Zur Lage

In der Max-Schmeling-Halle am Mauerpark spielen die Füchse Berlin Handball. In den letzten beiden Jahren sehr erfolgreich. Dieses Jahr läuft’s bisher nicht ganz so gut. Echte Füchse der Gattung Vulpes/Vulpes gibt es auch. Die leben bisher nördlich des Gleimtunnels. Jetzt sind sie in Gefahr.

Vor einigen Jahren sind sie durch die Bebauung des Geländes gegenüber des Gesundbrunnencenters, das heute überwiegend von Kaufland genutzt wird, in den nördlichen Teil des Mauerparks umgezogen. Zeitweilig hatten sie ihren Bau in der Nähe des Senatsspielplatzes an der Graunstraße. Dort sind sie den spielenden Kindern aufgefallen, die davon ganz begeistert waren, weil die Füchse wie sie noch Fuchskinder waren.

Die damalige Population hatte einen guten Wurf mit 4 bis 5 Füchslein. Im Sommer spielten sie ab ca. 22 Uhr auf dem Spielplatz. Auch früh am Morgen konnten sie gesichtet werden. Zäune sind für sie kein Hindernis, aber Menschen weichen sie sofort aus.

Der Fuchsbau im dichten Gestrüpp wurde irgendwann entdeckt. Besorgte Eltern haben die Ausgänge mit Steinen verschlossen. Eine Weile waren die Füchse weg, weil sie schlau sind. Dann kam eine ansehnliche rote Füchsin und später ein stattlicher rot-grauer Fuchs. Jetzt sind wieder neue Nachkommen da.

Die 3 Jungfüchse haben, der Jahreszeit angemessen, ein leicht verwaschenes Fell. Das wird sich im nahen Winter auf leuchtend fuchsrot ändern. Einer der Jungfüchse läuft auf nur noch 3 Beinen, das vierte lahmt.

Wenn es darauf ankommt ist er aber genauso schnell wie der Hund Benni unserer Leserin, die uns diese Informationen hat zukommen lassen. Benni hat es sich zur Aufgabe gemacht die Füchse zu erschrecken und ins Gebüsch zu jagen. Das ist aber eher ein Spiel.

Die Kinder auf dem Spielplatz sind es gewöhnt, dass die Füchslein ganz in der Nähe vorbei flitzen. Eine Gefahr geht zu keiner Zeit von ihnen aus. Im Spätherbst werden die Rüden den Wurf der Fuchsfamilie verlassen. Die „Mädels“ dürfen bleiben.

Im nächsten Jahr wird neuer Stress auf sie zukommen. Dann sollen die Baumaßnahmen der Groth-Gruppe nördlich des Gleimtunnels beginnen. Eine öffentliche Auslegung der Pläne soll ab 16.11.2014 erfolgen.

Viele Gutachten wurden bereits erstellt, z.B. zur Stechimmenfauna im Mauerpark. Bloß an die Füchse hat bisher keiner gedacht.

Wie wäre es eigentlich, wenn die Handball-Bundesligamannschaft Füchse Berlin, die in der Max-Schmeling-Halle ihre Heimspiele hat, aus ihrem Namen eine Patenschaft macht? Ein Videoclip mit harten Schnitten, flitzende Jungfüchse im Mauerpark, niedliche Bilder. Muss man den Marketingleuten eigentlich alles aufs Butterbrot schmieren?

Danke Marion für die Informationen

siehe auch: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/forsten/wildtiere/de/fuchs.shtml

Hartmut Dold

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Rettet die Füchse im Mauerpark!

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