Pressekonferenz von Stadtrat Spallek

Mauerpark gewinnt“, so steht es groß auf der überarbeiteten Webseite  „Mauerpark im Dialog“ der Groth-Gruppe, die nach einigen Monaten Baustelle nun wieder online ist. Wer hier gewinnt ist sicherlich der Bauherr. Seine Pläne durfte „Pressesprecher“ C. Spallek/CDU in einer Pressekonferenz am 17.10 2014 vorstellen. Hatte er nicht als Baustadtrat Mitte eingeladen?

Es gab das übliche Ritual, weil sich Carsten Spallek von den Bürgern, die gegen die Nordbebauung sind, gestört fühlte. Erst verwies er sie des Raumes, dann lenkte er ein, verhängte aber ein Sprechverbot. Nach der Presseinformation gab es sogar noch das eine oder andere Gespräch.

So geriet die Presseveranstaltung vollends zur Charmeoffensive für den Investor. Von fleißigen Helfern wurde entsprechendes PR-Material verteilt. Das diente auch als Grundlage für Spalleks Vortrag.

Insgesamt hat die Groth-Gruppe wohl über 60.000 Broschüren drucken lassen, die in den nächsten Tagen an die Anwohner verteilt werden sollen. Erste aufwendig gemachte Broschüren sind schon in den Briefkästen unserer Vereinsmitglieder gesichtet worden. Was für eine Verschwendung finnischer Wälder, von Bleichmitteln und anderen umweltschädlichen Komponenten nicht zu reden.

Zu den Fakten

Da gab es eine Neuigkeit. Nicht 530, wie ursprünglich geplant, sondern 650 Wohnungen sollen gebaut werden. Davon 200 Studentenwohnungen, die offenbar nicht zählen, weil sie als Studentenappartements und nicht als Wohnungen geführt werden.

Sie werden offenbar als siebengeschossiger Querriegel parallel zu den Bahngleisen gebaut. Die ursprünglichen Baufelder E, C und D, die jeweils einen Durchlas nach Norden hatten, wurden zusammengefasst, damit die dahinter legenden Blöcke mit den hochpreisigen Wohnungen vor Lärm geschützt sind. Ein weiterer Nackenschlag für die Kaltluftschneise.

Bebauungsplan

Der soll als aufgabenbezogener Plan im November 2014 öffentlich ausgelegt werden. Er rechne mit einer Vielzahl von Einwänden und auch mit juristischen Schritten, sagte Spallek. Das gönnen wir den Plänen und dem verpfuschten Mauerparkvertrag von Herzen.

Ob im Frühjahr 2015 tatsächlich gebaut wird, bleibt abzuwarten. Der Bebauungsplan südlich des Gleimtunnels stehe hinter der Nordbebauung erst mal zurück.

Das ist das Faustpfand, genauso wie mögliche Schadenersatzforderungen von Groth, sollte er im Norden nicht wie gewünscht zum Zuge kommen. Das kennt man ja von der Kolonie-Oeynhausen.

Hartmut Dold

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