In der Kleingartenanlage Bornholmer brennt die Luft

Gleich nebenan, über den Gleimsteg rüber, liegt ein Kleinod. Die Bornholmer Gartenanlage I und II. Dort gibt es das Vereinsheim „Bauernstube“, in dem man gut relaxen kann. Die Kleingartenanlage gibt es seit über 100 Jahren. Das Kleingartenwesen hat strenge Vorschriften. Die wurden nach der Wende noch verschärft. Doch jetzt gibt es Stress.

Einige Pächter hatten zu einem „Tag des offenen Gartens“ eingeladen. Der fand am 27.September 2014 auch tatsächlich statt. Flohmarkt, Grill und Musik sollten Anwohnern das Kleingartenwesen näherbringen. Außerdem wollte man damit einer Forderung des Abgeordnetenhauses nachkommen, das eine generelle Öffnung der Gärten will. Zu den Organisatoren gehörten vor allem junge Pächter, viele mit Familien und internationalem Hintergrund.

Der Kleingartenverein fand das gar nicht gut. Mit drastischen Worten wurde dort der Tag des offenen Gartens verurteilt. Hier hätte sich eine Minderheit von 10 Parzellen gegen eine Mehrheit von 416 Parzellen durchgesetzt. Fest steht: Es feierte eine Minderheit.

Worum es geht

Alteingesessene Pächter fühlten sich einfach überrumpelt. 118 Jahre ist die Kleingartenanlage alt und da geht es nicht, dass einige Wenige alles auf den Kopf stellen. Schließlich gäbe es auch Regeln und die richten sich nach dem Bundeskleingartengesetz.

Eigentlich haben die alteingesessenen Kleingärtner nichts gegen Neulinge. Sie sind seit Jahren im Kampf gegen ihre Existenz bedrohende Investoren.

Sie befürchten, wenn ihre Anlage einfach zum Erholungsgebiet oder zum Vergnügungspark gemacht wird, verliert ihre Anlage den geschützten Status als Kleingartenanlage.

Aber darüber wird man doch reden können? Oder stehen noch andere Ressentiments im Raum?

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Nebenan

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