Zwischenbericht

Die Berliner Verwaltung ist dem Ziel, mehr Online-Verfahren im Internet bereitzustellen, ein gutes Stück näher gekommen. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Senats vom 23.09. 2014 hervor. 800.000 Seitenzugriffe wurden monatlich registriert, das ist beachtlich. Wir liegen als kleine, lokal und thematisch begrenzte Webseite bei monatlich 87.743 im Monat August 2014.

Unter https://service.berlin.de sind die Informationen zu den Dienstleistungen der Berliner Verwaltung aufzurufen. Bisher können 67 Online-Verfahren direkt angesteuert werden. Das Angebot wird über Mittel des Modernisierungsprogramms weiter ausgebaut und durch die Bereitstellung einer mobilen Service-App sowie die Schaffung eines personalisierten Zugangs zur Berliner Verwaltung ergänzt.

Im Zwischenbericht heißt es:

„Angesichts des Effizienzpotenzials von E-Government ist der Senat aber weiterhin bestrebt, die Nutzerzahlen bei Online-Verfahren zu steigern. Wie dies mit geringem Aufwand gelingen kann, verdeutlicht das Beispiel der elektronischen Abwicklung von Gewerbeangelegenheiten. Statt wie bisher mit einer eigenhändigen Unterschrift muss die Identitätserklärung nur noch durch die aktive Betätigung eines Kontrollkästchens erfolgen. Der Senat sieht in der Überprüfung von Formerfordernissen auf ihre heutigen tatsächlichen Notwendigkeiten einen geeigneten Weg, Online-Verfahren zu vereinfachen und damit die Nutzerzahlen zu erhöhen.“

Ruft man die angegebene Service Adresse auf, wird ein anderes Problem überdeutlich. Bürger, die über keine entsprechende Internetstruktur verfügen und nur über rudimentäre PC-Kenntnisse verfügen, haben keine Chance. Damit sind die Grenzen des E-Goverment genannt.

Wenn es denn in Gänze ein zusätzliches Angebot wäre, prima. Aber wenn man Termine in den Bezirksämtern nur damit bekommen kann, Bullshit!

Wie heißt es doch in der Pressemitteilung des Senats:

„Mit dem am 31. Juli 2012 verabschiedeten Modernisierungsprogramm „ServiceStadt Berlin 2016“ verbindet der Senat das Ziel, die Berliner Verwaltung wirtschaftsfreundlicher und bürgernäher, transparenter, partizipativer und effizienter zu gestalten…. Derzeit umfasst das Programm 30 Projekte mit IT- bzw. E-Government-Schwerpunkt. Die Aufnahme weiterer Projekte durch den Staatssekretärsausschuss zur Verwaltungsmodernisierung als politischem Steuerungsgremium ist jederzeit möglich.“

Das klingt nach viel Geld und Manpower. Hauptsache modern, oder doch bürgerfreundlich?

Siehe auch:
http://www.berlin.de/sen/inneres/moderne-verwaltung

Hartmut Dold

Please follow and like us:
Service-Stadt-Berlin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.