Kunstinstallation

Der Verein „Futropolis“ e.V. vergibt erstmalig seinen Preis „für die Zukunft der Stadt“ für wegweisende Kunstprojekte nach Berlin. Er geht an Claudia Schmitz für ihr Recycling-Kunst-Projekt zur Zukunft des Mauerstreifens, „Benutzte Gegenwart“. Dazu gibt es eine öffentlichen Führung durch den Mauerpark. Treffpunkt ist die Litfaßsäule Eingang Mauerpark/Ecke Eberswalder Str. am 04. 10. 2014 um 15:00 Uhr.

Aus diesem Anlass hat Claudia Schmitz eine Installation aus 40 Windhosen im Mauerpark aufgebaut. Die Windhosen schweißt sie aus gefundenem Plastikmüll zusammen – ein Recycling-Projekt der eigenen Art. „Mich interessierte nicht nur die Vergangenheit hier auf dem Mauerstreifen, sondern vor allem, was nach dem Mauerfall passiert ist, wie es hier weitergeht,“ sagt sie.

Die Idee ihrer Kunstinstallation ist insofern interessant, weil Plastikmüll ein integraler Bestandteil  des Mauerparks zu sein scheint, der nur unter großen Aufwand täglich beseitigt wird.

Somit weist das Kunstprojekt auf ein ernstes Problem hin. Wie gehen wir mit unseren innerstädtischen Grünflächen um, wenn Investoren für Bauland Schlange stehen? Wie bekommt man eine Balance zwischen Grünflächen und öffentlicher Nutzung hin, ohne die Flächen zu vermüllen oder einzuzirkeln?

Darüber hinaus ist alles, was den Mauerpark betrifft, am Tag der Deutschen Einheit und am Tag als die Mauer vor 25 Jahren fiel, am 09. November 1989, von besonderer Sensibilität. Wir werden darüber gewiss noch berichten.

Hartmut Dold

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Futropolis im Mauerpark

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