Operation Triton

Mit der Operation Triton sollen zukünftig Bootsflüchtlinge im Mittelmeer nur noch kurz vor den Außengrenzen der EU abfangen werden. Im Unterschied zu „Mare Nostrum“, dem gegenwärtigen Standard, werden Flüchtlinge nicht mehr auf offener See gerettet.

Da ist der Namensgeber der Mission Triton durchaus passend. Er ist ein Meeresgott bei den alten Griechen. Ein dreigeteiltes Wesen, mit dem Oberkörper eines Menschen, den Vorderbeinen eines Pferdes und dem Rumpf eines Delfins. Er kann das Meer aufwühlen und Boote verschlingen.

Triton wird gewiss zu einer verbesserten Grenzüberwachung an den Außengrenzen Italiens und Europas beitragen. Die Agentur Frontex ist dafür zuständig.

Kann sein, dass die illegale Migration damit abnimmt. Proportional wird die Zahl der ertrunkenen Bootsflüchtlinge zunehmen. Die werden aber von keiner Statistik mehr erfasst und versinken damit unsichtbar in den Tiefen des Mittelmeeres.

Hartmut Dold

Please follow and like us:
Gleimviertel – was uns bewegt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.