Es gibt Hoffnung!

In dem ewigen Trauerspiel der Mietervertreibung aus dem Gleimviertel und anderswo, gibt es manchmal auch hoffnungsvolle Signale. Wie wir bereits seit Anfang August von den Betreibern des Blogs Sonnenburger 55 wissen, wurde dort ein Baustopp verhängt. Jetzt haben wir Näheres darüber erfahren.

Hintergrund war die Anfrage von M.Nelken/Linke an das Bezirksamt. Jetzt kennen wir die Antwort.

Bürgermeister Köhne/SPD ließ mitteilen, dass das Bezirksamt die Umbauarbeiten in den Wohnungen in der Sonnenburger 55 nicht dulde.

Nach einer durchgeführten Ortsbesichtigungen durch den Fachbereich Stadterneuerung und den Fachbereich Bau- und Wohnungsaufsicht würde wegen der erhaltungsrechtlich ungenehmigten Durchführung von Umbauarbeiten in drei Wohnungen am 29.07.2014 ein Baustopp verhängt. Darüber hinaus wurde durch den Fachbereich Stadterneuerung ein Bußgeldverfahren gegen die Eigentümer eingeleitet. Donnerwetter!

Weiter heißt es:

Auf die Vorkommnisse sei die zuständige Verwaltung erst durch das Internet gekommen. Dem Bau-und Wohnungsaufsichtsamt läge bisher ein noch unvollständiger Bauantrag für den Dachgeschossausbau, den Anbau eines Aufzuges und von Balkonen vor. Deshalb sei ein Stellungnahmeersuchen an den Fachbereich Stadterneuerung im Rahmen der Ämterbeteiligung wegen der Unvollständigkeit noch nicht ausgelöst worden.

Ausgesprochene Räumungsklagen und andere Bedrohungen der Mieter seien nicht bekannt. Über derartige Verfahrensweisen stünde man auch nicht in Kontakt mit anderen Bezirksämtern. Dies sei auch nicht zielführend. „Erfahrungen anderer Bezirke mit Praktiken von Eigentümern sind für das Genehmigungsverfahren nicht relevant“.

Preußisch korrekt, juristisch nicht anfechtbar, an der Lebenswirklichkeit betroffener Mieter vorbei. Die Berliner Verwaltung – wir lieben sie!

Siehe: http://www.gleimviertel.de/wp-content/uploads/2014/08/0627-VII.pdf

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Sonnenburger 55

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