Deutschland muss vorlegen

Wenn am Montag den 16.06. 2014 in Salvador de Bahia Deutschland gegen Portugal spielt, stehen Yogis Jungs schon gehörig unter Druck. Drei Punkte müssen her, denn am Schluss warten die US-Boys von Klinsi und Berti. Die spielen aber mit 13 Mann.

12 davon laufen auf dem Platz auf, wie allgemein üblich. Der 13. Mann agiert im Hintergrund, quasi im Geheimen. Bestimmt kennt er die Trainingsmethoden, die taktischen Varianten, die Schwächen und Stärken einzelner Spieler und die Vorlieben des Trainers.

Die Mannschaftsaufstellung ist bekannt, sobald sie in Yogis Kopf ist. Es wäre doch blöd, wenn der 13. Mann den technologischen Vorsprung, den er sich hart erarbeitet hat, nicht nutzen würde. Nicht mal der Bundesanwalt kann den Namen des 13. Manns richtig aussprechen, so geheim ist er. Von NASA oder SNA war die Rede, weit gefehlt.

Jetzt wird im Nachhinein klar, warum das Quartier der Deutschen Nationalmannschaft so abgelegen ist und neu erbaut wurde. Wenigstens kurzfristig soll ein informelles Patt hergestellt werden. Doch das ist hoffnungslos, weil die Jungs telefonieren und Playstation spielen werden. Im Zweifelsfall kann auch das Dossier über den Schiedsrichter helfen oder die Torlinientechnik per Hack manipuliert werden.

Aber so sicher sollte der Gegner sich nicht sein. Die Deutschen können auch gegen 13 Mann gewinnen. Vielleicht machen sie aber schon vorher gegen Portugal und Ghana alles klar und schießen den Ball ins Tor. Dann sind solche, den deutsch-amerikanischen Beziehungen abträgliche Betrachtungen gegenstandslos. Das wäre ganz in unserem Sinne.

Hartmut Dold

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Gleimviertel – Fußball WM 2014

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