Neue Initiativgruppe unter dem Dach des BV Gleimviertel

Seit 3 Jahren ist der Kinderspielplatz „Töne des Dschungels“, Kopenhagener/Ecke Rhinower, wegen baulicher Mängel gesperrt. Diesen Zustand der Stagnation und Tristesse wollen Anwohner und Eltern so nicht mehr hinnehmen. Sie haben ein neues Nutzungskonzept entworfen und sich in einem Brief an Stadtrat Kirchner gewandt.

In der Vorschlagsliste Stadtumbau Ost vom 16. Juni 2013 war eine Summe von 115.000 Euro für 2014 veranschlagt. Die haben es offensichtlich nicht in die Investitionsplanung des Bezirkes geschafft.

Die Initiative schlägt nun eine Nutzungserweiterung vor. „Wir möchten einen kleineren, aber deutlich pflegeleichteren, kostengünstigeren und nachhaltig nutzbaren Naturspielplatz mit Beeten zum Gemüse-, Obst- und Kräuteranbau aufbauen, den „Koppegarten“. Die Beete möchten wir vornehmlich in Form von Hochbeeten anlegen (zum Beispiel mit Holz eingefasst oder als Pflanztaschen). Kinder und Kindergarten-/Kita- Gruppen könnten die Beete zum Bepflanzen und die Räume zur Naturbeobachtung nutzen (zum Beispiel Kompostbehälter, Nistkästen, Regenwurmzucht ). Die Skulpturen der Holzbildhauerin Gisbert Baarmann und die Spielgeräte, die nicht saniert werden müssen, sollen Bestandteil des Koppegartens bleiben“, heißt es im Planungskonzept.

Die Initiativgruppe will sich unter dem dach des Bürgervereins Gleimviertel organisieren. Es gibt einen wechselbaren, aber verbindlichen Stamm verantwortlicher Personen mit bestimmten Aufgaben, die die Umgestaltung begleiten und voranbringen möchten. Auch andere Menschen sollen sich mit Ideen und Initiative einbrigen können und Verantwortung übernehmen. Die Idee ist, den Kiezgarten abzugrenzen und ihn nur zu bestimmten Zeiten tagsüber und abends zu öffnen, um Beschädigungen etwa an den Beeten, Pflanzen, verbliebenen Spielgeräten etc. in der Nacht vorzubeugen. Innerhalb der Öffnungszeiten soll der Kiezgarten offen für alle sein. Die Gestaltung soll möglichst viele Wünsche und Vorschläge der Anwohnerinne und Anwohner berücksichtigen.

Zur Finanzierung sollen die Bürger motiviert werden, durch Sachspenden und Eigenleistungen am Erfolg des Prokekts teilzuhaben. Größere Investitionen sollen entweder über öffentliche Fördermittel sowie Crowdfunding und Spenden der umliegenden Gewerbetreibenden realisiert werden.

Der Bezirk wird gebeten, eine zeitlich befristete Teilnutzung der Fläche zu ermöglichen. 2016 könnten Bezirk und Anwohner/innen dann auf Basis der gesammelten Erfahrungen gemeinsam neu entscheiden, ob das Koppegarten-Konzept oder eine umfassende Grundsanierung des Spielplatzes zukunftsfähiger sind.

Wir empfehlen den zukünftigen „Koppegärtnern“ mal bei den „Mauergärtnern“ im Mauerpark vorbeizuschauen. Von gemeinsamen Erfahrungen kann man nur profitieren, einfache Fehler vermeiden und Synergieeffekte erzeugen.

Koppegartenkonzept: http://www.gleimviertel.de/wp-content/uploads/2014/07/vmkoppegarten.pdf

Hartmut Dold

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Die „Koppegärtner“

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