Füchse verpassen EHF-Finale

Eigentlich hatten die Handballer der Berliner Füchse vor, in eigener Halle durch einen Sieg im Halbfinale über den Ungarischen Meister Pick Szeged das Finale am Sonntag zu erreichen und zum ersten Mal in ihrer Vereinsgeschichte den EHF-Pokal zu gewinnen. Leider kam es anders. Durch die 22:24 Niederlage spielen sie nur um den dritten Platz.

Vom „wichtigsten Spiel des Jahres“ hatten die Füchse im Vorfeld gesprochen, doch vor 7918 Zuschauern schien der Druck zu schwer auf den Schultern der Gastgeber zu lasten. Schnell lagen die fahrig und übermotiviert wirkenden Berliner um den scheidenden Iker Romero in Rückstand. Im Angriff agierten sie zu überhastet oder scheiterten am starken Torwart der Gegner.

Der ungarische Torhüter entschied das Duell mit seinem Berliner Gegenüber Silvio Heinevetter in der ersten Hälfte klar für sich. Für den deutschen Nationaltorhüter kam später Petr Stochl ins Tor. Der 9:13-Halbzeitrückstand entsprach allerdings dem Spielverlauf.

Die zweite Halbzeit war ein Abziehbild der ersten, auch was die Torwartleistungen betraf. Die Füchse blieben dran, scheiterten aber immer wieder an Mikler, dem ungarischen Torwart.

Im Spiel um Platz drei treffen die Füchse am Sonntag, den 18.05 (13.00 Uhr), auf HCM Constanta. Der rumänische Meister unterlag dem französischen Pokalsieger Montpellier HB um den ehemaligen Kieler Weltklassetorhüter Thierry Omeyer 32:36 (14:18). Szeged und Montpellier ermitteln nun den neuen Titelträger.

Hartmut Dold

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Max–Schmeling–Halle: Handball

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