Zu den Pariser Anschlägen

Noch nicht sind alle Toten und Verletzte von Paris endgültig gezählt, da erdreisten sich politische Trittbrettfahrer von der AfD und von Spiegel-Online mit ihren Wertungen und Kommentaren.

Alexander Gauland (AfD Brandenburg) sieht das Attentat auf das französische Satireblatt „Charlie Hebdo“ als Beleg für die Anliegen der Pegida-Bewegung, die seit Wochen jeden Montag in Dresden demonstriert.

Jetzt erklärte er: Die Pegida-Forderungen erhielten nach dem Massaker von Paris besonderes Gewicht. „All diejenigen, die bisher die Sorgen vieler Menschen vor einer drohenden Gefahr durch den Islamismus ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft“.

Ganz anders der Chef von Spiegel-Online über Twitter. Er hält Edward Snowden für den wahren Verursacher der Attentate.

Er hat für uns die letzten Tage in Washington D.C. verbracht und dort in selbstloser Weise in Gesprächen mit drei US-Geheimdienstlern herausgefunden, dass E. Snowden letztendlich verantwortlich ist.

Ihre Analyse ist furchterregend, aber alle drei Geheimdienstler seien sich einig, dass niemand der Verhinderung der Terroranschläge so sehr geschadet hat, wie Edward Snowden, mit all dem, was er an technischer Überwachung enthüllt hat.

Einer der Geheimdienstler sagte ihm sogar „Snowden hätte uns schlichtweg erblinden lassen. Niemand kann sagen, dass wir die Terroristen in Paris gestoppt hätten. Aber es war deutlich wahrscheinlicher“.

Für diese Ansichten hätte man nicht erst in die Staaten fahren müssen, sie sind wohlfeil in den einschlägigen Kreisen.

Hoffentlich entsteht aus dem Tweet nicht noch ein Artikel. Das wäre dann echt peinlich!

Quelle: https://twitter.com/niggi/status/553465273450504193

Hartmut Dold

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Zynische Trittbrettfahrer

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