Haben wir auch griechische Staatsanleihen gekauft?

Natürlich nicht, wie auch? Wir sind ja kein Hedgefonds und wussten vorab nicht Bescheid. Auch fehlen uns die nötigen Mittel. Warum war dann die erste Kreditaufnahme der Griechen auf dem internationalen Geldmarkt seit Jahren so ein Erfolg, wie behauptet wird. Wir klären auf.

4 Jahre lang war der griechische Staat vom internationalen Finanzmarkt ausgeschlossen. Davor konnten griechische Staatsanleihen nur mit einer Verzinsung von über 10% platziert werden. Das trieb das griechische Staatsdefizit immer weiter in die Höhe.

Was hat sich jetzt so gravierend geändert, dass Griechenland 3 Milliarden Euro einsammeln konnte, bei einer Verzinsung von 4,75 %?

Die allgemeine Arbeitslosenrate beträgt über 27 %, die der Jugend liegt bei über 50%. Hat sich die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands oder die Steuermoral gravierend verbessert? Wurden neue Rohstoffvorkommen entdeckt, die bisher nicht bekannt waren? Hat die Griechische Regierung ihren Militärhaushalt halbiert? Zahlen jetzt die Chinesen soviel für den Hafen Piräus, dass die Bonität wieder Triple A ist?

Nichts davon!

Die 5-jährigen Staatsanleihen wurden nach britischem und griechischem Recht ausgegeben. Das heißt: Bei einem möglichen weiteren Schuldenschnitt blieben die Zocker unberührt. Sie haben nichts zu befürchten.

Wir vermuten, der Deal lief über den bekannten europäischem Finanzplatz auf der Insel und Goldmann § Sachs war bestimmt dabei. Was sollen dann die Jubelarien in den Mainstreammedien?

Der deutsche Bundesbankpräsident Jens Weidmann meldet Bedenken an. Wir auch, obwohl wir höchstens indirekt betroffen sind.

Hartmut Dold

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Griechischer Wein

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