Die Argumente liegen auf dem Tisch.

Mitte Februar wird das B-Plan Verfahren öffentlich ausgelegt. Bürger können ihre Einsprüche geltend machen, auch ein Bürgerbegehren ist wahrscheinlich.

Andere reden von Normenkontrollverfahren und Fachaufsichtsbeschwerden. Aber wer leitet die ein?

Wahrscheinlich ist Fachwissen von Vorteil aber der gesunde Menschenverstand hilft auch und kann Propaganda von Fakten unterscheiden.

Zitat oben: http://www.morgenpost.de/bezirke/pankow/article136475019/Wohnungen-am-Mauerpark-Ein-Bauherr-geht-in-die-Offensive.html

Hartmut Dold

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Mauerpark – Kampf um die Medienpräsenz

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