Spielplatz „Töne des Dschungels“

Es gibt offene Wunden die heilen über Jahre nicht, besonders, wenn an der Wunde groß operiert, Lebenszeit, Initiative der Bürger und viel Geld verschwendet wurde. Manchmal ist es wieder angebracht die Finger in solch eine Wund zu legen. Die Rede ist vom Spielplatz „Töne des Dschungels“, Kopenhagener/ Ecke Rhinower.

Über diesen Spielplatz haben wir im September 2012 letztmalig berichtet. Inzwischen sind 2 weitere Jahre ins Land gegangen und Nichts ist passiert. Anfragen an die Spielplatzkommission wurden mit nichtssagenden Terminvertröstungen abgespeist. Inzwischen sind die Mittel zur Sanierung für die nächsten Jahre verteilt. Der Spielplatz Kopenhagner/Ecke Rhinower ist nicht dabei. Viel zu teuer befand Stadtrat Kirchner. Das ist immer Ansichtssache, aber doch kein Argument dafür, die Ecke mit den hässlichen Metallgitterzäunen auf ewig so zu belassen.

Vielleicht ist es Zeit, mal eine Blick zurück auf das Jahr 2005 zu werfen. Dort forderten Bürger eine kleinere, bezahlbare Variante. Die wurde großspurig von der Bezirkspolitik abgelehnt. Weil es dafür keine Haftung gebe. Wie sah denn die Haftung aus, nachdem Hunderttausende Euro verbuddelt wurden und nur einige Jahre später der Spielplatz wegen „Einsturzgefahr“ geschlossen werden musste?

Jetzt gibt es wieder Vorschläge das Projekt Kiezecke in Angriff zu nehmen. Eine Teilnutzung als Kiezgarten wird ins Spiel gebracht. Man sollte wenigstens ernsthaft darüber diskutieren.

Aber vielleicht soll nur lange genug abgewartet werden, um dann wegen Verwahrlosung das schöne Grundstück zu verkaufen. Die Investoren werden Schlange stehen.

Hartmut Dold

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Offene Wunden

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